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2010


9. Dresdner Chamisso-Poetikdozentur mit Ota Filip

Die Chamisso-Poetikdozentur für Migrantenliteratur wurde 2002 vom Mitteleuropazentrum der TU Dresden und der Robert Bosch Stiftung, in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft der TU Dresden ins Leben gerufen. Die Stiftung, die jährlich den Chamisso-Preis an deutschsprachige Autoren nicht deutscher Muttersprache verleiht, will mit der Dozentur etwas Nachhaltigeres schaffen, als es die einmalige Preisvergabe sein kann. Seit 2005 wird die Chamisso-Poetikdozentur mit der Sächsischen Akademie der Künste durchgeführt. Bei ihren Lesungen in Dresden werden Autoren nicht deutscher Muttersprache ihre Erfahrungen mit dem Schreiben in einem fremden Land reflektieren, werden interkulturelle Wahrnehmungsfelder ausmessen. Das Themenspektrum der Chamisso-Dozentur widmet sich dabei vor allem der Frage, welche persönlichen Erfahrungen ein Autor "zwischen den Sprachen" macht bzw. wie Traditionen unterschiedlicher Sprachräume in der Literatur erkundet und verarbeitet werden.
In der Reihe der Dresdner Chamisso-Poetikdozenturen lasen 2002 Yüksel Pazarkaya, 2003 Gino Chiellino, 2004 Adel Karasholi, 2005 Ilma Rakusa, 2006 Vladimir Vertlib, 2007 José F.A. Oliver, 2008 Zsuzsanna Gahse und 2009 Hussein Al Mozany

Ota Filip, Geboren 1930 in Ostrava (Tschechien), nach Abitur und Journalistik-Studium Redakteur an Zeitungen und am Rundfunk, 1960-67 Hilfsarbeiter, in dieser Zeit schriftstellerische Tätigkeit, seit 1968 Verlagslektor, 1969 Verurteilung wegen "Unterwühlung der sozialistischen Gesellschaft" zu 14 Monaten Haft, danach Möbelmonteur, Lastwagenfahrer und Bauarbeiter, 1974 Ausbürgerung, lebt als freier Schriftsteller in Oberbayern, 1986 Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Mittwoch, 13. Januar 2010
Eröffnung der 9. Dresdner Chamisso-Poetikdozentur
Erste Vorlesung mit Ota Filip

„Über die erträglichen Schwierigkeiten mit der Zweisprachigkeit, mit der großen Geschichte und mit dem Schreiben allgemein“
Eröffnung: Prof. Walter Schmitz, Direktor des MitteleuropaZentrums der TU Dresden
Eröffnung: Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Mit freundlicher Unterstütztung der Robert Bosch Stiftung


Donnerstag, 14. Januar 2010
Dresdner Chamisso Poetikdozentur
Zweite Vorlesung mit Ota Filip

„Der Prager Frühling 1968 – das Ende einer reizenden Illusion“
Moderation: Thomas Rosenlöcher, Dresden
Mit freundlicher Unterstütztung der Robert Bosch Stiftung


Dienstag, 19. Januar 2010
Konzert und Uraufführung
Paul Fleming heute. Kompositionen und Texte zum 400. Geburtstag des Sächsischen Barockdichters Paul Fleming (1609-1640)

Uraufführung neuer Kompositionen Friedrich Goldmann, Carsten Hennig, Günter Neubert, Friedrich Schenker, Steffen Schleiermacher und Siegfried Thiele zu Texten von Paul Fleming
Ausführende:
Ensemble „auditiv vokal" unter Leitung von Olaf Katzer
Im Anschluss Gespräch mit:
Friedrich Schenker und Thomas Rosenlöcher und Prof. Dr. Frank Schneider
Leitung und Moderation:
Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Sekretär der Klasse Musik und Leiter des Studios Neue Musik an der Hochschule für Musik Dresden
Mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.


Montag, 25. Januar 2010
Kunstmuseen und ihr neues Umfeld
Vortrag von Prof. Dr. Thomas Deecke

Der Gründungsdirektor des Museums Neue Weserburg Bremen spricht in der Reihe "Positionen der Gegenwartskunst in Museen, Sammlungen und Galerien" über aktuelle Aufgaben und Überlebensstrategien von Kunstmuseen.
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst und Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar


Dienstag 26. Januar 20010, 20 Uhr
Dresdner Chamisso Poetikdozentur
Dritte Vorlesung von Ota Filip

„Über Glanz, Gloria und Misere des Exils und der schreibenden Exilanten“
Michael G. Fritz, Dresden
Mit freundlicher Unterstütztung der Robert Bosch Stiftung
In Zusammenarbeit mit dem MitteleuropaZentrum der TU Dresden.


Mittwoch 27. Januar 20010, 20 Uhr
Dresdner Chamisso Poetikdozentur
Vierte Vorlesung von Ota Filip

„Meine kakophonischen Klagelieder - stets mit einem Hoffnungsschimmer“
Moderation: Prof. Dr. Walter Schmitz, Direktor des MitteleuropaZentrums der TU Dresden
Mit freundlicher Unterstütztung der Robert Bosch Stiftung
In Zusammenarbeit mit dem MitteleuropaZentrum der TU Dresden.


Donnerstag 28. Januar 20010, 20 Uhr
Dresdner Chamisso Poetikdozentur
Fünfte Vorlesung von Ota Filip

„Eine kummervolle Beziehung - Meine Anti-Helden und ich“
Moderation: Thomas Rosenlöcher, Dresden
Mit freundlicher Unterstütztung der Robert Bosch Stiftung
In Zusammenarbeit mit dem MitteleuropaZentrum der TU Dresden.


Donnerstag, 28. Januar 2010, Mendelssohn-Haus Leipzig, 19.30 Uhr
Konzert und Uraufführung
Paul Fleming heute. Kompositionen und Texte zum 400. Geburtstag des Sächsischen Barockdichters Paul Fleming (1609-1640)

Uraufführung neuer Kompositionen Friedrich Goldmann, Carsten Hennig, Günter Neubert, Friedrich Schenker, Steffen Schleiermacher und Siegfried Thiele zu Texten von Paul Fleming
Ausführende:
Ensemble „auditiv vokal" unter Leitung von Olaf Katzer
Im Anschluss Gespräch mit:
Peter Gosse, Carsten Hennig Angela Krauß, Günter Neubert, Steffen Schleiermacher, Prof. Siegfried Thiele, und Prof. Dr. Frank Schneider
Leitung und Moderation:
Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Sekretär der Klasse Musik und Leiter des Studios Neue Musik an der Hochschule für Musik Dresden
Mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

Steffen Schleiermacher
Nein, einfach ist die Dichtung von Paul Fleming nicht zu verstehen. Durchaus mit Stirnrunzeln schlägt man sich den Weg durch seinen Wald barocker Bilder und sprachlichen Wendungen. Und vieles bleibt dabei weiterhin im Dunkeln oder bestenfalls im Zwielicht.
Doch dann treten plötzlich einige Gedichte hervor, die unmittelbar berühren. Seine »Gedanken über die Zeit« sind fulminant, seine Selbstermunterung »An sich« scheint zeitlos.
Für eine Vertonung von »An sich« bietet sich der Einzelne an. Der sich aber doch einer – hölzernen (?) – Selbstbestätigungs- und Affirmationshilfe glaubt bedienen zu müssen.

