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Chronik der Tätigkeit 2013


Donnerstag, 17. Januar 2013
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Landschaftsarchitektur. Neue Positionen
Grüne Ethnologie
Vortrag von Boris Sieverts, Büro für Städtereisen, Köln


Boris Sieverts stellt Ergebnisse seiner Auseinandersetzung mit den unerforschten inneren und äußeren Randgebieten von Metropolen und Ballungsräumen vor. Er erkundet seit Jahren Brachflächen und Siedlungen und setzt sich mit Entwicklungen auseinander, die das Image der Stadt beeinflussen, überformen, bis zur Unkenntlichkeit relativieren oder neu gestalten. Seine Visionen und weiterführende Interpretationen der erforschten Umgebungen werden so zu Entwicklungsimpulsen, die in die Raumplanung und den Kulturbetrieb eingespeist werden können.

Boris Sieverts - Geboren 1969, Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf, Arbeit als Schäfer im französischen Zentralmassiv, Mitarbeit in Architekturbüros in Köln und Bonn, seit 1997 „Büro für Städtereisen" und Beschäftigung mit den Fragen von Stadt, Peripherie und Ethnologie

Die Vortragsreihe „Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur“ befasst sich mit den Anstößen, die von der Garten- und Landschaftsarchitektur für die Stadtplanung und Stadtentwicklung ausgehen.

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.



24. Januar bis 27. Januar 2013
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Internationales Richard-Wagner-Symposion in Dresden
„Richard Wagner in Dresden - Wagner und Dresden“, „Wagner-Interpretation heute“

Veranstalter: Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Technischen Universität Dresden in Verbindung mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Sächsischen Staatsoper Dresden, der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und der Sächsischen Akademie der Künste

Gefördert durch Gesellschaft von Freunden und Förderern der Technischen Universität Dresden, Musica Sacra Saxoniae - Stiftung zu Dresden, Philosophische Fakultät der Technischen Universität Dresden



Donnerstag, 24. Januar 2013

Eröffnung:
Prof. Dr. Karl Lenz, Prorektor für Universitätsplanung der Technischen Universität Dresden
Jan Nast, Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle Dresden
Prof. Ekkehard Klemm, Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Vorträge
Dr. h.c. Friedrich Dieckmann, Berlin: Schwanenrätsel/Wagners Schwester in Wagners Werken
Dr. Richard Klein, Horben: Das Weltenfinale, das keines ist. Zeiterfahrung im III. Akt der Götterdämmerung
Prof. Dr. Udo Bermbach, Hamburg: „Nachschöpferische Aneignung der lebendigen Idee“ – Aspekte von Chamberlains Wagner-Rezeption
Prof. Dr. Peter Gülke, Berlin: Wagners Dresdner Jahre als Quellgrund und Wegweiser für alles Folgende

Im Anschluss Gespräch mit Prof. Dr. Laurenz Lütteken, Zürich: Über Neuerkenntnisse in dem von ihm bei Bärenreiter herausgegebenen Wagner-Handbuchs; zusätzlich Präsentation eines Wagner-Büchertischs
Moderation: Prof. Dr. Hans-Günter Ottenberg, Dresden



Freitag, 25. Januar 2013

Wagner und das künstlerisch-geistige Dresden

Moderation: Dr. Ortrun Landmann, Dresden
Prof. Dr. Helmut Loos, Leipzig: Wagner und Mendelssohn? Antipoden künstlerisch und persönlich
Dr. Thomas Synofzik, Zwickau: Wagner, Schumann und ihre Dresdner Musiker
Dr. Heidrun Laudel, Dresden: Im Streben nach dem Gesamtkunstwerk. Wagner und Semper

Wagner und die Königlich musikalische Kapelle

Moderation: Prof. Dr. Helmut Loos, Leipzig
Dr. Ortrun Landmann, Dresden: Richard Wagner, die Kgl. musikalische Kapelle, W. A. A. von Lüttichau und C. G. Reissiger. Eine Gegendarstellung.
KV Prof. Peter Damm, Dresden: Der Einsatz des Ventilhorns bei Wagner bis zum Lohengrin

Wagners Dresdner musikalisches Schaffen

Prof. Dr. Sieghart Döhring, Thurnau: Wagners Dresdner Opern und die Grand opéra
PD Dr. Wolfgang Fuhrmann, Wien: Vom Werden der Wagnerschen Erinnerungs- und Leitmotivtechnik in Dresden
Dr. Wolfgang Mende, Dresden: Wagners Instrumentation bis zum „Lohengrin“. Zur Ausdifferenzierung eines semantischen Systems
Dr. Katrin Bemmann, Dr. Karl-Wilhelm Geck, M.A. Sylvie Reinelt: Die Digitalisierung des Dresdner Opernarchivs mit besonderer Berücksichtigung der Wagner-Quellen (Demonstration)



Sonnabend, 26. Januar 2013

Wagner als Kapellmeister und Dirigent in Dresden

Moderation: Prof. Dr. Sieghart Döhring, Thurnau
Dipl. phil. Eberhard Steindorf, Zwickau: Wagners Dresdner Konzerttätigkeit
M.A. Ulrike Thiele, Zürich: Wagners Dresdner Opern-Dirigate

Wagners Dresdner Texte und Entwürfe

Prof. Dr. Lothar Schmidt, Marburg: Wagners Dresdner Schriften
Prof. Dr. Werner Breig, Erlangen: Der erste Prosaentwurf der „Meistersinger“ im Kontext von Wagners Dresdner Opernschaffen

Wagners Nachwirkung in Dresden - Dresdens Nachwirkung bei Wagner

M.A. Björn Dornbusch, Bayreuth: Rollen für eine Sängerin – Wilhelmine Schröder-Devrient und Richard Wagner an der Dresdner Oper
Prof. Dr. Eckhard Roch, Würzburg: Dresdner Reminiszenzen: Wagners Dresdner Zeit aus der Perspektive der Cosima-Tagebücher

Richard Wagner-Interpretation heute 1

Gesamtleitung: Prof. Dr. Michael Heinemann, Dresden
KV Prof. Dr. Eckart Haupt, Dresden: Lohengrins Vorspiel - Zur Tradition der Wunderharfe

Roundtable mit Peter Uehling, Berlin; Steffen Lieberwirth, Leipzig; Moderation: Dr. Anke Steinbeck, Bonn

Prof. Dr. Walter Schmitz, Dresden: Parsifal im Tal der Ahnungslosen - Zur Bildung des Publikums

Roundtable mit Gerhard Koch, Frankfurt/Main; Dr. Stefan Heinemann, Dresden; Sophie Becker, Semperoper Dresden; Moderation: Michael Ernst, Berlin

Auftaktkonzert des Orchesters der Hochschule für Musik Dresden zur Wagner-Ehrung, Leitung: Ekkehard Klemm – Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Konzertsaal



Sonntag, 27.Januar 2013

Richard Wagner-Interpretation heute 2

Dr. Hella Bartnig, Düsseldorf: Wagner auf der Bühne. Zur Widerständigkeit der Aneignung

Roundtable mit Dr. Johanna Dombois, Köln; KS Evelyn Herlitzius, Dresden; Aline Fiedler, MdL, Dresden;
Moderation: Boris Kehrmann, Berlin



Dienstag, 29. Januar 2013, 19 Uhr
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Zur Person – Alfred Brendel
Moderation: Prof. Dr. Peter Gülke

Alfred Brendel, berühmt für seine meisterhaften Interpretationen der Klavierwerke von Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms und Liszt, Essayist und Poet, spricht mit Peter Gülke über die Musik Franz Schuberts.

