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Chronik der Tätigkeit 2015


Mittwoch, 21. Januar 2015
Hochschule für Bildende Künste, Güntzstraße 34

"ER-FINDEN" MIT LUIGI SNOZZI
"Es lebe der Widerstand!" Vortrag von Prof. em. Luigi Snozzi, Locarno
Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HFBK Dresden

Erfinden wir im Entwurf unsere Welt neu oder finden wir dabei zu ihr zurück - und sind mit dem 'finden' und 'erfinden' gegensätzliche Strategien oder unterschiedliche Aspekte kohärenten Handelns bezeichnet?
Am Beispiel der Polarität von 'finden' und 'erfinden', sollen im Rahmen der Vortragsreihe BauKunst die Beziehungen künstlerischer Arbeit zur Vergangenheit, zur Zukunft und zur Welt, die uns umgibt, hinterfragt werden. Letzter Termin der sechsteiligen Vortragsreihe "Er-Finden" in Zusammenarbeit mit der HfBK Dresden und der Fakultät für Architektur der TU Dresden.

Luigi Snozzi zählt zu den führenden Vertretern der zeitgenössischen Tessiner Architekturszene. Bauen ist für ihn eine eminent öffentliche Angelegenheit. Dabei verbindet er einen tiefen Respekt vor der Geschichte des jeweiligen Territoriums mit einem ebenso intensiven Willen zum kompromisslos zeitgemäßen architektonischen Eingriff. Snozzis realisierte Werke sind gekennzeichnet durch seine Vorliebe für Sichtbeton. Bekannt wurde
Luigi Snozzi durch seine Umgestaltung des Dorfes Monte Carasso, einem städtebaulichen Projekt, das einem zersiedelten Schlafdorf im Tessin zu neuer Lebendigkeit verhelfen konnte.

Konzept und Leitung: Prof. Olaf Lauströer (HfBK), Prof. Ivan Reimann (TU Dresden), Prof. Thomas Will (TU Dresden), Prof. Andreas Wolf (HTWK Leipzig).

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und der Architektenkammer Sachsen.



Donnerstag, 29. Januar 2015
Haus der Architekten, Goetheallee 37, Dresden

LABOR DER MODERNE
PODIUMSDISKUSSION ZUR NACHKRIEGSARCHITEKTUR

Begrüßung und Moderation:
Alf Furkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen
Einführung:
Prof. Andreas Wolf, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Es diskutieren:
Dr. Arnold Bartetzky, Dr. Susann Buttolo, Wolfgang Kil, Prof. Dr. Jürgen Paul

Abriss oder Weiterbauen? Vor dieser Entscheidung stehen fast alle Städte im Umgang mit der Nachkriegsarchitektur. Die Publikation "Labor der Moderne. Nachkriegsarchitektur in Europa" vereinigt Experten aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Polen, der Slowakei, Tschechien und der Ukraine, die die unterschiedlichen Ausprägungen der europäischen Nachkriegsarchitektur und Perspektiven in der Weiterentwicklung dieses Erbes thematisieren.Thema der Diskussion wird insbesondere auch die Nachkriegsarchitektur in Dresden sein.

In Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Sachsen



Montag, 9. Februar 2015
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

MAX UHLIG - FENSTER FÜR DIE JOHANNISKIRCHE MAGDEBURG
Ausstellungseröffnung mit Prof. Max Uhlig, Matthias Flügge und Jutta Penndorf.

Licht durch ein farbiges Fenster zu lenken, ist mit der Gestaltung von Kirchenfenstern eine spektakuläre und zugleich traditionsreiche Aufgabe, der sich in jüngster Zeit nicht nur spezialisierte Glaskünstler, sondern eine Reihe renommierter zeitgenössischer Maler gewidmet haben, unter ihnen Gerhard Richter, Sigmar Polke, Imi Knoebel, Neo Rauch und Markus Lüpertz. Auch Max Uhlig gehört zu den Künstlern, die mit diesem Genre Neuland betreten haben. Für den gotischen Hallenbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Johanniskirche in Magdeburg entwarf Max Uhlig 13 Fenster in Südschiff und Chor, nachdem er per Stadtratsbeschluss mit dem Entwurf der Fenster beauftragt worden war. Die Glasfenster der Kirche, deren Vorgängerbauten bis zum Jahr 941 zurückreichen und die heute als Konzert- und Festhalle der Stadt Magdeburg genutzt wird, konzipierte Max Uhlig ähnlich wie seine Gemälde: als zusammenhängende Landschaft, als ineinander geschichtete Flechtwerke aus Farben und Linien, leuchtend farbig an der Südseite, als Grisaillen in verschiedenen schwarzblauen Tönen mit pflanzlichen Figuren im Chor. Nach der Erarbeitung der Entwürfe führt Max Uhlig auch die farbige Glasmalerei in mittelalterlicher Handwerkstechnik selbst aus (Derix Glasstudios Taunusstein).
Dieses Vorhaben, das als eines der größten Kirchenfensterverglasungen nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gilt, umfasst ein Gesamtvolumen von ca. 1,4 Mio Euro und kann nur spendenabhängig verwirklicht werden. Bislang konnten zwei von 13 Fenstern eingeweiht werden.