Günter Neubert
Aus dem großen Reigen der persönlich, politisch und »auff die Liebste« orientierten Texte Paul Flemings habe ich schließlich aus der letzten Kategorie unter ständigem Kürzen sieben Texte ausgewählt, die einen Bogen vom Verlangen, von Enttäuschung und Klage bis zu deren Überwindung und Wandel zur Glückseligkeit spannen. Alles sollte mit einem kleinen Augenzwinkern und einem Schuss Selbstironie verstanden werden. So lese ich auch Paul Fleming.

Friedrich Schenker
»Neujahrsode 1633, darinnen über zweimalige Verwüstung des Landes, denn auch über Königl. Majest. Aus Schweden Todesfall geklaget und der endliche Friede erseufzet wird.« Dieses Stück mit dem langen barocken Titel und seinen zahlreichen Strophen (ich habe kürzen müssen) habe ich für Baritonstimme und Posaune komponiert. Es ist nach der Kantate »Die Friedensfeier« (Text Karl Mickel) und meinem Instrumentaltheater (»Missa nigra«) meine dritte explizit pazifistische Komposition. In Flemings Versen verbinden sich Trauer, Klagen um die Kriegsverwüstungen und den Tod des Schwedenkönigs mit dem Schwerter-zu-Pflugscharen-Appell im Dreißigjährigen Krieg in Sachsen. Baritonstimme und Posaunenpart bestehen aus expressivem Material, das in beiden Parts verschieden ist, aber sich durch seine Verwebung zu einem Ganzen verbindet.

Carsten Hennig

In dem Gedicht »An Adelfien« spielt Paul Fleming mit sehr unterschiedlich intensiven Affekten, immer zwischen Aufrichtigkeit und Übertreibung, zwischen Beherrschung und Zügellosigkeit schwankend. Der Text besitzt eine sehr plastische, ja beinahe szenisch anmutende Oberfläche. Darunter jedoch entfaltet sich ein Kalkül, mittels des virtuos durchdeklarierten Affektfeldes eine Absolution für das eigene, möglicherweise ebenso zügellose Tun zu erlangen. Dieses theatralische Moment reizte mich bei der Vertonung des Gedichtes sehr und so ist meine Interpretation von »An Adelfien« aufgeladen mit Wut, Hilflosigkeit, verletztem Stolz, Anklage und Erlösung – jedoch getragen von einer subtilen Ironie.


Montag, 15. Februar 2010
Lesung von Friedrich Dieckmann aus seinem neuen Buch
"'Freiheit ist nur in dem Reich der Träume' - Schillers Jahrhundertwende“

Im Gespräch: Thomas Rosenlöcher
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst und Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar


Montag, 22. Februar 2010
Kunstmuseen und ihr neues Umfeld
Vortrag von Michael Semff

Der Leiter der Staatlichen Graphischen Sammlungen München spricht in der Reihe "Positionen der Gegenwartskunst in Museen, Sammlungen und Galerien" über aktuelle Aufgaben und Überlebensstrategien von Kunstmuseen.
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst und Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar

Donnerstag, 4. März 2010, 15 Uhr
Sitzung der Klasse Baukunst (nicht öffentlich)


Donnerstag, 4. März 2010, 20 Uhr
Eröffnung der Ausstellung Prof. Günter Pfeifer
Reduktion und Distanz. Energieeffizentes Bauen - Kybernetische Architektur
Ausstellung des Gottfried Semper Architekturpreisträgers 2009

Eröffnung:
Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dieter Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Michael von Bronk, Mitglied des Vorstandes Vattenfall Europe Generation AG
Einführung:
Prof. Thomas Sieverts, Bonn
Vortrag: Prof. Günter Pfeifer, Freiburg i. Br.
"Sempers Bekleidungstheorie und die Strukturen einer klimagerechten Architektur"
Im Anschluss Diskussion
Mit freundlicher Unterstützung von Vattenfall Europe Generation.


Freitag, 5. März 2010, 11.00-19.00 Uhr
Kolloquium zu Wieland Förster
In Zusammenarbeit mit den Skulpturensammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Eröffnung: Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Dr. Moritz Woelk, Direktor der Skulpturensammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Geplant sind Vorträge von Prof. Karl-Siegbert Rehberg, Institut für Soziologie an der TU Dresden; Sigrid Walther, ehem. Leiterin Galerie Nord Dresden 1974-1991; Dr. Klaus Michael, SAK; Astrid Nielsen, Skulpturensammlung der SKD; Dr. Hans-Ulrich Lehmann, Kupferstich Kabinett der SKD; Dr. Moritz Woelk, Leiter der Skulpturensammlung der SKD; Prof. Dr. Dietrich Schubert, Kunsthistoriker Universität Heidelberg; Prof. Dr. Christa Lichtenstern, Kunsthistorikerin Universität des Saarlandes
Abschlussvortrag: Dr. Eduard Beaucamp, Kunstkritiker und Publizist FAZ


Montag, 15. März 2010
Sitzung des Senats (nicht öffentlich)


Montag, 29. März 2010
Kunstsammlungen und ihr neues Umfeld
Vortrag von Klaus F.K. Schmidt

Der Dresdner Sammler Klaus F.K. Schmidt spricht in der Reihe "Positionen der Gegenwartskunst in Museen, Sammlungen und Galerien" über aktuelle Aufgaben und Überlebensstrategien von privaten Sammlungen.
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst und Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar

Klaus F. K. Schmidt ist als Wirtschafts- und Steuerberater auf die Betreuung von Künstlern, Galeristen und Sammlern spezialisiert und von seinen Standorten Köln und Dresden aus bundesweit tätig. Viele seiner Mandanten zählen heute zu den wichtigsten Protagonisten der deutschen und internationalen Kunstszene. Seit 1990 leben Doris und Klaus F. K. Schmidt überwiegend in Dresden. Ende 2006 brachten Doris und Klaus F. K. Schmidt ihre Sammlung in die Schmidt-Drenhaus-Stiftung ein. Ausstellungen im Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 2006 und in der Galerie für Zeitgenössische Kunst 2009 in Leipzig gaben Einblicke in die Schwerpunkte der Sammlung.