Alfred Brendel - Geboren 1931 in Wiesenberg, Nordmähren, aufgewachsen in Jugoslawien und Österreich, 1946/47 Studium am Landeskonservatorium Graz, danach Selbststudium, mit 17 Jahren erstes öffentliches Konzert, gleichzeitig erste Kunstausstellung, 1949 Gewinner des Internationalen Klavierwettbewerbs Ferruccio Busoni, es folgen Europatourneen und die Teilnahme an diversen Meisterkursen u.a. bei Edwin Fischer, Alfred Cortot und Wilhelm Kempff, 1950er Jahre erste Tonaufnahmen, 1960er Jahre Gesamtaufnahmen von Beethovens Klavierwerk, 1970 Umzug nach London, 1970er Jahre Aufnahme aller Beethoven-Sonaten für Philips, bis 1990 auf Welttournee mit Beethoven-Repertoire, 1999 Aufnahme aller fünf Klavierkonzerte Beethovens in Zusammenarbeit mit Sir Simon Rattle und den Wiener Philharmonikern, 2008 Abschiedstournee, zahlreiche Live- und Studioaufnahmen mit Werken u. a. von Bach, Mozart, Haydn, Weber, Schubert, Schumann, Liszt, Brahms, Mussorgsky und Schoenberg, Ehrendoktorwürden der Universitäten Köln, London, Oxford, Sussex, Warwick, Weimar und Yale, 2004 Siemens-Musikpreis für sein musikalisch interpretatorischen Lebenswerk, 2008 Herbert-von-Karajan Musikpreis, 2009 „Praemium Imperiale“, zahlreiche Veröffentlichungen von Musik- und Interpretationsanalysen sowie Gedichtbänden.



Donnerstag, 7. Februar 2013, 19 Uhr
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Landschaftsarchitektur. Neue Positionen
Gartenkunst und Gartendenkmalpflege
Vortrag von Prof. Dr. Michael Rohde


Das Aufgabenspektrum historischer Gärten wie auch ihr Interpretationsspielraum in unserer heutigen Gesellschaft ist groß. Gärten prägen die Identifikation und das Image von Stadt und Land, was – auch durch Vermittlungsstrategien – großen Einfluss auf kulturtouristische Potentiale und Wirtschaftsfaktoren haben kann. Historische Gärten und Kulturlandschaften werden als Kulturdenkmale aus vielen Gründen im öffentlichen Interesse geschützt und in ihrer Vielfalt von Zeitschichten fachspezifisch gepflegt. Auch der Klimawandel stellt neue Herausforderungen.

Prof. Dr. Michael Rohde - Geboren 1959 in Leer (Ostfriesland), Studium der Gartenarchitektur an der Universität Hannover, Stipendiat an der Technischen Universität Dresden und in den Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten in Weimar, 1998 Dissertation, 1994-2004 Arbeit am Institut für Grünplanung und Gartenarchitektur an der Universität Hannover, seit 2004 Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten

Die Vortragsreihe „Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur“ befasst sich mit den Anstößen, die von der Garten- und Landschaftsarchitektur für die Stadtplanung und Stadtentwicklung ausgehen.
In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.



Donnerstag, 14. März 2013
Treffpunkt: Synagoge, Hasenberg 1, 01067 Dresden

Landschaftsarchitektur. Neue Positionen
Exkursion mit Martin Rein-Cano, Landschaftsarchitekturbüro TOPOTEK 1, Berlin


Die Exkursion beginnt an der Synagoge/Carola-Brücke und führt am Terrassenufer entlang durch die Wohnsiedlungen der Pirnaischen Vorstadt und der Johannstadt bis zum Thomas-Müntzer-Platz.
Die Pirnaische Vorstadt und die Dresdner Johannstadt wurden im 2. Weltkrieg zu 90 Prozent zerstört. Ab 1951 wurde das Gebiet der Pirnaischen Vorstadt als Wohngebiet in offener Zeilenbauweise neu bebaut. Zwischen 1969 und 1975 folgte die Wiederbebauung der Johannstadt mit Geschosswohnungsbau in Plattenbauweise. Die in dieser Zeit entstandenen 10 bis 17-geschossigen Wohnkomplexe „Johannstadt-Nord“ (am Käthe-Kollwitz-Ufer) und „Johannstadt-Süd“ (an der Hans Grundig Straße) dominieren das Stadtbild vor allem im Uferbereich der Elbe.
Die gemeinschaftlich genutzten Wohnhöfe dieser Gebäudekomplexe haben durch die bauliche Dominanz der Gebäude und die fehlende Strukturierung der Freiräume eine geringe Aufenthaltsqualität. Trotz dieser für die Großsiedlungen der 70er Jahre typischen Freiraumdefizite, finden sich in den Höfen jedoch kleine grüne Nischen, versteckte Orte der Ruhe, Wildnis und Kultur.

Ungenutzte Zwischenräume werden durch Anwohner und Vereine wie z.B. den Gemeinschaftsgarten „Ufer-Projekt e.V." angeeignet und wiederbelebt.
In dem Kulturzentrum „JohannStadthalle e.V.“ finden zahlreiche Veranstaltungen wie Ausstellungen, Theater, Kleinkino, Lesungen und Workshops statt. Die derzeitige Ausstellung „WohnKultur“ thematisiert die Geschichte des Wohnungsbaus am Beispiel der Johannstadt von 1945 bis heute und fragt nach Visionen für die Zukunft. (Besuch der JohannStadthalle e.V. und Führung durch die Ausstellung, Herr Steinhäuser)
Das Plattenbaumuseum „Betonzeitschiene“ war ein stadtbaugeschichtliches Freilichtmuseum am Standort des ehemaligen VEB Kommunales Plattenwerk. Die Ausstellung thematisierte bis 2007 die Industrialisierung des Bauwesens und die Bedeutung der Großtafelbauweise im Wohnungsbau. Die Ausstellungsinstallationen wurden 2007 abgebaut und zwischengelagert. Einige festinstallierte Exponate, wie das ehemalige Pförtnerhäuschen, die Schienen der Werksbahn und ein begrüntes Kiessilo sind noch auf dem Gelände zu besichtigen.

Die halbkreisförmige, gründerzeitliche Bebauung am „Thomas-Müntzer-Platz“ wurde 1896 als Brückenkopf für eine neue Elbbrücke geplant und zählt zu den wenigen vom Krieg verschonten Gebäudestrukturen der Johannstadt. Nach 1990 gab es erneut Pläne für eine Elbbrücke an dieser Stelle, welche jedoch später zugunsten der Waldschlösschenbrücke aufgegeben wurden.



Donnerstag, 14. März 2013
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Landschaftsarchitektur. Neue Positionen
Kunstlandschaft - Landschaftskunst
Vortrag von Martin Rein-Cano, Landschaftsarchitekturbüro TOPOTEK 1, Berlin


Martin Rein-Cano stellt Projekte im Spannungsfeld urbaner Freiräume und der Bearbeitung städtebaulicher Themen vor.

Martin Rein-Cano - Geboren 1967 in Buenos Aires, Studium der Kunstgeschichte in Frankfurt und Landschaftsarchitektur in Hannover, 1996 Gründung des Landschaftsarchitekturbüros Topotek, verschiedene städtische Freiraumprojekte; u.a. die Landesgartenschau Eberswalde, Schlosspark der Landesgartenschau Wolfsburg, Gastprofessur an der Universität Kassel

Die Vortragsreihe „Landschaftsarchitektur - Räume, Wildnis und Orte in der Stadt. Die Fortschreibung der Stadtarchitektur mit Landschaftsarchitektur“ befasst sich mit den Anstößen, die von der Garten- und Landschaftsarchitektur für die Stadtplanung und Stadtentwicklung ausgehen.
In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und unter Mitwirkung des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.



Sonntag, 17. März 2013
Sächsische Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

Zur Person - Hartmut Haenchen
Moderation: Prof. Dr. Peter Gülke

Anlässlich des 70. Geburtstages Hartmut Haenchens und einer Ausstellung in der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek diskutiert Prof. Dr. Peter Gülke mit Prof. Hartmut Haenchen über Fragen der musikalischen Interpretation und Erfahrung seiner 50-jährigen Wirksamkeit als Dirigent.