Donnerstag, 12. Februar 2015
Landesvertretung des Freistaates Sachsen beim Bund
Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin

WIELAND FÖRSTER - ICH LEBE, UM MICH ZU ERINNERN
Filmporträt anlässlich des 85. Geburtstages des Bildhauers Wieland Förster, Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

Begrüßung: Erhard Weimann, Staatssekretär und Leiter der Landesvertretung des Freistaates Sachsen beim Bund
Einführung: Prof. Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Wieland Förster.pdf pdf - Datei
Anschließend "Wieland Förster - Ich lebe, um mich zu erinnern" Filmporträt von Hanna Lehmbäcker und Konrad Hirsch (2015, 45 min, SCHAMONI FILM & MEDIEN GmbH. Die Produktion wurde gefördert von der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und Medien)

Wieland Förster, geboren am 12. Februar 1930 in Dresden, absolviert 1944 eine Lehre als Technischer Zeichner, wird 1946 durch den sowjetischen NKWD wegen angeblichen Waffenbesitzes zu siebeneinhalb Jahren Zwangsarbeit im Speziallager Bautzen verurteilt und 1950 aus der Haft entlassen. 1953 beginnt Förster das Studium der Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, 1959 wird er Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin. Ab 1961 ist Förster freischaffend tätig und kämpft mit Ausstellungs-, Ankaufs- und Publikationsverboten. 1974 wird Förster Mitglied der Akademie der Künste der DDR und erhält den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR. 1978-89 ist Förster Vizepräsident für Meisterschülerfragen der Akademie der Künste der DDR, 1985 erfolgt die Ernennung zum Professor. 1991 tritt Förster aus der Berliner Akademie der Künste aus Protest gegen versäumte öffentliche und wahrheitsgetreue Aufarbeitung ihrer Geschichte aus und gehört 1996 zu den Gründungsmitgliedern der Sächsischen Akademie der Künste. Im Jahr 2001 übergab er in einer Schenkung 58 Plastiken an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Wieland Förster lebt und arbeitet inzwischen vorwiegend schreibend bei Oranienburg.

In Zusammenarbeit mit der Landesvertretung des Freistaates Sachsen und der Schamoni Film & Medien GmbH Konrad Hirsch



Mittwoch, 25. Februar 2015
Programmkino Ost, Filmtheater Schauburg

"ALS WIR TRÄUMTEN"
Filmpremiere in Anwesenheit des Regisseurs Andreas Dresen, der Schauspieler Joel Basman, Merlin Rose und Marcel Heuperman sowie des Autors der Romanvorlage Clemens Meyer. Moderation: Hans-Michael Marten, MDR

als-wir-traeumten-docs-presseheft-1.pdf pdf - Datei

"Als wir träumten war der Stadtrand von Leipzig die Welt. Die DDR war weg und wir waren noch da. Pitbull war noch kein Dealer. Mark war noch nicht tot. Rico war der größte Boxer und Sternchen war das schönste Mädchen, doch sie hat mich nicht so geliebt, wie ich sie. Alles kam anders. Aber es war unsere schönste Zeit." (Clemens Meyer: Als wir träumten)
Im Zentrum des Films steht eine Clique von Jungs. Die Jungs sind dreizehn, als die Geschichte in der DDR beginnt, siebzehn, als sie im neuen Deutschland endet. Rico, Mark und Daniel wachsen im Leipzig der Nachwendezeit auf. Es sind Jahre, in denen Gesellschaftssysteme aufeinander prallen und alles möglich scheint. Sie träumen von dem Aufstieg ihrer Fußballmannschaft, von der großen Liebe und von einem besseren Leben. Sie ziehen durch die Stadt, feiern, trinken, randalieren und versuchen, der Hoffnungslosigkeit ihres Alltags zu entfliehen.
"Wir haben ja bislang vor allem über die Fragen von Schuld und Verstrickung debattiert, die großen Stasi-Dramen sind gezeigt. Mit den riesigen Möglichkeiten dieser Tage, der ungeheuren Kraft der Anarchie, haben wir uns viel zu wenig beschäftigt. Mit dem Vakuum, wenn die Gesellschaft noch nach ihren Fundamenten sucht, kommt die Zeit der Abenteurer und Cowboys. Sollte mit dem Film ein Gefühl dafür entstehen, welche Möglichkeiten jenseits gesellschaftlicher Regeln schlummern, würde mich das sehr freuen." (Andreas Dresen)

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Programmkino Ost und dem Filmtheater Schauburg



Mittwoch, 4. März 2015
Literaturhaus Leipzig - Haus des Buches, Gerichtsweg 28, Leipzig

BUCHVORSTELLUNG MIT FRANK SCHNEIDER UND PETER GÜLKE
Gespräch und Konzert mit dem Vogler Quartett anlässlich der Buchpremiere von Frank Schneider "Eine Welt auf sechzehn Saiten: Das Vogler Quartett - ein langes Gespräch" Berenberg Verlag 2015

Das Vogler Quartett wurde 1985 in der »Hauptstadt der DDR« gegründet, gewann 1986 in Evian den Wettbewerb für Streichquartette und wurde zu einem der international angesehensten Kammerensembles. Seit dreißig Jahren arbeiten die Musiker zusammen, in unveränderter Besetzung. Wo liegt die Quelle einer so dauerhaften künstlerischen Spannkraft? Wie interpretieren die Musiker Tim Vogler (1. Violine), Frank Reinecke (2. Violine), Stefan Fehlandt (Viola) und Stephan Forck (Cello) ihre klassische kammermusikalische Besetzung als zukunftsgewisses Projekt? Welches künstlerische Selbstverständnis und kunstpolitische Engagement gilt für das Ensemble? Diesen Fragen gehen im Gespräch Prof. Dr. Frank Schneider, Musikwissenschaftler Berlin, und Prof. Dr. Peter Gülke, Musikwissenschaftler und Dirigent Weimar, gemeinsam mit den Musikern nach. Im Anschluss Konzert mit dem Vogler-Quartett.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Leipzig - Haus des Buches

VM 2015_03_04_Schneider Gülke.pdf pdf - Datei


Montag, 9. März 2015
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

AKADEMIESALON MUCK PETZET
Moderation: Wolfgang Kil, Architekturkritiker Berlin

Muck Petzet überschrieb sein Ausstellungskonzept für den deutschen Pavillon auf der 13. Architekturbiennale in Venedig mit den Begriffen „Reduce, Reuse, Recycle“. Wie würde unsere Umgebung aussehen, wenn aus Architektensicht wenig verändert würde, die Materialien Wiederverwendung fänden und - als drittbeste Lösung - recycelt würden? Welche Umbaustrategien folgen aus dieser Sichtweise? Muck Petzet, geboren 1964, lebt und arbeitet in München und ist seit 2013 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