Montag, 12. April 2010
Sitzung der Klasse Darstellende Kunst und Film (nicht öffentlich)


Montag, 12. April 2010
Quo vadis Sachsen?
Perspektiven der sächsischen Theaterlandschaft bis 2020

Werkstattreihe zu den Perspektiven der Künste und zur Entwicklung der sächsischen Kulturlandschaft bis 2020
Ingolf Huhn, Intendant Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz
Wilfried Schulz, Intendant Staatsschauspiel Dresden
Sebastian Hartmann, Intendant Centraltheater Leipzig
Michael Heinicke, Operndirektor Chemnitz
Moderation: Holk Freytag, Leiter der Sommerfestspiele Bad Hersfeld
Welche Auswirkungen wird der demografische Wandel, der Umbau der Sozialsysteme und des Sozialstaates, auf die bestehende Kulturlandschaft in Sachsen bis 2020 haben? Welche Folgen sind für die Theaterlandschaft zu erwarten?
In diesem Kontext ist zu diskutieren, welche kulturellen Funktionen und Angebote erhalten bleiben sollen und welche aufgegeben werden müssen. Schließlich wäre zu fragen, welche Aufgaben Kunst und Kultur in der Reflexion und Begleitung dieser gesellschaftlichen Umbruchprozesse übernehmen können.


Donnerstag, 22. April 2010
Filmpremiere der ARTE-Dokumentation: "Unterwegs zwischen Ost und West - der Schriftsteller Ingo Schulze"
Eine Dokumentation von ARTE/HR Deutschland 2009
Ingo Schulze, Schriftsteller Berlin
Burghard Schlicht, Journalist und Filmproduzent
Elisabeth Pfister, ARTE Frankfurt/Main
Moderation: Marion Sippel, ARTE Baden-Baden
In Zusammenarbeit mit ARTE


Montag, 26. April 2010, Kupferstich-Kabinett
Jurysitzung Hans Theo Richter Preis und Sitzung der Klasse Bildende Kunst (nicht öffentlich)


Montag, 26. April 2010
Kunstmuseen und ihr neues Umfeld
Vortrag von Barbara Steiner

Die Leiterin der
Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
spricht in der Reihe "Positionen der Gegenwartskunst in Museen, Sammlungen und Galerien" über aktuelle Aufgaben und Überlebensstrategien von Kunstmuseen.
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Holler, Sekretär der Klasse Bildende Kunst und Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar


Donnerstag, 29. April 2010 bis Freitag, 30. April 2010
Sitzung der Klasse Literatur und Sprachpflege in Naumburg/Saale (nicht öffentlich)


Donnerstag, 29. April 2010
Theater Naumburg, Am Salztor 1, 06618 Naumburg
„Nur Narr! Nur Dichter!“ (Friedrich Nietzsche)
Mitglieder der Klasse Literatur und Sprachpflege der Sächsischen Akademie der Künste lesen Nietzsche
Begrüßung:
Bernward Küper, Oberbürgermeister Naumburg (angefragt)
Peter Gosse, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Lesung und Diskussion:
Róza Domascyna, Elke Erb, Peter Gosse, Christoph Hein, Prof. Dr. Bernd Leistner, Richard Pietraß, Prof. Dr. Ingo Zimmermann
Moderation:
Dr. h. c. Friedrich Dieckmann


Donnerstag, 6. Mai 2010 Haus des Buches Leipzig, Literaturcafé
Berührung ist nur eine Randerscheinung. Neue Literatur aus der DDR – Betrachtungen zur 1985 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienenen Anthologie
Lesung und Gespräch mit
Thomas Böhme, Autor, Leipzig
Uwe Kolbe, Autor, Berlin
Elke Erb, Autorin, Berlin, Herausgeberin der Anthologie
Moderation: Dr. Klaus Michael, Literaturhistoriker und Präsidialsekretär der Sächsischen Akademie der Künste
Die 1985 erschienene Anthologie "Berührung ist nur eine Randerscheinung" stellte zum ersten Mal die wichtigsten Vertreter jener nach 1951 geborenen Autorengeneration vor, die in der DDR nicht oder nur eingeschränkt veröffentlichen konnten. Die Anthologie, die in Ost und West gleichermaßen Aufsehen erregte, steht damit exemplarisch für ein wichtiges Kapitel deutsch-deutscher Literatur-, Verlags- und Zeitgeschichte der achtziger Jahre.
Den Herausgebern ist es „nicht nur gelungen, eine große Zahl bisher unbekannter junger Autoren ihres Landes für diese Anthologie zu gewinnen, sondern darüber hinaus das aufsehenerregende Bild eines sich grundlegend wandelnden literarischen Selbstverständnis zu dokumentieren, das sich bei einem großen Teil der heute zwanzig und dreißigjährigen Autoren der DDR vollzogen hat." (Aus dem Vorwort).
Veranstaltung aus Anlass der Finissage der Ausstellung "100 Jahre Kiepenheuer Verlage" in Zusammenarbeit von Sächsischer Akademie der Künste, den Buchwissenschaften der Universität Leipzig, dem Haus des Buches und dem Museum für Druckkunst Leipzig.


Montag, 10. Mai 2010
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Vortrag über die Aufgaben und Perspektiven der Stiftung

Vortrag: Prof. Dr. Michael Krautzberger, Vorstandsmitglied der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Moderation: Prof. Dr. Jürgen Paul, Dresden

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist eine gemeinnützige private Stiftung und hat zwei Aufgaben: bedrohte Kulturdenkmale zu bewahren und für den Gedanken des Denkmalschutzes zu werben, um möglichst viele Bürger zur Mithilfe zu gewinnen. Sie ist die größte Bürgerinitiative für Denkmalpflege in Deutschland und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.


Dienstag, 18. Mai 2010
Robert Schumann. Glück und Elend der Romantik
Buchvorstellung und Diskussion zum 200. Geburtstag des Komponisten
Im Gespräch:
Prof. Peter Gülke, Musikwissenschaftler, Berlin
Prof. Bernd Leistner, Literaturwissenschaftler, Leipzig
Moderation:
Prof. Dr. Jörn-Peter Hiekel, Musikwissenschaftler, Dresden

Viel zu lange ist das Bild Robert Schumanns auf Romantik, Innerlichkeit und Krankheit reduziert gewesen. So viel daran wahr ist, so wenig ist es die ganze Wahrheit. Dies ist uns genug Anlass, ihn als einen zu erkennen, der die großen Fragen seiner Zeit mit sich und in seiner Musik unvergleichlich riskant ausgetragen und in den Lösungen Anstöße gegeben hat, deren Tragweite wir immer neu ausmessen sollten.
Der Musikwissenschaftler Prof. Peter Gülke hat dies in seiner soeben erschienenen Monografie „Robert Schumann. Glück und Elend der Romantik“ (Wien 2010) unternommen, die anlässlich des 200. Geburtstages des Komponisten vorgestellt und diskutiert werden wird.