Prof. Hartmut Haenchen - Geboren 1943 in Dresden, 1953-58 musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor, 1960-66 Studium Dirigieren und Gesang an der Hochschule für Musik Dresden, lebt in Amsterdam, Dresden, Madrid und Paris. Festveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Staats- und Universitätsbibliothek.



Donnerstag, 21. März 2013
Literaturcafé Haus des Buches Leipzig, Gerichtweg 38

Bücher, Mythen und Verlage
Volker Braun: "Verheerende Folgen mangelnden Anscheins innerbetrieblicher Demokratie"

Moderation: Michael Hametner (MDR Figaro, Literaturredakteur)

Über den 1989 im Leipziger Reclam Verlag erschienen Schriftenband Volker Brauns diskutiert Volker Braun mit dem damaligen Reclam-Verlagsleiter Prof. Dr. Roland Opitz, dem Schriftsteller Dr. hc Friedrich Dieckmann und dem Lektor Klaus Pankow.

Volker Braun - Geboren 1939 in Dresden, 1957 Abitur, Druckereiarbeiter und Ausbildung als Maschinist für Tagebaugroßgeräte im Tagebau Burghammer, 1960-64 Studium der Philosophie in Leipzig, 1965-66 Dramaturg am Berliner Ensemble, 1972-77 Mitarbeiter am Deutschen Theater Berlin, seit 1977 freier Schriftsteller, lebt in Berlin.
Eine ausführliche Biografie finden Sie hier.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Buchwissenschaften der Universität Leipzig und dem Haus des Buches Leipzig.



4. bis 6. April 2013

Autonomie und Lenkung. Die Künste im doppelten Deutschland

Wann wird Kunst politisch? Welchen Einfluss haben verschiedene politische Systeme auf die Entwicklung der Kunst? Wie verhalten sich Künstler, wenn es um die Frage nach Freiheit oder Anpassung geht – sei es an politische oder an wirtschaftliche Zwänge? Das interdisziplinäre Symposium „Autonomie und Lenkung. Die Künste im doppelten Deutschland“, das von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig veranstaltet wird, lenkt den Blick bewusst auf die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Künste in beiden Hälften Deutschlands.

Finden sich im doppelten Deutschland (1949–1990) neben zahlreichen Unterschieden auch ebenso markante Gemeinsamkeiten, was die Entwicklung von Kunst und Kultur anbelangt?
Erstmals wird der Versuch unternommen, die Situation aller Künste (Literatur, Bildende Künste, Musik, Theater und Film) in einem ganz­heitlichen Zugriff kritisch zu hinterfragen. Künstler, Wissenschaftler, Zeithistoriker und Zeitzeugen werden in Einführungsreferaten und Round­table-Diskussionen diese – nach wie vor – aktuellen und brisanten Themen in einem breit gefächerten Dialog erörtern.

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig.



Donnerstag, 4.4.2013
Altes Rathaus zu Leipzig

Öffentlicher Festvortrag
Wolfgang Thierse (Berlin)



Freitag, 5. April 2013
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Str. 6, 04109 Leipzig


1. Zensur und Selbstzensur
Referate:
Günther Heydemann (Dresden)
York-Gothart Mix (Marburg)

Podium:
Peter Gülke (Berlin)
Martin Walser (Überlingen-Nußdorf)
Lars Klingberg (Halle)
Laura Bradley (Edinburgh)
Helmut Loos (Leipzig)


2. Staatskunst und Systemkritik (Loyalität und Verrat)
Referate:
Wolfgang Emmerich (Bremen)
Nina Noeske (Salzburg)

Podium:
Michael Dreyer (Jena)
Frank Schneider (Berlin)
Sigrid Hofer (Marburg)
Annika Michalski (Leipzig)
Franziska Schößler (Trier)
Michael Berg (Weimar)
Ulrich Backofen (Wiesbaden)



Sonnabend, 6. April 2013
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

3. Zeitkritik und Utopie
Referate:
Pirmin Stekeler-Weithofer (Leipzig): Bewältigung der Vergangenheit im Horizont utopischer Ideale. Zur gesellschaftlichen Funktion von Kunst
Wolfgang Holler (Weimar)

Podium:
Dieter Burdorf (Leipzig)
Wilfried Krätzschmar (Dresden)
Durs Grünbein (Berlin)
Matthias Tischer (Neubrandenburg)
Frank Zöllner (Leipzig)
Karl-Siegbert Rehberg (Dresden)

4. Medien und Manipulation
Referate:
Siegfried Lokatis (Leipzig)
Stephan Buchloh (Ludwigsburg): Politik und Film in der Adenauerzeit. Staatlicher Einfluss und politische Kontrolle im Film


Podium:
Carsten Dufner (Leipzig)
Klaus Michael (Dresden)
Christa Grimm (Leipzig)
Rainer Eckert (Leipzig)
Detlef Altenburg (Weimar)



Montag, 8. April 2013
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Europa am Ende - Am Ende Europa?
Europäische Begegnungen


Im Gespräch: László Márton und Ilma Rakusa
Moderation: László Földényi

Über die ungarische und die deutsche Literatur, über europäische Gemeinsamkeiten und die wieder erstarkenden Nationalismen in vielen Ländern diskutieren Ilma Rakusa, Lázló Földényi und László Márton.

László Márton - Geboren 1959 in Budapest, Mitglied der Szépírók Társasága, schreibt auch in deutscher Sprache, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Budapest.

Ilma Rakusa - Geboren 1946 in Rimavská Sobota, ist Schriftstellerin, Publizistin und Lehrbeauftragte an der Universität Zürich, übersetzt aus dem Russischen, dem Serbokroatischen, aus dem Ungarischen und dem Französischen, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, lebt in Zürich.

László Földényi - Geboren 1952 in Debrecen, lehrt am Institut für Vergleichende Literaturwissenschaften an der Loránd-Eötvös-Universität in Budapest, Essayist, Kunsttheoretiker und Literaturkritiker, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Mitglied der Szépírók Társasága, lebt in Budapest.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.



24. - 25. April 2013
Universität und Stadtbibliothek Hradec Králové

Passagen - Literatur im Übergang
Literatur und literarisches Leben in Tschechien und Deutschland nach 2000


Über die Veränderungen im Literaturbetrieb und ihre Auswirkungen für die Literaturszenen in beiden Ländern diskutieren tschechische Autoren mit Autoren der Sächsischen Akademie der Künste und Gästen.

Vorträge und Diskussion zum Wandel in der jüngsten tschechischen und deutschen Literatur u.a. mit Eva Černo¨ová, Michael Hametner, Martin Hielscher, Bernd Leistner, Jaromir Typelt und Petr Borkovenc.

Veranstalter: Universität Hradec Králové, Pädagogische Fakultät, Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur und Lehrstuhl für tschechische Sprache und Literatur
Sächsische Akademie der Künste
Mit Unterstützung des Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds
Partner: Stadtbibliothek der Stadt Hradec Kálové, Mitteleuropazentrum der Technischen Universität Dresden
Goethe-Zentrum Pardubice, Pavel Mervat Verlag


Mittwoch, 24. April 2013
Stadtbibliothek (Wonkova ulice)

Passagen 1
Tschechisch-deutsche Autorenlesung


Begrüßung:
Mgr. Václav Ví¨ka, Ph.D., statuarischer Vertreter des Dekans, Prodekan der pädagogischen Fakultät
Mgr. Barbora Či¸inská, Direktorin der Stadtbibliothek der Stadt Hradec Králové

Tandem-Lesung mit tschechischen und deutschen Autoren
u. a. Eva Černo¨ová, Jaromír Typlt, Dr. Krejzyber/Jiří Studený, Steffen Popp, Ron Winkler, Ingo Schulze, Katharina Bendixen
Moderation: Prof. Vladimír Křivánek und Michael Hametner, Literaturredakteur MDR FIGARO


Donnerstag, 25. April 2013
Universität Hradec Králové, Pädagogische Fakultät

Begrüßung
Doc. PhDr. Pavel Vacek, Ph.D., Dekan der Pädagogischen Fakultät
Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Dr. Josefine Wallat, Leiterin des Kulturreferats, Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag

Tschechischsprachige Literatur im Übergang
Themen, Schulen, Trends. Aktuelle Entwicklungen nach 2000

Impulsvorträge und Podiumsdiskussion
Podium: Doz. Alena Zachová (Universität Hradec Králové), Doz. Vladimír Novotný (Universität Pardubice), Dr. Marcin Lukasz Filipowitz (Universität Warschau und Universität Hradec Králové), Doz. Jiřina ¦mejkalová (z.Z. Universität Lincoln), Dr. Nella Mlsova (Universität Hradec Králové).
Moderation: Prof. Vladimír Křivánek

Deutschsprachige Literatur im Übergang
Themen, Schulen, Trends. Aktuelle Entwicklungen nach 2000

Impulsvorträge und Podiumsdiskussion
u. a. Martin Hielscher, Josef Haslinger, Bernd Leistner, Walter Schmitz, Ingo Schulze
Moderation: Michael Hametner, Literaturredakteur MDR FIGARO

Tschechisch-deutsche Workshops
mit Autoren, Kritikern, Verlegern und Übersetzern
für Autoren, Mitarbeiter und Studenten der Universität

1. Das Entdecken des Poetologischen beim Übersetzen: Elke Erb, Peter Gosse und Petr Borkovec und Věra Koubová
2. Literatur als Chronik des Alltags in der Region: Ingo Schulze, Steffen Popp und Jaromír Typlt
3. Frauen als Helden der zeitgenössischen Literatur/Strategien weiblichen Schreibens:Katharina Bendixen und Bára Nesvadbová
4. Fremde Lasten. Vom Umgang mit Geschichte und Geschichten: Jörg Bernig und Kateřina Tučková
5. Mandalas im kreativen Schreiben. Autorenworkshop der Poesie: Jiří Studený
6. Literarisches Atelier: Eva Černo¨ová


Stadtbibliothek Hradec Králové

Begrüßung:
Doc. PhDr. Pavel Vacek, Ph.D., Dekan der Pädagogischen Fakultät
Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Tandem-Lesung
u. a. Petr Borkovec, Bára Nesvadbová, Kateřina Tučková, Jörg Bernig, Volker Braun, Elke Erb, Peter Gosse, Richard Pietraß, Josef Haslinger
Moderation: Doz. Alena Zachová und Michael Hametner
Tschechisch-deutsche Lesung mit Simultanübersetzung

Mit freundlicher Unterstützung des Dekans der Pädagogischen Fakultät der Universität Hradec Králové



Montag, 13. Mai 2013
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Richard Wagner als Provokation
Podiumsdiskussion

Wagner polarisiert – ob als Revolutionär oder in der genialutopischen Anmaßung des „Gesamtkunstwerks“. Inspiriert er auch? Welche Möglichkeiten sehen Komponisten der Gegenwart, auf ihn Bezug zu nehmen? Mitglieder der Akademie, die sich als Publizisten, Dirigenten, Musikwissenschaftler und Komponisten mit Wagner auseinandergesetzt haben, gehen in Lesung und Gespräch den Impulsen nach, die von Wagner bis
in das Jubiläumsjahr 2013 führen.

Mit Dr. h.c. Friedrich Dieckmann, Prof. Dr. Peter Gülke, Prof. Jörg Herchet, Prof. Dr. Frank Schneider und Prof. Manos Tsangaris
Moderation: Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel



Mittwoch, 15. Mai 2013
Literaturcafé Haus des Buches Leipzig, Gerichtweg 38

Von der List der Vernunft
Peter Gülke und Frank Schneider in der Reihe „Bücher, Mythen und Verlage“ in Gespräch und Lesung


Mit seinen Biografien- und Dokumentenbänden avancierte der Leipziger Reclam-Verlag in beiden Teilen Deutschlands auch zu einem wichtigen Impulsgeber für Musik und Musikwissenschaft. Aufsehen erregten z.B. Editionen über Carl Philipp Emanuel Bach und Schostakowitsch, Lutosławski, George Bernard Shaw, zur Neuen Musik, aber auch zu Rock und Jazz.

Die Musikwissenschaftler und Reclam-Autoren Peter Gülke und Frank Schneider bearbeiteten in ihren in den 1970/80er Jahren erschienenen Büchern Themen von kulturgeschichtlicher und kulturpolitischer Brisanz. Während Peter Gülke – neben Aufsätzen seines Lehrers Heinrich Besseler (1900-1969) – viel beachtete Fundstücke zur Musikgeschichte wie André-Ernest-Modeste Grétrys „Memoiren oder Essays über die Musik“ und Jean Jacques Rousseaus Aufsätze über „Musik und Sprache“ 1989 herausbrachte und damit eine andere, gegen die Leitlinien der DDR-Kulturpolitik gerichtete Musikgeschichte schrieb, konzentrierte sich Frank Schneider auf die Neue Musik. Mit den Notaten „Momentaufnahme“ (1979) und „Politische Porträts großer Komponisten“ (1988) half Schneider, die Neue Musik in Ostdeutschland durchzusetzen und zeigte, dass zeitgenössische Komponisten der DDR den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchten, da sie Teil der europäischen Avantgarde und Moderne waren.

Das Gespräch über die Musikbücher des Leipziger Reclam-Verlags zwischen Peter Gülke und Frank Schneider beleuchtet nicht nur die "Geschichten hinter den Büchern", Zensur und Intrigen, sondern auch die „List der Vernunft“ bei der Herausbildung kritischen Denkens – mit einem Programm der klassischen und der zeitgenössischen Musik-Literatur.

Die Veranstaltung findet in der Reihe „Bücher, Mythen und Verlage“ der Sächsischen Akademie der Künste und der Abteilung Buchwissenschaft der Universität Leipzig, in Zusammenarbeit mit dem Haus des Buches Leipzig, statt. Sie ist Teil des vom Freistaat geförderten Projekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ und dient der wissenschaftlichen und historischen Aufarbeitung eines der wichtigsten ostdeutschen Verlage.



Sonnabend, 25. Mai 2013, 19.00 Uhr
Neptunbrunnen auf dem Gelände des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt

Brunnen-Soiree
Künstlerisches Programm zur Einweihung des Neptunbrunnens


Aus Anlass der Einweihung des Neptunbrunnens, für dessen Rettung die Akademie einen wichtigen Anstoß gab, werden Kompositionen und Texte aus der Entstehungszeit des Brunnens, der Zeit Napoleons und Richard Wagners und aus der Gegenwart zur Aufführung gebracht. Es erklingen Werke von Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel, Carl Maria von Weber und Richard Wagner. Die Autoren der Texte sind Johann Wolfgang von Goethe, Hermann von Lingg, Theodor Fontane, Karl Kraus, Rainer Maria Rilke und Eugen Roth. Die Künstler zitieren außerdem aus den Lebenserinnerungen von Richard Wagner und Fürst Metternich über ein Gespräch mit Kaiser Napoleon vom 26. Juni 1813.

Der von Hofbildhauer Lorenzo Mattielli 1745/46 fertig gestellte Neptunbrunnen entstammt jener künstlerischen Blütezeit, der Dresden seine barocken Kirchenbauten verdankt. Die vierzig Meter breite, zwischen zwei Flussgöttern zu der Gestalt des Meergottes aufstrebende Anlage wurde für den Sommersitz des Grafen Brühl geschaffen, dem heutigen Gelände des Städtischen Klinikums Dresden-Friedrichstadt. Das seit 2009 umfassend restaurierte Kunstwerk steht dem berühmten römischen Wandbrunnen Fontana di Trevi im künstlerischen Anspruch nicht nach und ist eine der bedeutendsten Brunnenanlagen des 18. Jahrhunderts in Europa.