VM 2015_03_09 Petzet Kil.pdf pdf - Datei

Mittwoch, 11. März 2015
Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden, Bautzner Straße 112a

WIELAND FÖRSTER - ICH LEBE, UM MICH ZU ERINNERN
Filmporträt über Wieland Förster von Hanna Lehmbäcker und Konrad Hirsch

Zum 85. Geburtstag von Wieland Förster wird ein Filmporträt über den Bildhauer im Rahmen der Ausstellung "Wieland Förster - Jahrhundertbilanz" im ehemaligen Stasi-Festsaal der Gedenkstätte Bautzner Straße vorgestellt. Die Filmautorin und Regisseurin Hanna Lehmbäcker hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Interviews mit Wieland Förster gedreht. Auf Grundlage des mehrstündigen Rohmaterials hat sie mit dem Dresdner Filmemacher Konrad Hirsch ein 45minütiges filmisches Porträt über den Künstler fertiggestellt, der das Erlebnisbild des vergangenen Jahrhunderts eines seiner bedeutendsten Künstler vermittelt. Die Zerstörung seiner Heimatstadt Dresden und eine mehrjährige Haft im Speziallager Bautzen haben Förster und die wesentlichen Themen seiner Kunst geprägt.
Den größten Teil seines Lebens arbeitete er in Ost-Berlin, verstand sich aber nie als ostdeutscher Künstler, sondern als deutscher Künstler in einem geteilten Land. Kompromisslos schuf er, fast ausschließlich im eigenen Auftrag, ein umfangreiches bildhauerisches Werk, das im öffentlichen Raum sowie in Museen und Sammlungen im In- und Ausland zu finden ist. 2001 stiftete Förster den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 58 seiner wichtigsten Skulpturen.

Wieland Förster - Ich lebe um mich zu erinnern, 2015, 45 min, Schamoni Film & Medien GmbH Konrad Hirsch. Die Produktion wurde gefördert von der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und Medien

Wieland Förster.pdf pdf - Datei


Montag, 16. März 2015
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

AKADEMIESALON HILKE WAGNER
Im Gespräch: Hilke Wagner, Direktorin Albertinum, Prof. Dr. Wolfgang Holler, Direktor Museen Klassik Stiftung Weimar und Matthias Flügge, Rektor HfBK Dresden

Hilke Wagner, zuvor Leiterin des Kunstvereins Braunschweig, wurde 2014 zur neuen Direktorin des Albertinums berufen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen Fragen nach ihren Plänen und Vorstellungen, nach der Zukunft des Museums und die Frage, wie viel Kunst mit Lebenswirklichkeit zu tun hat. Wie kann Kunst einen Blick auf die gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Zeit lenken?



Sonntag, 22. März 2015
Schauspiel Leipzig, Spielstätte Baustelle

ÜBER DIE ZUKUNFT DES THEATERS I
PODIUM REGIE

Podium mit Claudia Bauer, Regisseurin Schauspiel Leipzig und Tilmann Köhler, Regisseur Staatsschauspiel Dresden.
Moderation: Peter Michalzik, Kulturjournalist

Theatermacher aus den verschiedensten Berufsfeldern diskutieren über die Gegenwart und die Zukunft des Theaterbetriebs. Kulturjournalist Peter Michalzik führt durch alle vier veranstaltungen der Reihe und spricht in Leipzig mit Regisseuren und Autoren, während in Dresden die Perspektive der Bereiche Schauspielerei und Intendanz im Mittelpunkt stehen. Gäste der ersten Veranstaltung sind die Regisseure Claudia Bauer (Schauspiel Leipzig, „Und dann“) und Tilmann Köhler (Staatsschauspiel Dresden, „Der geteilte Himmel“).

Vierteilige Veranstaltungsreihe von Schauspiel Leipzig und Staatsschauspiel Dresden in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Künste



Donnerstag, 9. April 2015
Literaturhaus Leipzig - Haus des Buches, Gerichtsweg 28, Leipzig

REIHE BÜCHER, MYTHEN UND VERLAGE
HEINER MÜLLER IM RECLAM VERLAG LEIPZIG

Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Gabriele Dietze, Lektorin von Heiner Müller im Rotbuch-Verlag und Prof. Dr. Frank Hörnigk, Herausgeber Heiner Müllers bei Reclam und Suhrkamp, Prof. Kerstin Hensel, Schriftstellerin und B. K. Tragelehn, Regisseur und Schriftsteller.
Moderation: Michael Hametner, MDR Figaro

Heiner Müller (1929-1995) gehört zu den innovativsten und bedeutendsten Dramatikern des 20. Jahrhunderts. Müllers 1958 erstaufgeführtes Stück "Der Lohndrücker" (erschienen 1959 bei Reclam Leipzig in der Anthologie "Der Weg vom Ich zum Wir", herausgegeben von Wilfried Adling) gehörte zeitweise zur Pflichtlektüre im Deutsch-Unterricht. Der Autor fiel jedoch alsbald mit seinem Stück "Die Umsiedlerin", das 1961 nur eine Aufführung erlebte, bei der SED-Führung in Ungnade und wurde aus dem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossen.
Bei Reclam Leipzig erschienen von Heiner Müller außerdem das Theaterstück "Zement", zusammen mit Fjodor Gladkows gleichnamigen Roman, herausgegeben von Fritz Mierau, Leipzig 1975; "Stücke. Texte über Deutschland (1957-1979)", herausgegeben von Frank Hörnigk, Leipzig 1989 sowie "Heiner Müller Material", herausgegeben von Frank Hörnigk, Leipzig 1989/erw. 1990.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Leipzig - Haus des Buches



Sonntag, 12. April 2015
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus Mitte, Glacisstraße 28, 01099 Dresden

ÜBER DIE ZUKUNFT DES THEATERS II
PODIUM SCHAUSPIEL

Podium mit den Schauspielern Burghart Klaußner und Lea Ruckpaul
Moderation: Peter Michalzik, Kulturjournalist

Über die Zukunft des Theaters_Flyer.pdf pdf - Datei

Theatermacher aus verschiedenen Berufsfeldern diskutieren über die Gegenwart und die Zukunft des Theaters. Geleitet werden die Veranstaltungen vom Kulturjournalisten Peter Michalzik, der in Leipzig mit Regisseuren und Autoren spricht, während in Dresden die Perspektiven von Schauspiel und Intendanz im Mittelpunkt stehen.
Peter Michalzik spricht in der zweiten Veranstaltung der Reihe mit dem Schauspieler Burghart Klaußner und der Schauspielerin Lea Ruckpaul über Wege in den Beruf, über Anspruch, Haltung und das Selbstverständnis von Schauspielern, die sich zwischen Film- und Bühnenkunst bewegen.