Mittwoch, 26. Mai 2010
Ehrung zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. h.c. Werner Schmidt
Eröffnung: Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Grußworte: Hansjörg König, Staatssekretär des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
Dr. Ralf Lunau, Beigeordneter für Kultur der Landeshauptstadt Dresden
Prof. Dr. Bernhard Maaz, Stellv. Generaldirektor, Direktor des Kupferstich-Kabinettes und der Galerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Prof. Dr. Michael Kinze, Vorstandsvorsitzender MUSEIS SAXONICIS USUI - Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen e.V. von 1992 bis 2002
Anschließend Überreichung einer Grafik-Mappe und eines vom Freundeskreis des Kupferstich-Kabinettes gestifteten Blattes
Festrede: Dr. h.c. Friedrich Dieckmann, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste von 1996 bis 2005
Musik: Robert Schumann, Sonate Nr. 2 d-Moll, op. 121 für Violine und Klavier, Jörg Faßmann, Violine; Prof. Gunther Anger, Klavier
Dank: Prof. Dr. h.c. Werner Schmidt, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 1990 bis 1997, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste von 1996 bis 2002
Anschließend Umtrunk im Foyer des Blockhauses

Friedrich Dieckmann: Ein Menschenfänger im Dienst der Künste. Werner Schmidt zum 80. Geburtstag


Donnerstag, 3. Juni 2010
Die Wildnis in der Stadt - Umgang mit Ressourcen
Mark Krieger

Erste Veranstaltung einer Reihe zu neuen Positionen in der Landschaftsarchitektur "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur"
Eröffnung:
Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr.-Ing. Barbara Engel, Architektin, Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden, in Vertretung des Beigeordneten für Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Dresden
Einführung:
Prof. Cornelia Müller, Landschaftsarchitektin Berlin
Vortrag:
Mark Krieger Landschaftsarchitekt, Hamburg

Die Vortragsreihe "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur" befasst sich mit den neuen Aufgaben der Garten- und Landschaftsarchitektur, die aus dem Klimawandel und der Veränderung der demographischen und sozialen Strukturen resultieren. In der ersten Veranstaltung der Reihe setzt sich der Landschaftsarchitekt Mark Krieger mit Fragen zum Umgang mit Stadtbrachen, Zwischenräumen, mit dem Verhältnis von Garten, Landschaft und temporärer Stadt- und Raumplanung auseinander und wird dabei einzelne Brennpunkte der Stadt Dresden einbeziehen.

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Konzeption und Leitung: Prof. Cornelia Müller und Prof. Thomas Sieverts


Montag, 14. Juni 2010
Vortrag "Wagner und die spanische Literatur des Goldenen Zeitalters"
Vortrag: Prof. Dr. mult. Dieter Borchmeyer, Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München
Begrüßung: Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste, Dresden

Keinem Kulturland der Welt hat Wagner mit größerer Sympathie gegenübergestanden als Spanien. Spuren seiner Faszination durch die spanische Literatur finden sich von Lohengrin über Tristan bis zum Parsifal. Von allen spanischen Dichtern hat er Cervantes am höchsten geschätzt. Er löst den in der Tristan-Zeit glorifizierten Calderón im seinem literarischen Kanon mehr und mehr ab, denn in dessen Fronleichnamsspielen glaubt Wagner eine dogmatische Erstarrung der Religion wahrzunehmen, die er selber im Parsifal durch eine tiefere Wahrheit der christlichen Symbolwelt aufzuheben sucht.


Mittwoch, 15. Juni 2010
Lesung Gustav Janu¹
Gustav Janu¹ (St. Jakob im Rosental) liest aus seinem neuen Gedichtband „Wort, verwandelt in Farben“ und spricht mit Patrick Beck über seine Kindheitssprache Slowenisch und die Suche nach Orten, die vorher nicht da waren.

Kein Geringerer als Peter Handke ist es, der die Gedichte des slowenischsprachigen österreichischen Schriftstellers Gustav Janu¹ seit Jahren ins Deutsche übersetzt. Und der über den Dichter gesagt hat, daß es „vielleicht das Absichtslose, Willenlose; das Eigen-Mächtige“ sei, worin dessen Texte sich von denen Anderer unterscheiden. Gustav Janu¹ ist ein Dichter, der dem Schönen auf der Spur ist; und er ist das, was man gemeinhin eine Doppelbegabung nennt. Denn der gelernte Lehrer für Slowenisch, Zeichnen, Chemie und Physik hat immer auch gemalt: neben seinen Gedichtbänden stapeln sich die Kataloge seiner zahlreichen Ausstellungen. Als Maler mit einer unverwechselbaren Bildsprache ist er längst über Österreich hinaus bekannt. Für Janu¹ gehört beides, die Poesie und die Malerei, zusammen; in beidem sucht er „nach Zuständen oder Orten, die vorher nicht da waren.“ Gustav Janu¹ ist einer, der Grenzen überschreitet und Ränder erkundet. Alltägliches und Transzendentes und ein wacher Sinn für die uns umgebende Natur finden in seinen Gedichten zueinander. 1984 wurde dem Lyriker der renommierte Petrarca-Preis zugesprochen. In einem seiner Gedichte heißt es: „Gleich Hundeaugen / glimmen nachts die Sterne / und gehen in aller Herrgottsfrühe in Flammen auf, / wenn ich mir die Hände wasche.“
Gustav Janu¹ lebt heute in St. Jakob im Rosental, nahe der Grenze zu Slowenien.

Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Künste Dresden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.


Dienstag, 22. Juni 2010
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstr. 34, Grosser Hörsaal, 2.OG
Bau-Kunst - Über das Verhältnis der Architektur zu den Künsten
Vortrag von Prof. Ivan Reimann, Architekt Thomas Müller Ivan Reimann Architekten Berlin
Moderation: Wolfgang Kil, Architekturkritiker
Einführung: Olaf Lauströer, Professor für Architektur und übergreifende Raumgestaltung an der HfBK Dresden
Gemeinschaftsveranstaltung der Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste und der Hochschule für Bildende Künste Dresden.


Montag, 28. Juni 2010
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstr. 34, Grosser Hörsaal, 2.OG
Bau-Kunst - Über das Verhältnis der Architektur zu den Künsten
Vortrag von Prof. Dipl.-Ing. Martin Fröhlich, AFF Architekten Berlin
Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden
In Zusammenarbeit mit der HfBK Dresden.

Viel weniger als in ihrem Handeln werden die Werke von Architekten und Künstlern und ihre Gattungen - Architektur und Kunst - unterschieden.Fortwährende Aktualität bezieht die Frage nach dem Verhältnis der Architektur zu den Künsten aus einem anhaltenden Prozess der Annäherung und der Abgrenzung. Architekten und Künstler tauschen heute mehr denn je Arbeits- und Denkweisen aus; im Verständnis ihrer Werke bleibt die Abgrenzung
zwischen 'zweckgebundener' Architektur und den 'freien Künsten' davon nahezu unberührt.
In Zusammenarbeit mit der HfBK Dresden.

Martin Fröhlich: 1989-1994 Architekturstudium an der Bauhaus-Universität Weimar, 1995-2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar, 1999 Bürogründung AFF mit Sven Föhlich und seit 2005 mit Alexander Georgi, 2009-10 Gastprofessur für Gebäudeplanung an der Universität der Künste Berlin


2.-4. Juli 2010
Mitgliederversammlung der Sächsischen Akademie der Künste
Klassik-Stiftung Weimar


Sonnabend, 3. Juli 2010
Preller-Galerie, Neues Museum Weimar, Weimarplatz 5
Kunst jenseits des Kunstkanons? Podiumsdiskussion über aktuelle Entwicklungen in den Künsten im Neuen Museum Weimar

Gibt es eine Krise der Kunst? Brauchen wir einen Kunstkanon? Brauchen wir ein neues künstlerisches Leitbild? Wohin geht die Entwicklung der Künste?
Die Fragen nach der Relevanz von Kunst und künstlerischem Handeln in Bezug auf den tradierten Kunstkanon machen vor allem deutlich, dass sich in den Künsten der letzten zwanzig Jahre ein Wandel vollzogen hat. Die Suche nach Orientierung innerhalb der Künste, die Sehnsucht nach geschichtlicher Identität und ästhetischer Verortung stehen symptomatisch für die Veränderungen in der künstlerischen Produktion und Wahrnehmung von Kunst.