Begrüßung:
Jürgen Richter, VD Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt und -Neustadt
Prof. Dr. Falk Stösslein,Verein der Freunde des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Lesung:
Thomas Stecher, Schauspieler
Thomas Förster, Schauspieler

Musik:
Chursächsische Capelle Leipzig

Regie:
Annette Jahns und Sabine Hunger

In Kooperation mit dem Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt



Sonntag, 26. Mai 2013
Akademie der Künste Berlin, Hanseatenweg 10

Neuordnung der Berliner Museumslandschaft
Kulturvermittlung im Zeitalter der Globalisierung und des Wettbewerbs um Aufmerksamkeit


Als Finissage der vielbeachteten Ausstellung „Kultur:Stadt“ lädt die Berliner Akademie der Künste Vertreter der Bauabteilungen und Bauklassen der deutschen Akademien der Künste Berlin, Dresden, Hamburg und München zu einem Architektur- und Städtebausymposium nach Berlin ein. Mit Blick auf die Neuordnung der Berliner Museumslandschaft wird sich das Symposium mit den Herausforderungen befassen, vor denen Kulturvermittlung heute im Zeitalter der Globalisierung und im ,Wettbewerb um Aufmerksamkeit‘ steht. Wie beeinflussen kulturelle Interventionen die Stadtgesellschaft? Wie können kulturelle Großprojekte wie in Bilbao, Graz, Linz oder Berlin die Städte stärken, neu definieren oder vor dem Zerfall bewahren? Beleben sie Kultur und Wirtschaft oder fallen sie den öffentlichen Haushalten zur Last? Gibt
es Alternativen zum „Bilbao-Effekt“? Wie verändern kulturelle Aktivitäten die Stadt und wie verändern sie die Architektur? Wie verändert Architektur den Menschen und seine Auffassung von Kultur?

Begrüßung:
Michael Bräuer, Direktor der Sektion Baukunst der Akademie der Künste Berlin

Statements zum Thema Sammlungen
Sammlungsutopien: Wulf Herzogenrath, Berlin
Die Festung "Kulturforum" öffnen - Neue Wege zur Kunst: Hans Dickel, Erlangen-Nürnberg/Berlin
Also was tun? Pia Müller-Tamm, Karlsruhe/Berlin
Planungen: Bernd Lindemann, Berlin
Diskussion mit Hans Dickel, Pia Müller-Tamm, Bernd Lindemann und Wolfgang Holler
Moderation: Wulf Herzogenrath

Statements zum Thema Räume
Kulturmetropolen: Wilfried Wang, Berlin
Museen: Volkwin Marg, Gerkan, Marg & Partner
Kulturbauten: Hubert Hermann, Hermann & Valentiny Wien
Gemäldegalerie und ihre Zukunft: Christoph Sattler, BAdSK, München
Matthias Sauerbruch, AdK, Berlin
Diskussion mit Volkwin Marg, Hubert Hermann, Christoph Sattler und Matthias Sauerbruch
Moderation: Wilfried Wang

Abschlussdiskussion mit den Referenten
Moderation: Wulf Herzogenrath und Wilfried Wang



Mittwoch, 29. Mai 2013
Lichthof des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen Dresden, Carolaplatz 1

Eröffnung der Ausstellung Pinselstrich vs. Megapixel
Medien-/Kunst aus Warschau

Arbeiten von Künstlern der Akademie der Künste und der Polnisch-Japanischen Hochschule für Computertechniken in Warschau

Einleitung:
Wojciech Więckowski
Leiter der Filiale Leipzig, stv. Direktor des Polnischen Instituts Berlin
Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Grußworte:
Dr. Henry Hasenpflug, Staatssekretär, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Horst Wehner, Vizepräsident des Sächsischen Landtags
Magdalena Erdmann, Botschaftsrätin, Leiterin der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Botschaft der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland

Ansprachen:
Prof. Paweł Nowak
Prorektor der Akademie der Schönen Künste Warschau
Dr. habil. Jerzy Paweł Nowacki
Rektor der Polnisch-Japanischen Hochschule für Computertechniken Warschau
Matthias Flügge
Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Prof. Marian Nowiński
Professor der Akademie der Schönen Künste Warschau und Dekan der Abteilung Neue Medien der Polnisch-Japanischen Hochschule für Computertechniken Warschau

Polen ist seit langem für seine innovative und vielseitige Kunstszene bekannt. Sie vermochte es über Jahrhunderte hinweg, eigenständige Ausdrucksformen zu finden und gleichzeitig rege mit künstlerischen Strömungen auf der ganzen Welt zu interagieren. Polnische Künstler erzielen heute Spitzenpreise im Ausland und haben Einzelausstellungen rund um den Globus. Ein wichtiger Bestandteil der polnischen Kulturlandschaft sind die Kunsthochschulen. Hier geben versierte Künstler ihr Wissen und Können an die nächsten Generationen weiter, hier werden erste Schritte in die Welt der Galerien und Museen geprobt, hier werden neue Formen und Techniken ausprobiert.
Künstler zweier dieser Hochschulen – eine etablierte staatliche und eine junge private – stellen nun erstmals in Dresden aus, was aktuell in Warschauer Ateliers entsteht. Dabei lassen sie sich nicht auf eine bestimmte Ästhetik oder Ausdrucksform reduzieren, sondern zeigen vielmehr die Vielfalt aktueller künstlerischer Positionen. Diese ist auch bedingt durch die Vielzahl künstlerischer Mittel: Längst werden nicht nur klassische Medien wie Malerei, Grafik und Skulptur und Medien des 20. Jahrhunderts wie Fotografie und Installation bedient. Der Computer ist Bestandteil der Kunstszene und damit auch der künstlerischen Ausbildung geworden und schafft neue Formen des künstlerischen Ausdrucks – als Bild, Animation oder multimediale Installation.

Ausstellende der Akademie der Schönen Künste Warschau:
Prof. Roman Pietrzak – Skulptur
Prof. Jacek Staszewski – Malerei
Prof. Błażej Ostoja Lniski – Grafik
Prof. Stanisław Wieczorek – Digitalgrafik
Dr. habil. Prot Jarnuszkiewicz – Fotografie
Dr. habil. Artur Krajewski – Malerei

Ausstellende der Polnisch-Japanischen Hochschule für Computertechniken Warschau:
Prof. Daniel Szczechura – Animationsfilm
Dr. habil. Andrzej Kalina – Grafik
Dr. habil. Anna Klimczak – Multimedia
Dr. Tomasz Myjak – Fotografie
Dr. Boris Schwencke – Skulptur
Dr. habil. Ewa Satalecka – Typografie
Dr. Jacek Rokosz – Animationsfilm
Dr. Piotr Nowiński – Malerei
Piotr Sieciński – Malerei
Krzysztof Kalinowski – 3D-Fraktale

Kurator: Prof. Marian Nowiński, Professor der Akademie der Schönen Künste Warschau und Dekan der Abteilung Neue Medien der Hochschule für Computertechniken Warschau



Donnerstag, 30. Mai 2013
Blockhaus, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden

Eröffnung der Plakatausstellung
Marian Nowiński


Zeitgleich wird eine Ausstellung mit Plakatkunst des Kurators Marian Nowiński im Blockhaus der Sächsischen Akademie der Künste zu sehen sein:
Ausstellungsdauer: 29.05.–25.06.2013, werktags 9.00 bis 17.00 Uhr, Sächsische Akademie der Künste, Neustädter Markt 19, 01097 Dresden, Foyer, www.sadk.de
Plakate von Marian Nowinski

In Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin, Filiale Leipzig, der Kunstakademie Warschau, der Polnisch-Japanischen Hochschule für Computertechniken in Warschau und der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
Schirmherrschaft: Landtagspräsident des Freistaates Sachsen und Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Jerzy Margański.



Achtung

Die im Blockhaus zu sehende Ausstellung mit Plakaten von Marian Nowiński ist wegen Überflutung des Blockhauses, Sitz der Sächsischen Akademie der Künste, nicht mehr zugänglich.