Vierteilige Veranstaltungsreihe von Schauspiel Leipzig und Staatsschauspiel Dresden in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Künste



Montag, 13. April 2015
DAStietz, Stadtbibliothek, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz

STEPHAN HERMLIN
Lesung und Gespräch anlässlich des 100. Geburtstages von Stephan Hermlin mit Volker Braun, Dr. h.c. Friedrich Dieckmann, Rainer Kirsch, Peter Gosse, Kerstin Hensel und Richard Pietraß.
Moderation und Leitung: Prof. Dr. Bernd Leistner, Literaturwissenschaftler Leipzig.

Stephan Hermlin trat als Schriftsteller ebenso in Erscheinung wie in einflussreichen Positionen im Vorstand des Schriftstellerverbandes der DDR, in der Akademie der Künste der DDR und als Vizepräsident des internationalen PEN. Person und Werk gaben seither Anlass zu Kontroversen. Hermlin gehört 1962 zu den Initiatoren jener Akademielesung, die mit Wolf Biermann, Volker Braun, Bernd Jentzsch, Sarah Kirsch und Karl Mickel die Lyrik-Welle der 1960er Jahre einleitete. Er war Initiator des Protestes gegen die Ausweisung von Wolf Biermann 1976. Seiner Heimatstadt Chemnitz blieb Stephan Hermlin stets verbunden.

Veranstaltung des Vereins Förderer der Stadtbibliothek Chemnitz und der Stadtbibliothek Chemnitz in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Künste



Montag, 27. April 2015
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

"MUSIK UND ABSCHIED" AKADEMIESALON PETER GÜLKE

Peter Gülke stellt sein neues Buch "Musik und Abschied" (Bärenreiter/Metzler 2015) vor, das sich in 60 Essays dem Thema Tod und Vergänglichkeit widmet: "Es geht um alle Aspekte des Verhältnisses von Musik und Abschied, betrifft mittelalterliche Musik ebenso wie allerjüngste. Den Hintergrund eigenster Erfahrungen mit Abschied habe ich nicht verleugnen können - das Buch ist ein Spagat zwischen sehr persönlichen Dingen und arg musikwissenschaftlichen..." (Peter Gülke)
Die Moderation hat Prof. Dr. Ernst Osterkamp, Literaturwissenschaftler Berlin.



Montag, 4. Mai 2015
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

AKADEMIESALON STEFAN FREY
"Wir tanzen auf einem Pulverfass und gerade das macht Spaß"

Im Gespräch: Dr. Stefan Frey, Theaterwissenschaftler, Operettenforscher und Regisseur München und Wolfgang Schaller, Intendant der Staatsoperette Dresden.

Der Operettenforscher Dr. Stefan Frey wird zusammen mit dem Intendanten der Staatsoperette Dresden Wolfgang Schaller über den rasanten Aufstieg der Operette und das mit dem Ersten Weltkrieg ebenso abrupt einsetzende Ende dieses international vernetzten Geschäfts sprechen. Frey, Jahrgang 1962, ist seit 2013 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, lehrt u.a. an den Universitäten München und Wien und hat zahlreiche Monografien u.a. über Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Leo Fall publiziert.

"Wir tanzen auf einem Pulverfass und gerade das macht Spaß“ sangen Gustave Kerkers "Obere Zehntausend" 1909 in Berlin. Im selben Jahr spielte man in London Leo Falls "The girl in the train" und in New York "The chocolate soldier" von Oscar Straus. Als damals aktuelle Unterhaltungsmusik war die Operette ein internationales Geschäft und erlebte eine bis dahin nie erreichte Konjunktur. England schwärmte für Wiener Walzer, Frankreich entdeckte den argentinischen Tango, Deutschland tanzte Twostep. Und selbst Frühformen des Jazz wie Ragtime und Cake-Walk wurden in Europa schnell populär. Der globale kulturelle Austausch schien keine Grenzen mehr zu kennen, bis ihm der Erste Weltkrieg abrupt welche setzte.
Damals nahm nicht nur eine bis dahin unvorstellbare Menschheitskatastrophe ihren Lauf, sondern es begann auch die erste große mediale Propagandaschlacht. Als damals dominante Theaterform stand die Operette dabei an vorderster Front. (Stefan Frey)



Montag, 11. Mai 2015, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

HELFRIED STRAUß AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG PORTRÄTFOTOGRAFIE

Begrüßung
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Gespräch
Helfried Strauß, Fotograf
Kerstin Hensel, Autorin
Angela Krauß, Autorin

Kuratorin der Ausstellung: Angela Krauß, in Zusammenarbeit mit Kerstin Hensel

Helfried Strauß war mit seiner Kamera dabei, als sich die Großen der Literatur, Musik und Bildender Kunst aus Ost und West begegneten. Die Ausstellung zeigt Porträts, u.a. von Mitgliedern der Akademie und Arbeiten aus den Zyklen "Damaskus", "Moskau", "Sanssouci", "Höfgen" und "Murmansk". Helfried Strauß, geb. 1943 in Plauen, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und war nach der Berufung zum Professor von 1992 bis 2008 Leiter der Fachklasse für künstlerische Fotografie an der HGB Leipzig.