Eröffnung:
Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung Weimar
Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Im Gespräch:
Prof. Dr. mult. Werner Durth, Architekturtheoretiker Darmstadt
Prof. Dr. Wolfgang Holler, Generaldirektor der Museen Klassik Stiftung Weimar
Holk Freytag, Intendant der Bad Hersfelder Festspiele und Sprecher der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins
Richard Pietraß, Autor aus Berlin
Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Musikwissenschaftler Dresden
Moderation:
Prof. Dr. mult. Peter Gülke, Dirigent und Musikwissenschaftler Berlin
In Zusammenarbeit mit der Klassik Stiftung Weimar


Sonntag, 12. September 2010, 20 Uhr
Am Neptunbrunnen auf dem Gelände des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt, Friedrichstraße 41, Zugang über Wachsbleichstraße
Wasserwesen
Der Brunnen klingt – szenische Musikperformance zur Rettung des Neptunbrunnens


Vor der einzigartigen barocken Kulisse des Neptunbrunnens mit dem ins Gelände brausenden Muschelwagen entfaltet sich eine szenische Bild-Klang-Performance, in der die restaurierten Figuren des Brunnens wieder zum Leben erwachen. Der Neptunbrunnen wird dabei Projektionsfläche, Szenenbild, Bühne und Installation. Die Künstler um Annette Jahns setzen sich mit dieser Performance dafür ein, dass der Brunnen und die Notwendigkeit seiner kompletten Sanierung - für die noch rund 650.000 Euro fehlen - im Blick der Öffentlichkeit bleiben.
Der von Hofbildhauer Lorenzo Mattielli 1745/46 fertig gestellte Neptunbrunnen entstammt jener künstlerischen Blütezeit, der Dresden seine barocken Kirchenbauten verdankt. Die vierzig Meter breite, zwischen zwei Flussgöttern zu der Gestalt des Meergottes aufstrebende Anlage wurde für den Sommersitz des Grafen Brühl geschaffen, dem heutigen Gelände des Städtischen Klinikums Dresden-Friedrichstadt. Mattiellis Werk ist eine der bedeutendsten Brunnenanlagen des 18. Jahrhunderts in Europa. Sie steht dem berühmten römischen Wandbrunnen Fontana di Trevi im künstlerischen Anspruch nicht nach.

Idee und Regie: Annette Jahns
Kompositionen/Improvisationen: Agnes Ponizil und Jan F. Kurth (Duo Vokal Experimental)
Projektionen/Film: David Campesino
Kostüme: Silke Abendschein
Maske:Simone Kroggel
Technik: Torsten Grosche, Robert Rieß, Alexander Runge, Pierre Schulze
Mitwirkende:
Ein Wissenschaftler: Jan F. Kurth
Ein Wasserwesen: Agnes Ponizil
Weitere Wasserwesen und Wissenschaftler: Freier Chor Dresden unter Leitung von Reinhard Gröschel

Veranstaltung des Vereins der Freunde des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt e. V. In Kooperation mit der Klasse Darstellende Kunst und Film der Sächsischen Akademie der Künste. Unterstützt von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Kulturamt der Landeshauptstadt Dresden und dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau.

Weitere Informationen unter http://www.neptunbrunnen.desaxe.eu/Neptunbrunnen.html


Donnerstag, 30. September 2010, 20 Uhr
Kulturrathaus Dresden, Königstr. 15
Oktoberfilm. Dresden 1989
Filmpräsentation und Diskussion
Begrüßung:
Klaus Winterfeld, Referent für Film und Medien des Kulturamts der Landeshauptstadt Dresden
Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Filmpräsentation (30 Minuten)
Anschließend im Gespräch:
Ralf Kukula, Filmproduzent Dresden
Durs Grünbein, Schriftsteller Berlin
Klaus Dieter Kirst, Regisseur Dresden
Moderation: Friedrich Wilhelm Junge, Schauspieler Dresden

Gezeigt wird der „Oktoberfilm“, eine experimentelle Foto- und Klangcollage zu den Herbstereignissen 1989 in Dresden. Der Dokumentarfilm, der ausschließlich Fotos aus dem Herbst ’89 zeigt, die mit originalen Tonaufnahmen unterlegt sind, entstand nach einer Idee von Friedrich-Wilhelm Junge und Klaus Dieter Kirst, Regie führte Ralf Kukula, den Text verfasste Durs Grünbein. Konzipiert ist dieser Film als eine emotionale „Erinnerungsmaschine“ für jene, die die Ereignisse in Dresden vor 20 Jahren miterlebt und mitgestaltet haben. Für jene, die diese Zeit nicht aus eigenem Erleben kennen, erscheinen die Zusammenhänge in neuem Licht. Der Film war erstmals öffentlich am 8. Oktober 2009 im Rahmen der Festveranstaltung zum 20. Jubiläum der Friedlichen Revolution auf der Prager Straße zu sehen und wurde im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden produziert.
Im Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden


Mittwoch, 13. Oktober 2010, 13 Uhr
Zwischenräume in der perforierten Stadt
Rundgang im Vorfeld des Vortrags von Dr.-Ing. Carlo W. Becker zu neuen Positionen in der Landschaftsarchitektur.
Treffpunkt:
13 Uhr Prager Straße am Eingang zur Tiefgarage am „Wiener Loch“ zwischen Kugelhaus und Prager Spitze.
Route:
Wiener Platz mit „Wiener Loch“, Ferdinand- und Georgplatz an der Petersburger Straße, Wallstraße, Postplatz, Schützengasse, Herzogin Garten, Heizkraftwerk Mitte.
Mitwirkende:
Dr.-Ing. Carlo W. Becker, bgmr Berlin
Dr.-Ing. Barbara Engel, Lt. Bereich Innenstadt im Stadtplanungsamt Dresden

An diesen zentralen Orten, die bereits mehrfach überplant wurden, an denen sich aber für die nächsten Jahre keine Entwicklung abzeichnet, steht der Aspekt der temporären Nutzung, Zwischennutzung und Umnutzung von Brachen mit Mitteln der Landschaftsarchitektur im Mittelpunkt. Berücksichtigung sollten auch die peripheren und sich anschließenden Bereiche erfahren, in denen seit 1990 ebenfalls keine Entwicklung ablesbar ist. Ziel ist es, der Landeshauptstadt Impulse, Anregungen und Ideen für die temporäre Nutzung dieser Flächen zu geben, Perspektiven und Potenziale dieser Orte herauszuarbeiten und zu erörtern. Der Rundgang dient nicht der Evaluierung bestehender Planungen und begibt sich auch nicht in Konkurrenz zu ihnen.