Wegen der Hochwassersituation in Sachsen und Sachsen-Anhalt müssen die Mitgliederversammlung der Sächsischen Akademie der Künste und alle hiermit für den Zeitraum 14. bis 16. Juni 2013 verbundenen Veranstaltungen abgesagt werden. Neuer Termin der Mitgliederversammlung in Lutherstadt Wittenberg 25. bis 27. Oktober 2013



Dienstag, 25. Juni 2013
Bürgerhaus Goldener Stern, Markt 11, Borna

Ressource Kultur – Zur Situation des Kulturraums Leipziger Raum
Kulturpolitische Werkstatt


In naher Zukunft wird die gesetzlich vorgesehene Evaluierung des Kulturraumgesetzes anstehen. Es ist davon auszugehen, dass damit eine Reihe von Fragen zu erörtern sind, die Grundlage für eine pragmatische Weiterentwicklung des Kulturraumgesetzes sein sollten. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Sächsische Kultursenat und die Sächsische Akademie der Künste möchten daher mit Ihnen in einen Gedankenaustausch eintreten, um auf die zukünftige politische Diskussion vorbereitet zu sein. Von entscheidender Bedeutung scheinen uns Antworten auf folgende Fragen zu sein:
- Welche Position soll die Kultur im Gesamtgeflecht staatlicher Aufgaben einnehmen?
- Welche Antworten kann die Kultur auf die demografische Entwicklung geben?
- Wie stellt sich die Bedeutung der Kultur vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung für den ländlichen Raum dar?
- Im neuen Entwurf des Innenministeriums für einen Landesentwicklungsplan bis 2025 wird die Kultur als Teil der Daseinsvorsorge definiert. Werden die Kategorien des Landesentwicklungsplans die kulturellen Strukturen in den Kulturräumen verändern oder beeinflussen?

Begrüßung und Einführung
Dr. Gerhard Gey, Landrat Landkreis Leipzig
Dr. Jürgen Ohlau, Präsident des Sächsischen Kultursenats

Statements
Prof. Rainer Arnold: Pro und Kontra zu 19 Jahren Kulturraumgesetz
Peter Krümmel: Zur Situation im Kulturraum Leipziger Raum
Walter Christian Steinbach: Der demographische Faktor und die Kulturraumförderung
Im Anschluss Diskussion
Moderation: Dr. Jürgen Ohlau, Präsident des Sächsischen Kultursenats

Kulturpolitische Werkstatt in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, des Sächsischen Kultursenats und dem Kulturraum Leipziger Raum.



Montag, 1. Juli 2013
Alter Gasometer, Kleine Biergasse 3, 08056 Zwickau

Ressource Kultur – Zur Situation des Kulturraums Vogtland-Zwickau
Kulturpolitische Werkstatt


Begrüßung
Dr. Christoph Scheurer, Landrat des Landkreises Zwickau und Vorsitzender des Kulturkonvents des Kulturraumes Vogtland-Zwickau
Dr. Jürgen Ohlau, Präsident des Sächsischen Kultursenats

Einführung:
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Statements
durch Vertreter des Kulturraums Vogtland-Zwickau
Im Anschluss Diskussion
Moderation: Prof. Wilfried Krätzschmar, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste

Kulturpolitische Werkstatt in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, des Sächsischen Kultursenats und dem Kulturraum Leipziger Raum.



Donnerstag, 5. September 2013
Festsaal des Marcolini-Palais im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt

1813 - Johann Wolfgang von Goethe und E.T.A. Hoffmann: Dichter zwischen den Fronten
Lesung und Gespräch mit Friedrich Dieckmann, Thomas Rosenlöcher und Ingo Zimmermann


Zwischen dem April 1813 und dem Ausgang der Leipziger Schlacht im Oktober wurde auf sächsischem Boden um die Zukunft Europas gekämpft: dem in Rußland geschlagenen Napoleon und seinem sächsischen Verbündeten Friedrich August I. standen erst Russen und Preußen, dann auch Österreicher und Schweden gegenüber. Mitteninne zwei Dichter, Johann Wolfgang von Goethe und Ernst Theodor Amadeus Hoffmann; der eine fährt durch die feindlichen Armeen zur Kur nach Teplitz und zurück, der andere versucht, als Dirigent einer Operntruppe das Musikleben in der Residenzstadt Dresden aufrecht zu erhalten und schreibt im August unter Kanonendonner das Märchen vom "Goldenen Topf".
Autoren von heute lesen aus Tagebüchern und Briefen dieser beiden und tauschen sich über die Probleme des Schriftstellers im Angesicht einer Zeitenwende aus.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt



Mittwoch, 18. September 2013
Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden

Binationales Gesprächskonzert
mit Paul-Heinz Dittrich (Berlin) und Marek Kopelent (Prag)

Einführung und Moderation:
Jörn Peter Hiekel, Leiter des Instituts für Neue Musik der HfM Dresden

Im Gespräch:
Marek Kopelent und Paul-Heinz Dittrich
Ausführende: courage - Dresdner Ensemble für zeitgenössische Musik und AUDITIVVOKAL DRESDEN


Die Binationalen Gesprächskonzerte, die von der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit der Hochschule für Musik Dresden durchgeführt werden, präsentieren zwei Komponisten in Werk und Gespräch, die sich als Wegbereiter um die Neue Musik verdient gemacht haben. Während Marek Kopelent (geb. 1932 in Prag) als Komponist und musikalischer Berater u.a. von Václav Havel wesentlich an der Entwicklung der Neuen Musik in Tschechien mitwirkte, hat Paul-Heinz Dittrich (geb. 1930), einer der wichtigsten Komponisten jener "mittleren" Generation, in den 1970er und 1980er Jahren die Neue Musik der DDR auch in ihrer Außenwirkung entscheidend mitgeprägt.

Auf dem Programm stehen von Paul-Heinz Dittrich Klaviermusik VI (1997/98) "Gegenbild" nach Paul Celan und "Kammermusik X - Journal des Pierres" nach Texten von Ossip Mandelstam für Flöte, Bassklarinette, Klavier. Von Marek Kopelent kommen "En el dia que temo" (2004) für Mezzosopran, Klarinette und Violoncello, "London spring greeting" (UA 2007) für Oboe solo und "Chant du merle au détenu" (1991) für Mezzosopran, Flöte, Akkordeon und Klavier zur Aufführung.

Konzert in Kooperation mit der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden im Rahmen von KlangNetz Dresden.



Montag, 23. September 2013
Literaturcafé Haus des Buches Leipzig, Gerichtsweg 28

Bücher, Mythen und Verlage
Molotow-Cocktail auf fremder Bettkante. Ein Lyrik-Lesebuch bei Reclam Leipzig 1991

Gespräch und Lesung mit Peter Geist, Klaus Pankow, Thorsten Ahrend und Kerstin Hensel
Moderation: Michael Hametner, Literaturredakteur MDR Kultur

Christoph Hein hatte 1987 die Diskussion um die Abschaffung der Zensur, d.h. des staatlichen Druckgenehmigungsverfahrens, angestoßen. Im Reclam-Verlag plante man zeitgleich ein Lyrik-Lesebuch mit Gedichten, die in den siebziger und achtziger Jahren in der DDR erschienen sind. Einbezogen waren nicht nur Autoren, die in diesen Jahren "die DDR verlassen hatten", wie die noch vorsichtige Umschreibung für Ausbürgerung, Ausreise oder Daueraufenthalte von Autoren wie Biermann, Sarah Kirsch, Jentzsch, Kunert und Hilbig, Bettina Wegner und Uwe Kolbe lautete. Auch Autoren, die vorwiegend im Samisdat publizierten – bspw. Lutz Rathenow und Ulrich Zieger – fanden hier Aufnahme. Auch wenn das Lesebuch erst 1991 erschien, stellt es die wichtigste literarische Bilanz der Honecker-Ära dar. Über die Turbulenzen, die die Entstehungsgeschichte von "Molotow-Cocktail" begleiteten, sprechen der Herausgeber Peter Geist, die Lektoren Klaus Pankow und Thorsten Ahrend sowie die Schriftstellerin Kerstin Hensel in der Moderation von Michael Hametner.