Die Fotografien entstanden seit den achtziger Jahren bis zur Gegenwart, stellen aber keine Dokumentation dieser Zeit dar: "Ich habe mich nie als Dokumentarist gesehen. Die wichtigsten Bilder wurden immer die, die über das Dokumentarische hinaus einen Mehrwert hatten. Ich finde, der Begriff der Dokumentarfotografie ist einer der unschärfsten und missverständlichsten überhaupt" (Helfried Strauß). Sie erscheinen wie zufällig und absichtslos, allein aus der Besonderheit des Augenblicks heraus entstanden. Damit verbindet sich eine eigenständige, fast spielerische Authentizität des Augenblicks, deren "Spannung zwischen Neuerertum und Traditionsbewusstsein" (Heinz Schönemann) den Betrachter in den Bann zieht.

Helfried Strauß gehört zu den wichtigsten Vertretern jener Generation ostdeutscher Fotografen, die wie Christian Borchert, Harald Kirchner, Roger Melis oder Uwe Steinberg Fotografie als autonome Kunstform verstanden und ihre Zeit im freien ästhetischen Entwurf erfassten. Zu ihren "Lehrern" zählten sie nicht nur die Pioniere der Fotografie Eugène Atget, Henri Cartier-Bresson oder Man Ray, sondern auch Richard Peter, Pan Walter und natürlich Arno Fischer und Evelyn Richter.

Ausstellung am Palaisplatz 3/ Ecke Königstraße, Dresden
11.5.2015 bis 18.9.2015, Mo - Fr 9.00-15.00 Uhr, Eintritt frei.



Sonntag, 17. Mai 2015, 17.00 Uhr
Schauspiel Leipzig, Spielstätte „Baustelle“, Bosestraße 1, 04109 Leipzig

ÜBER DIE ZUKUNFT DES THEATERS III
PODIUM AUTOREN


Podium mit den Autoren Ferdinand Schmalz und Thomas Freyer
Moderation: Peter Michalzik, Kulturjournalist

Theatermacher aus den verschiedensten Berufsfeldern diskutieren über die Gegenwart und die Zukunft des Theaterbetriebs. Kulturjournalist Peter Michalzik führt durch die vier Veranstaltungen der Reihe und spricht in Leipzig mit Regisseuren und Autoren, während in Dresden die Perspektive der Bereiche Schauspielerei und Intendanz im Mittelpunkt stehen.
Gesprächspartner des Moderators sind die Autoren Ferdinand Schmalz („am beispiel der butter“) und Thomas Freyer („mein deutsches deutsches land“).

Vierteilige Veranstaltungsreihe von Schauspiel Leipzig und Staatsschauspiel Dresden in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Künste




Über die Zukunft des Theaters_Flyer.pdf pdf - Datei


Sonntag, 7. Juni 2015, 18.00 Uhr
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus Mitte Glacisstraße 28, 01099 Dresden

ÜBER DIE ZUKUNFT DES THEATERS IV
PODIUM INTENDANZ


Auf dem Podium: Wilfried Schulz (Staatsschauspiel Dresden) und Enrico Lübbe (Schauspiel Leipzig)
Moderation: Peter Michalzik, Kulturjournalist

Theatermacher aus den verschiedensten Berufsfeldern diskutieren über die Gegenwart und die Zukunft des Theaterbetriebs. Kulturjournalist Peter Michalzik führte durch die Veranstaltungen der Reihe. Nachdem zuvor mit Regisseuren, Schauspielern und Autoren diskutiert wurde, stehen zum Abschluss der Reihe die Perspektiven der Intendanz im Mittelpunkt. Peter Michalzik spricht mit den Intendanten Wilfried Schulz (Staatsschauspiel Dresden) und Enrico Lübbe (Schauspiel Leipzig) über die Rolle des Theaters in Gegenwart und Zukunft.

Eintritt: 9,– ¤, Kartenreservierung telefonisch unter 0351/4913 555 oder per E-Mail: tickets@staatsschauspiel-dresden.de

Vierteilige Veranstaltungsreihe von Schauspiel Leipzig und Staatsschauspiel Dresden in Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Künste





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Freitag, 12. Juni 2015, 19.00 Uhr
Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei, Regierungsstraße 73, 99084 Erfurt

MITTENDRIN - KULTURELLE PERSPEKTIVEN IN MITTELDEUTSCHLAND

Öffentliche Diskussion zu den Perspektiven der kulturellen Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Freistaat Thüringen

Thüringen und Sachsen verbinden nicht nur die geographische Lage, die gemeinsame Geschichte und Prägungen des historischen Kulturraumes, sondern auch vergleichbare Erfahrungen nach 1989. Heute sind es vor allem Herausforderungen wie der demographische Wandel, vor denen in den Ländern Mitteldeutschlands der Erhalt und die Weiterentwicklung von Kultur und Kunst, Bildung und Infrastruktur zu diskutieren sind. Wie steht es um die kulturellen Verbindungen zwischen Thüringen und Sachsen heute? Möglichkeiten und Perspektiven der länderübergreifenden Zusammenarbeit im mitteldeutschen Kulturraum stehen im Mittelpunkt des Gesprächs mit Partnern aus Kultur, Kunst und Politik aus Anlass der Mitgliederversammlung der Sächsischen Akademie der Künste in Erfurt.

Eröffnung
Peter Rösel, Klavier
Musik: Rodion Schtschedrin (geb. 1932) „Humoreske“

Begrüßung
Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Thüringen
Prof. Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Uwe Gaul, Staatssekretär Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Im Gespräch
Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Thüringen
Prof. Dr. Wolfgang Holler, Generaldirektor Museen der Klassik Stiftung Weimar
Uwe Gaul, Staatssekretär Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Steffen Mensching, Intendant, Thüringer Landestheater Rudolstadt
Dr. Lutz Vogel, Kulturentwicklungsberater Weimar, ehem. Beigeordneter für Kultur der Landeshauptstadt Dresden

Moderation
Dr. Rüdiger Schmidt-Grépály, Leiter des Nietzsche Kollegs der Klassik Stiftung Weimar

Mitwirkende:

Uwe Gaul, seit Dezember 2014 Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Erziehungswissenschaftler, geb. 1963 in Münster/Westfalen, 2002 Leiter des Dezernats Kultur, Jugend, Schule und Sport der Stadt Flensburg, 2009 Oberschulrat der Hamburger Schulbehörde, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen Hamburg sowie Mitglied der sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik, lebt in Dresden.