Mittwoch, 13. Oktober, 20 Uhr
Zwischenräume in der perforierten Stadt
Dr.-Ing. Carlo W. Becker, Büro BGMR Berlin
Zweite Veranstaltung einer Reihe zu neuen Positionen in der Landschaftsarchitektur "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur"
Eröffnung:
Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr.-Ing. Barbara Engel, Leiterin der Abteilung Innenstadt im Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden
Einführung: Prof. Thomas Sieverts, Bonn
Vortrag: Dr. Carlo Becker, BGMR Berlin
Podiumsdiskussion:
Dr.-Ing. Carlo W. Becker, BGMR Berlin
Dr.-Ing. Barbara Engel, Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden
Prof. Thomas Sieverts, stk umbaukultur Bonn Moderation: Prof. Cornelia Müller, Lützow 7 Landschaftsarchitekten Berlin

Dr.-Ing. Carlo W. Becker: Studium der Landschaftsplanung an der TU Berlin, 1985-90 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin, Promotion zum Thema "Die Eigenart der Kulturlandschaft", seit 1993 Mitglied im Beirat für Naturschutz und Landschaftspflege des Landes Berlin

Die Vortragsreihe "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur" befasst sich mit den neuen Aufgaben der Garten- und Landschaftsarchitektur, die aus dem Klimawandel und der Veränderung der demographischen und sozialen Strukturen resultieren. In der ersten Veranstaltung der Reihe setzte sich der Landschaftsarchitekt Mark Krieger mit Fragen zum Umgang mit Stadtbrachen, Zwischenräumen, mit dem Verhältnis von Garten, Landschaft und temporärer Stadt- und Raumplanung auseinander.

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Konzeption und Leitung: Prof. Cornelia Müller und Prof. Thomas Sieverts in Zusammenarbeit mit Dr. Barbara Engel.


Donnerstag, 21. Oktober 2010, 19 Uhr, geh8 Kunstraum und Ateliers,
Gehestraße 8, 01127 Dresden
Eröffnung der Ausstellung
"Wiederkehr der Landschaft"

Eröffnung durch
Prof. Donata Valentien, Direktorin der Sektion Baukunst der Akademie der Künste Berlin
Prof. Cornelia Müller, Sächsische Akademie der Künste
Prof. Christoph Schonhoff , Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden

Die Stadt des 20. Jahrhunderts wurde gegen die Landschaft gebaut. Die ökologischen Folgen heißen Klimawandel, Wasserknappheit und Artenschwund.
Die Stadt des 21. Jahrhunderts ist aus der Landschaft zu entwickeln. Die Ausstellung versucht, diese Bedrohung als Chance zu interpretieren und nach Wegen zu suchen zu einer neuen Koexistenz von Stadt und Landschaft. Nötig sind kreative und nachhaltige Lösungen - und eine neue emotionale Annäherung.
"Wiederkehr der Landschaft" stellt ein städtebauliches, ökologisches und kulturelles Thema in den Mittelpunkt, das angesichts des Klimawandels von aktueller Brisanz ist. Eine Ausstellung der Akademie der Künste Berlin.
In Zusammenarbeit mit der Sektion Baukunst der Akademie der Künste Berlin und dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden.


Donnerstag, 21. Oktober 2010, 20 Uhr
"Ein Stich ins Frische!"
Lesung und Perkussion

Lesung:
Wilhelm Bartsch, Jörg Bernig, Gerald Zschorsch
Perkussion:
Manos Tsangaris
Vorstellung und Moderation:
Richard Pietraß, Sekretär der Klasse Literatur und Sprachpflege
Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Sekretär der Klasse Musik
Wilhelm Bartsch: Geboren 1950 in Eberswalde/Brandenburg, Lyriker und Prosaautor, zuletzt erschienen "Spanschachtel. Gedichte" 2008, lebt in Halle/Saale.
Jörg Bernig: Geboren 1964 in Wurzen, Lyriker und Prosaautor, 1996 Promotion an der FU Berlin, seit 2000 freiberuflicher Schriftsteller, zuletzt erschienen "wüten gegen die stunden". Gedichte 2009 und "Niemands Welt. Sieben Nachrichten aus Mitteleuropa. Essay" 2009.
Herausgaben: "Literaturlandschaft im Wandel. Gespräche zur literarischen Kultur in Sachsen und Ostdeutschland 1990 bis 2005" (Hg. mit Walter Schmitz)2006; "Deutsch-deutsches Literaturexil. Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus der DDR in der Bundesrepublik" (Hg. mit Walter Schmitz) 2009, lebt in Radebeul bei Dresden.
Gerald Zschorsch: Geboren 1951 in Elsterberg/Vogtland, Dichter, zuletzt erschienen "Zur elften Stunde. Gedichte" 2009, lebt in Frankfurt/M.
Manos Tsangaris: Geboren 1956 in Düsseldorf, Komponist, Lyriker und Bildender Künstler, seit 2009 Professur für Komposition an der Hochschule für Musik Dresden, lebt in Köln und Dresden

"Akademien sind Tiefbrunnen starker Begabungen. Sie speisen sich aus dem gefilterten Grundwasser künstlerischen Potentials. In steigerndem Zusammenklang dreier jüngst zugewählter Dichter und eines Musikers schöpft die Sächsische Akademie der Künste an diesem Abend stolz aus dem Vollen." Richard Pietraß


Dienstag, 26. Oktober 2010, 20 Uhr
Binationales Gesprächskonzert
Adriana Hölszky und Georg Katzer

Moderation: Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Sekretär der Klasse Musik und Leiter des Instituts für Neue Musik der Musikhochschule Dresden
Aufgeführt werden von Adriana Hölszky:
Snowbirds (like a bird II) Hommage à György Kurtàg (2006) für Violine und Klavier,
Segmente III für drei Klangzentren (1992) für Oboe, Kontrabass, Akkordeon
Miserere (1991/92) für Akkordeon
Weltenenden (1992) für Trompete
Aufgeführt werden von Georg Katzer:
Hex (1988) Satzbezeichnungen: La révolution permanente, Introversion, Hex für Oboe, Posaune, Schlagzeug, Klavier, Viola, Violoncello
sich finden (2003) für Akkordeon und Violoncello
Ausführende:
El Perro Andaluz unter Leitung von Lennart Dohms
Trompete: Prof. Malte Burba
Im Anschluss Gespräch mit den Komponisten.
Moderation:
Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel

In Zusammenarbeit mit dem Klangnetz Dresden des Netzwerkes Neue Musik


Donnerstag, 28. Oktober 2010, 20 Uhr
Das Auge von Dresden - Ernst Hirsch
Film und Gespräch

Dokumentarfilm 37 min, Drehbuch, Regie, 2. Kamera: Dr. Nanina Bauer, Produktion: Studio Klarheit 2009/2010
Im Anschluß im Gespräch:
Ernst Hirsch, Dresden Film
Dr. Nanina Bauer, Studio Klarheit Dresden
Jörg-Peter Bauer, Studio Klarheit Dresden
Uwe Penckert, Geschäftsführer des Filmververbandes Sachsen
Ernst Hirsch: Geboren 1936 in Dresden, seit 1968 freiberuflicher Regie-Kameramann, Mitwirkung an zahlreichen DDR-Filmproduktionen, Aufbau eines Filmarchivs, nach 1989 Mitwirkung an Peter Schamonis Filmen, lebt in Dresden.
Dr. Nanina Bauer: Geboren 1958 in Greiz, Studium der Germanistik und Kunst, 1992 Promotion und Lehrtätigkeit, seit 2006 Studio Klarheit in Zusammenarbeit mit Jörg-Peter Bauer, lebt in Dresden.
Uwe Penckert: Geboren 1958 in Torgau, Studium der Theater- Film- und Fernsehwissenschaften in Torgau, seit 1991 freiberufliche Tätigkeit, seit 1996 Geschäftsführer des Filmverbandes Sachsen e.V., lebt in Dresden.