Veranstaltung der Sächsischen Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Leipzig.



Dienstag, 22. Oktober 2013
Dalcroze-Saal, Europäisches Zentrum der Künste Hellerau

Ressource Kultur. Kulturpolitische Werkstatt zum Strukturwandel von Kunst und Kultur im Freistaat Sachsen
Abschluss der Reihe in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Kultursenat und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Im Rahmen einer gemeinsamen Initiative des Kultursenats, der Kulturstiftung und der Sächsischen Akademie der Künste ist auf Veranstaltungen in Döbeln, Borna und Zwickau über Perspektiven der kulturellen Entwicklung in Zeiten des demographischen Wandels intensiv diskutiert worden. Wie groß sind die Gestaltungsspielräume für die Akteure vor Ort? Welche beispielgebenden Kooperationsmodelle und Netzwerkbildungen gibt es? In Vorträgen und Diskussion werden Ergebnisse und Anregungen dieser Werkstatt auch im Hinblick auf die anstehende Evaluierung des Kulturraumgesetzes zusammengebracht und weitergeführt. Dabei soll es nicht nur um die einzelnen Kulturräume, sondern auch um den Kulturraum Sachsen insgesamt gehen.

Bilanz und Diskussion mit Ulf Großmann, Präsident der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste und Christian Schramm, Präsident des Sächsischen Kultursenats



26. bis 27. Oktober 2013
Mitgliederversammlung der Sächsischen Akademie der Künste 2013 in Lutherstadt Wittenberg


Sonnabend, 26. Oktober 2013
Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V., Schlossplatz 1d, 06886 Lutherstadt Wittenberg

Sitzungen der Klassen

Jahresmitgliederversammlung

Vortrag und Diskussion
Die Künste als Medien gesellschaftlicher Veränderungen


Eröffnung:
Friedrich Kramer, Direktor der Ev. Akademie Sachsen Anhalt
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Grußwort:
Stephan Dorgerloh, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt
MD Thomas Früh, Leiter der Abteilung Kunst, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Einführung:
Prof. Dr. Christoph Türcke, Professor für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Diskussion mit
Stephan Dorgerloh, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Dr. Stefan Rhein, Direktor der Stiftung Luther-Gedenkstätten
Sachsen-Anhalt
Prof. Manos Tsangaris, Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Dresden
Prof. Dr. Christoph Türcke, Professor für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Moderation:
Friedrich Kramer, Direktor der Ev. Akademie Sachsen Anhalt

Wie greifen die Künste - ausgehend von der Rolle, die Grafik, Streitschriften, der Buchdruck und die Musik in der Reformationszeit spielten - heute in die Zeit und Gesellschaft ein? An welchen Aufbrüchen, gesellschaftlichen Veränderungen und Emanzipationsprozessen sind die Künste heute beteiligt? Was wird von ihnen inspiriert und welche neuen künstlerischen Formen entstehen heute im Zeitalter von Facebook und Twitter? Wie greifen die Künste in den öffentlichen Raum ein? Wie erhalten Ideen Gestalt?



Sonntag, 27. Oktober 2013

Exkursion 1: Die Sammlungen des Lutherhauses
Exkursion 2: Melanchthonhaus
Exkursion 2: Auf den Spuren Cranachs



Montag, 28. Oktober 2013
Schloss Wackerbarth Radebeul bei Dresden

Verleihung des Gottfried Semper Architekturpreises 2013 an Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch

Grußworte:
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Markus Ulbig, Sächsischer Staatsminister des Inneren
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr. Hartmut Zeiß, Mitglied des Vorstands von Vattenfall Europe Mining & Generation

Laudatio auf den Preisträger:
Prof. Wilfried Wang, Stellv. Direktor der Sektion Baukunst der Akademie der Künste Berlin

Dank der Preisträger:
Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch



Mittwoch, 30. Oktober 2013
Kleiner Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden

Binationales Gesprächskonzert
mit Annette Schlünz (Kehl) und Tadeusz Wielecki (Warschau)


Einführung:
Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Leiter des Instituts für Neue Musik der HfM Dresden
Im Gespräch: Annette Schlünz und Tadeusz Wielecki
Ausführende: European Workshop for Contemporary Musik (EWCM), Dirigent: Lennart Dohms

Das Binationale Gesprächskonzert sorgt für eine spannende deutsch-polnische Begegnung: auf der einen Seite steht Annette Schlünz (geb. 1964 in Dessau), Dresdner Komponistin mit längst internationaler Resonanz, auf der anderen Tadeusz Wielecki (geb. 1954 in Warschau), einer der profiliertesten Köpfe der neueren polnischen Musik. Annette Schlünz sucht ungewöhnliche, seltene Zusammensetzungen von Instrumenten, wagt sich mit elektronisch verfremdeten Instrumentalklängen vor, testet in kleinen wie großen Besetzungen neue Hörerlebnisse aus. Während ihr vertrautestes Instrument die Flöte ist, steht bei Tadeusz Wielecki der Kontrabass im Zentrum seines kompositorischen Schaffens. Darüberhinaus setzt sich Wielecki intensiv für die Förderung der Neuen Musik in Polen ein, so seit 1999 als Leiter des renommierten Festivals für zeitgenössische Musik "Warschauer Herbst".

Programm

Annette Schlünz: "Nachtschwarz wird das Blau" für Oboe, Posaune, Viola, Cello, Kontrabass, Klavier und Schlagzeug (1990)
"aufgelöst (verschlungen)" für Flöte (Bassflöte), Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier (2000) (sowie Version für Klarinette, Trompete, Violine, Violoncello und Klavier (2001)
"the snow has no voice" für sieben Instrumentalisten (Flöte, Oboe, Klarinette, zwei Violinen, Violoncello und Schlagzeug) (2008)

Tadeusz Wielecki: "Poemat kameralny" (Kammergedicht) für 2 Violinen, Kontrabass und Klavier (1986)
"Studium gestu III" für Klarinette, Posaune, Klavier, Cello und Kontrabass (2000)
"Dolina Suchej Wody" (Tal des trockenen Wassers) für Kammerorchester (2007)

In Kooperation mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und dem Deutschen Musikrat im Rahmen von KlangNetz Dresden.

Annette Schlünz
1964 geboren. Kompositions- und Klavierstudium in Dresden und Berlin bis 1991. Seitdem als freischaffende Komponistin zwischen Frankreich und Deutschland pendelnd. 1990 Hanns-Eisler-Preis, 1998 Heidelberger Künstlerinnen-Preis. Stipendien u.a.: 1994/2002 Akademie der Künste Berlin, 1999 Villa Massimo Rom, 1999/2000 Schloss Solitude Stuttgart, 2000 Kulturstiftung Dilsberg, 2003 HÖGE Bremen. Zahlreiche Seminare und Konzerte mit den Goethe-Instituten (Südamerika, Hanoi, Kopenhagen, Chicago, Sofia…). Seit 1999 realisiert sie verschiedene Klang- und Videoinstallationen mit Thierry Aué (Rom, Heidelberg, Basel, Strasbourg, Sofia).

Tadeusz Wielecki
studierte Kontrabass bei Alfred Wieczorek und Andrzej Mysinski und Komposition bei Włodzimierz Kotoński an der Musikakademie Warschau. Er setzte seine Ausbildung 1986-87 bei Isang Yun in West-Berlin und bei Klaus Huber in Freiburg i. Br. fort.
Er setzt sich insbesondere für die Förderung der zeitgenössischen Musik in der musikalischen Ausbildung, im Schulmusikunterricht und Rundfunksendungen für junge Menschen ein. 1992 gehörte er neben Lidia Zielińska und Zygmunt Krauze als Vertreter der Polnischen Gesellschaft für neue Musik dem Programmkomitee der Weltmusiktage der ISCM an. Seit 1999 leitet er das Festival für zeitgenössische Musik Warschauer Herbst. Als Kontrabassist spielt er vorrangig zeitgenössisches Solorepertoire.