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, seit Dezember 2014 Chef der Thüringer Staatskanzlei und Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Sozialwissenschaftler, geb. 1976 in Berlin, 1995-2006 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, 2006-2011 Staatssekretär für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz im Senat von Berlin, 2012-2013 Rektor der staatlich anerkannten privaten Business-School BEST-Sabel Hochschule Berlin, lebt in Erfurt.

Prof. Dr. Wolfgang Holler, seit 2009 Generaldirektor der Museen der Klassik Stiftung Weimar Kunsthistoriker, geb. 1956 in Koblenz am Rhein, Studium der Neueren Geschichte, Philosophie, Publizistik und Kunstgeschichte in Münster, München und Florenz, Konservator in den Staatlichen Graphischen Sammlungen München, 1991-2009 Direktor des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

Prof. Wilfried Krätzschmar, seit Juni 2014 Präsident der Sächsischen Akademie der Künste, Komponist, geb. 1944 in Dresden, 1991-2003 Rektor der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden, 1992 Ordentliche Professur für Komposition, 2003-07 Präsident des Sächsischen Musikrates, lebt in Dresden.

Steffen Mensching, seit 2008 Intendant am Theater Rudolstadt, Autor, Regisseur und Schauspieler, geb. 1958 in Berlin, Zusammenarbeit mit Hans-Eckardt Wenzel, 1979 erste Gedichtsammlung »Erinnerung an eine Milchglasscheibe« später Lyrik-Sammlungen und Romane (»Jacobs Leiter«, 2003, »Lustigs Flucht«, 2005), Mitglied des P.E.N., lebt in Rudolstadt.

Prof. Peter Rösel, Pianist, geb. 1945 in Dresden, 1976-91 Solist am Gewandhaus Leipzig, 1993 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Dresden, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, lebt in Dresden.

Dr. Rüdiger Schmidt-Grépály, seit 1999 Leiter des Kollegs Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar, Kulturmanager, geb. 1952 in Bad Oldesloe, Schleswig-Holstein, Lehrbeauftragter für Philosophie an den Universitäten Florenz, Kiel, Oldenburg, Bremen, Jena und Weimar (seit 1998), 1989-95 philosophischer Geschäftsführer der Karl Jaspers Vorlesungen zu Fragen der Zeit, Universität Oldenburg, Arbeit für Theater und Hörfunk, lebt in Weimar.

Lutz Vogel, seit 2008 freier Kulturentwicklungsberater, Kulturpolitiker, geb. 1949 in Nordhausen, 1990-2001 Kulturamtsleiter und Stadtkulturdirektor in Weimar, 2001-2008 stellvertretender Oberbürgermeister von Dresden, lebt in Weimar.




Dienstag, 30. Juni 2015, 20.00 Uhr
Societaetstheater Dresden, An der Dreikönigskirche 1A, 01097 Dresden

DER GELEHRTE KAUZ - DER POETA DOCTUS KARL MICKEL

Programm aus Anlass des 80. Geburtstages des Dichters und Dramatikers Karl Mickel (1935-2000) mit Autorengespräch, szenischer Lesung, Vortrag und Musik. Die Leitung hat Kerstin Hensel.

Mitwirkende: Hendrik Reichardt (Posaune), Prof. Klaus Völker (Eröffnungsvortrag), Kerstin Hensel, Volker Braun, Thomas Rosenlöcher, Boris Aljinovic, Robert Gallinowski (Lesungen und Podiumsgespräch)

Karl Mickel (1935-2000), der aus Dresden stammende Dichter der "Sächsischen Dichterschule", setzte Maßstäbe in der Literatur in der DDR. Als Poetikdozent der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin lehrte er drei Generationen von Schauspielern die rare Fähigkeit, Verse zu sprechen. Anlässlich des 80. Geburtstages des streitbaren Poeten und Dramatikers lesen und diskutieren seine Weggefährten Klaus Völker, die Dichterkollegen Volker Braun, Kerstin Hensel und Thomas Rosenlöcher und seine ehemaligen Studenten Boris Aljinovic und Robert Gallinowski. Der Posaunist Hendrik Reichardt spielt Werke von Mickels Komponistenfreunden Friedrich Schenker und Friedrich Goldmann.

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Karten unter www.societaetstheater.de

Mitwirkende:

Boris Aljinovic, Theater- und Filmschauspieler, geboren 1967 in Berlin/West, Schauspielstudium u.a. bei Karl Mickel an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin, Engagements u.a. beim Berliner Renaissance-Theater und bei den Berlin Play Actors, außerdem Engagements für Film, TV (u.a. "Tatort") und Hörfunk, lebt in Berlin.

Volker Braun, Schriftsteller, geboren 1939 in Dresden, zunächst Druckereiarbeiter und Ausbildung als Maschinist für Tagebaugroßgeräte im Tagebau Burghammer, 1960 bis 1964 Studium der Philosophie in Leipzig, 1965 bis 1966 Dramaturg am Berliner Ensemble, 1972 bis 1977 Mitarbeiter am Deutschen Theater Berlin, seither freier Schriftsteller, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, lebt in Berlin.

Kerstin Hensel, Schriftstellerin, geboren 1961 in Karl-Marx-Stadt, 1977 bis 1983 Ausbildung und Arbeit als chirurgische Schwester in Karl-Marx-Stadt, 1983 bis 1985 Studium am Institut für Literatur in Leipzig, 1985 bis 1987 Aspirantur am Leipziger Theater, seit 1987 freie Schriftstellerin und Lehrauftrag für "Deutsche Verssprache und Versgeschichte" an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin, 2000-2001 Professur am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, seit 2001 Professorin für Poetik an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und der Berliner Akademie der Künste, lebt in Berlin.