"Dresden im Film – das war und ist für mich auch immer das Bewahren historischer Filmdokumente. Man macht sich anfangs gar nicht klar, welche Dimensionen das Sammeln annimmt und welche Bedeutung es für Menschen heute und zukünftige Generationen hat." Ernst Hirsch
Der Regiekameramann Ernst Hirsch ist der wichtigste Dokumentarist des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche und des Dresdner Zwingers. Für sein Dresdner Filmarchiv sammelt und filmt er seit 55 Jahren alles, was die Geschichte dieser Stadt prägt. Die Dokumentation, die nach dem Antrieb dieser Leidenschaft fragt, ist zugleich ein Stück sächsische Zeit- und Filmgeschichte. Der Film zeigt unveröffentlichte Filmausschnitte aus dem Archiv HIRSCH-FILM und aktuelle Aufnahmen und Interviews mit filmischen Weggefährten.


Mittwoch, 3. November 2010, 20 Uhr
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstrasse 34 (ehemalige Kunstgewerbeschule) Grosser Hörsaal / 2.OG
Bau-Kunst - Über das Verhältnis der Architektur zu den Künsten
Vortrag: Benedikt Schulz, Leipzig
Moderation: Olaf Lauströer, Professor für Architektur und übergreifende Raumgestaltung an der HfBK Dresden
Gemeinschaftsveranstaltung der Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste und der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Fortwährende Aktualität bezieht die Frage nach dem Verhältnis der Architektur zu den Künsten aus einem anhaltenden Prozess der Annäherung und der Abgrenzung. Architekten und Künstler tauschen heute mehr denn je Arbeits- und Denkweisen aus; im Verständnis ihrer Werke bleibt die Abgrenzung zwischen 'zweckgebundener' Architektur und den 'freien Künsten' davon nahezu unberührt.


Montag, 8. November 2010, 19 Uhr
Verleihung des Hans Theo Richter Preises 2010 an Dieter Goltzsche
Begrüßung
Prof. Udo Zimmermann
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Sebastian Schmidt
Geschäftsführender Vorstand der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung
Laudatio
Prof. Dr. Bernhard Maaz Direktor des Kupferstich-Kabinettes und der Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Dank des Preisträgers
Anschließend laden wir ein zu einem Umtrunk im Foyer des Blockhauses

Der von der Witwe Hans Theo Richters gestiftete Preis der Sächsischen Akademie der Künste wird für besondere Leistungen in der Malerei und Graphik vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Preisträger werden durch Entscheid einer Jury, bestehend aus Mitgliedern der Klasse Bildende Kunst der Sächsischen Akademie der Künste, dem Vorstand der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung und dem Direktor des Kupferstich-Kabinettes der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bestimmt. Bisherige Preisträger waren Max Uhlig (1998), Jiøí Koláø (1999), Paula Ribariu und Werner Wittig (2000), Peter Graf (2001), Thomas Ranft (2003), Lutz Fleischer (2005) und Wolfram A. Scheffler (2007).

Dieter Goltzsche: geboren 1934 in Dresden, Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Prof. Hans Theo Richter, Meisterschüler an der Akademie der Künste bei Max Schwimmer, 1992-2000 Professur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, lebt in Berlin-Friedrichshagen.


Donnerstag, 18. November 2010, 20 Uhr
Entdecken und Erschließen geheimer Orte – Urbanität in der Spannweite öffentlicher und privater Räume
Till Rehwaldt, Rehwaldt Landschaftsarchitekten Dresden

Dritte Veranstaltung zu neuen Positionen in der Landschaftsarchitektur "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur"
Eröffnung:
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr.-Ing. Barbara Engel, Lt. Bereich Innenstadt im Stadtplanungsamt Dresden
Vortrag:
Till Rehwaldt
Im Anschluss Podiumsdiskussion
Till Rehwaldt, Rehwaldt Landschaftsarchitekten Dresden
Prof. Cornelia Müller, Lützow 7 Landschaftsarchitekten Berlin
Moderation: Prof. Andreas Wolf, HTWK Leipzig

Die Vortragsreihe "Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur" befasst sich mit den neuen Aufgaben der Garten- und Landschaftsarchitektur, die aus dem Klimawandel und der Veränderung der demographischen und sozialen Strukturen resultieren.

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.
Konzeption und Leitung: Prof. Cornelia Müller und Prof. Thomas Sieverts


Freitag, 19. November 2010, 10 Uhr
Exkursion - Brainstorming - Rundgang mit Till Rehwaldt
Exkursion im Rahmen des Vortrags "Geheime Orte – Urbanität in öffentlichen und privaten Räumen" von Till Rehwaldt zu neuen Positionen in der Landschaftsarchitektur.
Treffpunkt:
10 Uhr, Elbufer unter dem Bogen der Marienbrücke, linkselbische Seite
Route:
1. Elbufer Marienbrücke
ehemalige Mündung der Weißeritz, Schnittstelle zwischen Stadt- und Landschaftsraum, heute temporäre Nutzung für Veranstaltungen
2. Vorplatz Bahnhof Mitte, Weißeritzstraße
Entree zur Friedrichstadt, teilweise Nutzung als Parkplatz, Schnittstelle zur Innenstadt und zu öffentlichen Verkehrsmitteln
3. Bramsch-Gelände, Friedrichstraße 56
ehemaliges Industrieareal, potentieller Wohnstandort
4. Krankenhaus Friedrichstadt
ehemalige Gärten des Palais Marcolini, barocke Brunnenanlage
5. Schäferstraße
urbane Brachflächen, Versuche temporärer Aktivierung, straßenbegleitender Grünzug

Mitwirkende:
Dipl.-Ing. Till Rehwaldt, Rehwaldt Architekten Dresden
Dr.-Ing. Barbara Engel, Lt. Bereich Innenstadt im Stadtplanungsamt Dresden
Prof. Cornelia Müller, Lützow 7 Garten- und Landschaftsarchitekten Berlin, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste
Prof. Andreas Wolf, HTWK Leipzig, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste
Vertreter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden

Auf dem Rundgang soll das abseits der Aufmerksamkeit liegende Stadtgebiet der Friedrichstadt erkundet werden. Ursprünglich ein von prächtigen Wohnhäusern und großzügigen Gärten bestimmtes Viertel, ist dieses Gebiet heute sehr heterogen strukturiert. Die industrielle Entwicklung, mehrere Überflutungen durch die Weißeritz und nicht zuletzt eine bauliche Stagnation der letzten Jahrzehnte haben große stadträumliche Defizite entstehen lassen. An einigen wichtigen Orten soll exemplarisch diskutiert werden, wie sich die „schlummernden Potentiale“ der Friedrichstadt aktivieren lassen und die innenstadtnah und attraktiv gelegenen Quartiere wieder neue Lebensqualität entwickeln können.
Ziel ist es, der Landeshauptstadt Impulse, Anregungen und Ideen für die temporäre Nutzung dieser Flächen zu geben, Perspektiven und Potenziale dieser Orte herauszuarbeiten und zu erörtern. Der Rundgang dient nicht der Evaluierung bestehender Planungen und begibt sich auch nicht in Konkurrenz zu ihnen.

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.

Montag, 29. November 2010, 20 Uhr
Hartwig Ebersbach Ateliergespräche
Film und Buchvorstellung

Im Gespräch:
Hartwig Ebersbach, Leipzig
Norbert Wartig, LNW Film und LNW Verlag Berlin und Leipzig
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Holler

Das Projekt folgt dem Wunsch, dem Künstler da zu begegnen, wo er sich stets bewegt – in den Grenzen seines Werkes und seiner Künstlerbiographie. Was ist das Werk? Wer ist der Künstler? Die Gespräche mit dem 1940 geborenen Maler Hartwig Ebersbach begannen im Jahr 2005. Bis 2009 wurde der Künstler bei seiner Arbeit begleitet, wurden seine Ausstellungen und sein Schaffen ausführlich besprochen. Um den Leser unmittelbar an dem Dialog mit dem Künstler teilhaben zu lassen, wurden die Gespräche in Bild und Ton aufgezeichnet, niedergeschrieben und in Briefen ergänzt. "Reden wie einem der Schnabel gewachsen ist, das ist Kaspar. Also in diesem Buch finden sich solche Reden, frech, frei, unkontrolliert (hat er zu viel Wein gehabt?). Das könnte ihn Freundschaften kosten. Wie dumm. Vergebung!" Kaspar H.E.


Mittwoch 1. Dezember 2010, 20 Uhr
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstr. 34, Grosser Hörsaal, 2.OG
Bau-Kunst - Über das Verhältnis der Architektur zu den Künsten
Vortrag von Prof. Adolf Krischanitz, Wien
Moderation: Olaf Lauströer, Professor für Architektur und übergreifende Raumgestaltung an der HfBK Dresden
Gemeinschaftsveranstaltung der Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste und der Hochschule für Bildende Künste Dresden.


Freitag, 3. Dezember 2010, 20 Uhr
Binationales Gesprächskonzert
Helmut Lachenmann und José M. Sánchez-Verdú
José M. Sánchez-Verdú:
Cuaderno de Friedenau (1998)
Tres Caprichos (2003-05)
Helmut Lachenmann:
Salut für Caudwell (1977)
Ausführende:
Günther Lebbing, Gitarre
Tom Pauwels, Gitarre
Im Anschluss Gespräch mit den Komponisten
Moderation: Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Sekretär der Klasse Musik und Leiter des Instituts für Neue Musik der Musikhochschule Dresden
In Zusammenarbeit mit dem KlangNetz Dresden des Netzwerkes Neue Musik und dem Institut für Neue Musik an der Hochschule für Musik Dresden


Montag, 6. Dezember 2010, 20 Uhr
Leere Landschaften? Perspektiven der Stadtentwicklung und
des Städtebaus in Ostdeutschland und Sachsen
Kulturpolitischer Salon

Begrüßung:
Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Podiumsdiskussion:
Prof. Andreas Wolf, HTWK Leipzig
Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, bis 2009 Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Stefan Rettich, Karo Architekten Leipzig
Ministerialrat Michael Köppl
Referat Städtebau und EU-Förderung, Sächsisches Staatsministerium des Innern
Moderation:
Prof. Angela Mensing de Jong, HTW Dresden

Mit dem Kulturpolitischen Salon wird eine Diskussionsreihe eröffnet, die sich grundlegenden Zukunftsfragen der Kunst und Kultur in Ostdeutschland und im Freistaat Sachsen widmet. Diskutiert werden die Perspektiven bis 2020 der sächsischen Verlags-, Orchester-, Museen-, Kino- und Filmlandschaft.
Eröffnet wird die Reihe mit einer Diskussion zu den neuen Aufgaben der Stadtentwicklung.
Im Anschluss laden wir Sie ein zu einem Umtrunk im Foyer des Blockhauses.
Mit freundlicher Unterstützung der Feldschlösschen AG


Montag, 13. Dezember 2010
KKL - Das Kultur- und Kongresszentrum Luzern
Reihe Kulturbauten als Impulse städtebaulicher Entwicklung

Vortrag mit Dr. Thomas Held, Zürich
Begrüßung:
Prof. Udo Zimmermann, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Prof. Carlo Weber, Sekretär der Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste
Einführung:
Prof. Wilfried Krätzschmar, Stellv. Sekretär der Klasse Musik der Sächsischen Akademie der Künste
Vortrag:
Dr. Thomas Held, Zürich

Die Vortragsreihe über herausragende Kultur- und Konzertbauten im europäischen Kontext fragt nach den Impulsen, die von neuen Kulturbauten für die Stadtentwicklung ausgehen: Welche Rolle spielt der Neubau von Museen, Konzerthäusern und Theaterbauten im Selbstverständnis einer Stadt? Welche Ausstrahlung im nationalen und internationalen Kontext gehen von neuen Kulturbauten aus? Wie können sie das Bild einer Stadt positiv beeinflussen? Welcher Voraussetzungen bedarf es für ihre Realisierung?
Eröffnet wird die Reihe mit einem Vortrag von Dr. Thomas Held, der als Projekt- und Bauleiter die Entstehung des Kultur- und Kongresszentrums Luzern aufs Engste begleitet hat. In seinem Referat wird er über den Bauprozess sprechen und die Umstände analysieren, die zum Erfolg des KKL führten.
In Zusammenarbeit mit dem George-Bähr-Forum der Technischen Universität Dresden und dem Förderverein Konzerthaus-Stiftung.
Dr. Thomas Held
Studium der Soziologie und Germanistik, Lehrtätigkeit in Zürich, Wien, Stanford und Berkeley, 1983 Ringier AG, 1985 Verlagsdirektor, 1992-2000 Projektleiter und Leiter der Bauherrschaft des Kultur- und Kongresszentrums Luzern, 2001 bis Ende 2010 Direktor des Zürcher Wirtschaftsinstituts Avenir Suisse, seit November 2010 Geschäftsführer der Stiftung Schweizer Musikinsel Rheinau.