Montag, 4. November 2013
Motorenhalle des riesa efau, Wachsbleichstraße 4, 01067 Dresden

Autonomie der Kunst
Territorien der Subkultur III
Raumbesetzer: Aktionskunst und performative Dissidenz


Die Werkstatt widmet sich der subversiven Performance- und Aktionskunst der 70er und 80er Jahre in der DDR. Wo konnten Freiräume entstehen? Inwieweit war ästhetischer Protest auch politisch? Im Zentrum stehen u.a. die Einrichtung der Experimentalkunstklasse von Hartwig Ebersbach, die Gruppe 37,2° in Leipzig, die Erfurter Künstlerinnen um Gabriele Kachold, performative Fotokunst von Kurt Buchwald, die Beuys-Rezeption von Erhard Monden sowie die Kooperation der Fotografin Karin Wieckhorst mit Klaus Hähner- Springmühl. Gleichzeitig werden Überschneidungen und Einflüsse zur „Westkunst“ beleuchtet und interpretatorische Abgrenzungen dazu untersucht. Am Abend werden Filmdokumente dieser Tendenzen gezeigt und diskutiert.

Konzeption/Moderation: Susanne Altmann, Kunsthistorikerin
Referenten: Hartwig Ebersbach, Gabriele Muschter, Claudia Reichardt, Karin Wieckhorst, Norbert Wartig



Mittwoch, 6. November 2013, 20 Uhr
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34

Unverwechselbarkeit – Über das '(un-)gewisse Etwas' in der Architektur
Alexander Schwarz / Chipperfield Architects, Berlin

Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden

In vier Veranstaltungen geben Architekten Auskunft über besondere Gestaltungsmöglichkeiten und ihre individuellen Strategien, sich mit unverwechselbarer Handschrift in die Erinnerung der Nutzer einzuschreiben. Aus welchen Gründen setzen sich manche Bauwerke auf besondere Weise in unserem Bewusstsein fest? Warum heben sie sich von der Masse des Gebauten ab? Mit Attributen wie unverwechselbar, eindrücklich, spezifisch, schreiben wir Räumen oder Bauwerken Eigenschaften zu, die im Grunde unserer Rezeption entspringen. Die Wirkung der Architektur vollzieht sich schließlich erst in der Wahrnehmung des Nutzers und ist für Architekten somit nur eingeschränkt berechenbar. Die Vortragsreihe hinterfragt das komplexe Zusammenspiel von Gefühl und Verstand, welches Architektur in uns auslösen kann.

Weitere Vorträge: Muck Petzet (Muck Petzet Architekten München) am 12.11.2013; Hermann Czech (Wien) am 27.11.2013 und Peter Brückner (Brückner & Brückner/Tirschenreuth) am 4.12.2013.

Veranstaltung der Reihe „Bau|Kunst“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden



Dienstag, 12. November 2013, 20 Uhr
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34

Unverwechselbarkeit – Über das '(Un-)Gewisse Etwas' in der Architektur
Muck Petzet, Muck Petzet Architekten München

Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden

Veranstaltung der Reihe „Bau+Kunst“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden



Dienstag, 26. November 2013
Festsaal des Landhauses Dresden, Wilsdruffer Straße 2

„Landschaftsarchitektur - neue Positionen“
Abschlussveranstaltung und Buchvorstellung


Es gibt ein neues Buch zu neuen Positionen der Landschaftsarchitektur! Das Neue daran ist vielleicht gar nicht so neu, denn Brachen und Zwischenräume in der Stadt werden allgemein nicht mehr als Schandflecke gesehen, die eingezäunt und unzugänglich auf bessere Zeiten warten. Schwierig wird es jedoch meist dann, wenn es konkret um Fragen der Stadtentwicklung geht.

Das Material wurde aus einer Veranstaltungsreihe gewonnen, die von der Sächsischen Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden und dem Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden seit 2010 durchgeführt wurde. Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner und Pflanzplaner haben neben Vorträgen und Workshops auf Stadtspaziergängen die Potentiale vergessener, versteckter und geschundener Orte in Dresden ausgelotet. Diese vielfältigen Expertenstimmen haben wir in dem Buch „Landschaftsarchitektur. Neue Positionen“ gesammelt, das sich als Anreger und Impulsgeber für einen entspannten und behutsamen Umgang mit solchen Orten versteht.

Die Positionen und Statements wird die Kuratorin der Reihe, Prof. Cornelia Müller (Berlin) vorstellen und in Moderation von Prof. Christoph Schonhoff (Hannover) mit Prof. Dr. Barbara Engel (Karlsruhe und Berlin), Jörn Marx (Dresden), Dr. Hans-Joachim Brauns und Thomas Löser (Dresden) diskutieren.

Der örtliche Rahmen mag ein wenig steif erscheinen, unser Anliegen ist es umso weniger: kreative Kräfte, die in der Stadt wirksam werden, sollten nicht gezähmt oder gar vertrieben, sondern genutzt werden - so können Stadträume, die in ihrer Offenheit eine Vielzahl von Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten zulassen, zu unverwechselbaren öffentlichen Treffpunkten des urbanen Lebens werden.



Mittwoch, 27. November 2013
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34

Unverwechselbarkeit – Über das '(Un-)Gewisse Etwas' in der Architektur
Vortrag: Hermann Czech, Wien

Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden

Veranstaltung der Reihe „Bau+Kunst“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden



Dienstag, 3. Dezember 2013
Schlosskapelle Dresden

Konzert
Alte und Neue Musik im Dialog - Glogauer Lieder heute


Mit Werken aus dem Glogauer Liederbuch steht eine der berühmtesten Liedersammlungen des Spätmittelalters auf dem Programm. Teile aus dieser zwischen 1477 und 1488 im schlesischen Glogau entstandenen Sammlung werden von namhaften polnischen und deutschen Komponisten der Gegenwart reflektiert, die mit Elementen der Verfremdung, des Respekts oder der bewussten Überpointierung direkte Bezüge zu dem spätmittelalterlichen Liederbuch herstellen. Alte Musik wird so zum Impuls für originelle Werkkonzeptionen von heute.
Die von der Sächsischen Akademie der Künste angeregten Kompositionen wurden 2012 in Wrocław uraufgeführt und erleben nun ihre deutsche Erstaufführung.

Begrüßung:
Prof. Dr. Peter Gülke, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Ausführende:
Auditiv Vokal Dresden
Akkordeon: Prof. Claudia Bruder
Leitung: Olaf Katzer

Aufgeführt werden Werke aus dem Glogauer Liederbuch
und Kompositionen von:
Cezary Duchnowski
Wilfried Krätzschmar
Krysztof Olczak
Nikolaus Richter de Vroe
Annette Schlünz
Bettina Skrzypczak



Mittwoch, 4. Dezember 2013
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34

Unverwechselbarkeit – Über das '(Un-)Gewisse Etwas' in der Architektur
Peter Brückner (Brückner & Brückner Architekten, Tirschenreuth)

Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden

Veranstaltung der Reihe „Bau|Kunst“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden



Montag, 9. Dezember 2013
Morgner-Archiv, Agricolastraße 25, 09112 Chemnitz

Ausstellungseröffnung BILD+KLANG+WORT

Ausstellung neuer Werke von Lutz Dammbeck, Hartwig Ebersbach, Wieland Förster, Eberhard Göschel, Gotthard Graubner, Peter Herrmann, Gerda Lepke, Walter Libuda, Ulrich Lindner, Dóra Maurer, Michael Morgner, Osmar Osten, Cornelia Schleime, Jürgen Schön, Gundula Schulze-Eldowy, Strawlade und Max Uhlig.

Eröffnung:
Prof. Dr. Wolfgang Holler, Generaldirektor der Museen Klassik Stiftung Weimar
amt. Sekretär der Klasse Bildende Kunst
Lesung:
Kerstin Hensel, Autorin
Musik:
André Stemmler, Posaune
DANTON-FRAGMENTE von Friedrich Schenker
Interpretation und Improvisation