Robert Gallinowski, Theater- und Filmschauspieler, Maler, Lyriker, Schlagzeuger, geboren 1969 in Aachen, 1990 bis 1993 Schauspielstudium u.a. bei Karl Mickel an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin, anschließend Theater-Engagements in Graz, Bonn, Hamburg und Berlin, außerdem Engagements für Film, TV ("Tatort") und Hörfunk, lebt und arbeitet als medienübergreifender Künstler in Berlin.

Thomas Rosenlöcher, Schriftsteller, geboren 1947 in Dresden, 1970 bis 1974 Studium der Betriebswirtschaft an der Technischen Universität Dresden, danach Arbeitsökonom, 1976 bis 1979 Studium am Literaturinstitut Leipzig, Mitarbeit am Kinder- und Jugendtheater Dresden (heute TJG), seit 1983 freischaffend, zahlreiche Preise, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und der Berliner Akademie der Künste, lebt in Beerwalde bei Dresden.

Klaus Völker, Theaterhistoriker, Dramaturg und Publizist, geboren 1938 in Frankfurt am Main. Studium in Frankfurt und Berlin, Arbeit als leitender Dramaturg an Theatern in Zürich, Basel, Bremen und am Schiller-Theater Berlin, 1992 Berufung zum Professor für Theatergeschichte und Dramaturgie an die Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin (HfS), Rektor der HfS von 1993 bis 2005, Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, lebt in Berlin.

In Zusammenarbeit mit dem Societaetstheater Dresden



AKADEMIESALON CHRISTFRIED BRÖDEL
Montag, 7. September 2015, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

Christfried Brödel. Foto
Christfried Brödel


Im Gespräch: Prof. Dr. Christfried Brödel, Dirigent und Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, und Prof. Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Welche Impulse gehen von der Kirchenmusik für die sächsische Musiklandschaft aus? Sind die Voraussetzungen für Neue Musik in der Kirchenmusik andere, als im Konzertleben? Der Akademiesalon mit Prof. Dr. Christfried Brödel, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, langjähriger Rektor der Hochschule für Kirchenmusik Dresden und renommierter Dirigent, ist Fragen nach seinen kulturpolitischen Zielen, seiner künstlerischen Motivation, seiner Beziehung zu Bach und Neuer Musik und nicht zuletzt der Frage nach der Zukunft der Kirchenmusik gewidmet.

Aus einem sächsischen Pfarrhaus stammend, studierte Christfried Brödel (geb. 1947) zunächst Mathematik in Leipzig. Von 1992 bis zur seiner Emeritierung wirkte er als Rektor und Professor für Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden. Christfried Brödels leitet seit 1981 die Meißner Kantorei und brachte mit dem von ihm gegründeten Ensemble vocal modern viele Werke zur Uraufführung, unter anderem zahlreiche Kompositionen von Jörg Herchet. Christfried Brödel gehört dem Direktorium der Neuen Bachgesellschaft Leipzig an.



AKADEMIESALON LUTZ SEILER
"KRUSO"

Montag, 21. September 2015, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

Lutz Seiler
Lutz Seiler


Lesung und Gespräch: Lutz Seiler und Thomas Rosenlöcher

Lutz Seiler schlägt in seinem Roman "Kruso" einen Bogen vom Sommer 1989 bis in die Gegenwart. Er zeigt die Umbrüche des politischen Systems in der geschlossenen Gesellschaft der Abwäscher und Kellner auf Hiddensee und folgt in seiner Recherche den Spuren jener Menschen, die bei ihrer Flucht über die Ostsee verschollen sind. Das Gespräch über Freiheit und Flucht nach innen, über Vorarbeiten zum Roman und die Frage nach dem literarischen Zugriff auf Geschichte führt Thomas Rosenlöcher. Beide Autoren sind Mitglieder der Sächsischen Akademie der Künste.

Lutz Seiler, geboren 1963 in Gera/Thüringen, lebt in Wilhelmshorst und Stockholm. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Bremer Literaturpreis, dem Fontane-Preis und dem Uwe-Johnson-Preis. Lutz Seiler ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

HELFRIED STRAUß AUSSTELLUNG PORTRÄTFOTOGRAFIE
Ausstellung in der Sächsischen Akademie der Künste am Palaisplatz 3 vom 12.5.2015 bis voraussichtlich 18.9.2015, Mo - Fr 9.00-15.00 Uhr und nach Vereinbarung. Eintritt frei.


Selbst 1981. Foto: Helfried Strauß


Helfried Strauß war mit seiner Kamera dabei, als sich die Großen der Literatur, Musik und Bildender Kunst aus Ost und West begegneten. Die Ausstellung zeigt Porträts, u.a. von Mitgliedern der Akademie und Arbeiten aus den Zyklen "Damaskus", "Moskau", "Sanssouci", "Höfgen" und "Murmansk".Helfried Strauß, geb. 1943 in Plauen, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und war nach der Berufung zum Professor von 1992 bis 2008 Leiter der Fachklasse für künstlerische Fotografie an der HGB Leipzig.

Die Fotografien entstanden seit den achtziger Jahren bis zur Gegenwart, stellen aber keine Dokumentation dieser Zeit dar: "Ich habe mich nie als Dokumentarist gesehen. Die wichtigsten Bilder wurden immer die, die über das Dokumentarische hinaus einen Mehrwert hatten. Ich finde, der Begriff der Dokumentarfotografie ist einer der unschärfsten und missverständlichsten überhaupt" (Helfried Strauß). Sie erscheinen wie zufällig und absichtslos, allein aus der Besonderheit des Augenblicks heraus entstanden. Damit verbindet sich eine eigenständige, fast spielerische Authentizität des Augenblicks, deren "Spannung zwischen Neuerertum und Traditionsbewusstsein" (Heinz Schönemann) den Betrachter in den Bann zieht.

Helfried Strauß gehört zu den wichtigsten Vertretern jener Generation ostdeutscher Fotografen, die wie Christian Borchert, Harald Kirchner, Roger Melis oder Uwe Steinberg Fotografie als autonome Kunstform verstanden und ihre Zeit im freien ästhetischen Entwurf erfassten. Zu ihren "Lehrern" zählten sie nicht nur die Pioniere der Fotografie Eugène Atget, Henri Cartier-Bresson oder Man Ray, sondern auch Richard Peter, Pan Walter und natürlich Arno Fischer und Evelyn Richter.

Kuratorin der Ausstellung: Angela Krauß, in Zusammenarbeit mit Kerstin Hensel


Kunst nach TTIP
Montag, 28. September 2015, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

pixelio


Im Gespräch: Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Vorstandsmitglied der VG Bild-Kunst und Sprecher der Initiative Urheberrecht und Prof. Klaus Staeck, ehem. Präsident der Akademie der Künste Berlin
Moderation: Jutta Penndorf, Kunstwissenschaftlerin Altenburg und Matthias Flügge, Rektor der HfBK Dresden

Positive Erwartungen, beträchtliche Sorgen, komplette Ablehnung: Das geplante europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP („Transatlantic Trade and Investment Partnership“) stößt unter Experten auf ein geteiltes Echo. TTIP soll dazu dienen, den Handel von Gütern und Dienstleistungen zwischen den USA und der Europäischen Union zu verbessern, bestehende Handelshemmnisse zu beseitigen und die Zölle zu senken. Seit Mitte der 1990er Jahre finden intensive Verhandlungen zur Liberalisierung des Welthandels statt, Kunst, Kulturgüter und Medienerzeugnisse sollen dabei mit Handelsgütern gleichgesetzt werden. Welche Auswirkungen wird dies auf die Kulturlandschaft haben?



BAUHAUS IN SACHSEN
Rading trifft Schlemmer und Albers kam zurück ins GRASSI

Mittwoch, 30. September 2015, 19.00 Uhr
GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig, Pfeilerhalle, Johannisplatz 5-11, Leipzig




Begrüßung: Prof. Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Im Gespräch:
Prof. Dr. Werner Durth, Architekturhistoriker Darmstadt, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste
Dr. Arnold Bartetzky, Kunsthistoriker Leipzig
Dr. Walter Prigge, Architektur- und Stadtsoziologe, ehem. Stiftung Bauhaus Dessau
Ute Ackermann, Klassik Stiftung Weimar, Direktion Museen, Abteilung Bauhaus-Museum

Kurzvortrag:
Prof. Dr. Werner Durth, Architekturhistoriker Darmstadt: Rading trifft Schlemmer - Das Haus Dr. Rabe in Zwenkau

Dr. Olaf Thormann, stellv. Direktor des GRASSI Museums für Angewandte Kunst: Die Josef-Albers-Fenster im Grassimuseum

Moderation:
Prof. Dr. Annette Menting, Architekturhistorikerin Leipzig, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste

Im Kontext des Bauhaus-Jubiläums 2019 geht die Veranstaltung den Spuren des Bauhauses in Sachsen nach. Anlass zur Präsentation von zwei exemplarischen Bauhaus-Beispielen ist die Einladung Sachsens zum Bauhaus Verbund 2019. Der Architekt Adolf Rading und der Künstler Oskar Schlemmer gestalteten 1930 ein Gesamtkunstwerk, das Haus Dr. Rabe in Zwenkau. Werner Durth widmete sich in seiner jüngsten Publikation „Rading trifft Schlemmer - BauHausKunst“ diesem Haus, das über Jahrzehnte in Vergessenheit geraten war und als Ikone der Moderne wieder zu entdecken ist. 1927 entwarf der Künstler Josef Albers zur Sonderausstellung Europäisches Kunstgewerbe die Glasfenster für das neue Grassimuseum in Leipzig. Dr. Olaf Thormann erläutert die Gestaltung der Albers-Fenster, die nach jahrzehntelanger Museumsschließung 2011 rekonstruiert werden konnten. So verdichtet sich in Kurzvorträgen und im Gespräch das Bild vom Bauhaus in Sachsen.

In Zusammenarbeit mit dem GRASSI Museum für Angewandte Kunst




AURAFALLEN-SCHWINDEL DER WIRKLICHKEIT II
Mini-Festival zur (An-)Ästhetik in der Musik

Freitag, 2. bis Sonnabend, 3. Oktober 2015, jeweils ab 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden



Aurafallen.pdf pdf - Datei

Handout Ausstellung Aurafallen.pdf pdf - Datei

Programm Aurafallen.pdf pdf - Datei

Musik kann irritieren und erhellen – auch beides zugleich. Und sie kann auf manchmal Schwindel erregende Weise Perspektivwechsel vollziehen. Das alles hängt mit ihren „anästhetischen“ Dimensionen zusammen, die als Tendenz zur Auflösung fest fixierter Eingrenzungen beschrieben werden können – und im vorliegenden Teilprojekt schlaglichtartig zur Darstellung kommen sollen. Die Abfolge unterschiedlicher Diskurs-Formate mündet in ein Konzert, bei dem literarische, theoretische und vor allem kompositorische Beiträge aufgeführt werden. Es geht um das Wechselverhältnis von Ästhetik und Anästhetik (nicht nur) im musikalischen Bereich und um die Reflexionspotenziale, die dabei erfahrbar werden. Dies alles deutet auf einen kreativen Prozess, der ins Offene, Unvordenkliche oder Unsichtbare mündet.

Schlaglichter auf diese Dimension werfen am Freitag, den 2. Oktober 2015 der Autor Marcel Beyer, der Komponist Prof. Manos Tsangaris, die Pianistin Pi-hsien Chen und die Künstlerin Jacqueline Merz , deren Objekte unter dem Titel "Aurafallen" in den Räumen der Akademie gezeigt werden.
Am Sonnabend, den 3. Oktober 2015 werden dazu Werke von Studierenden der Hochschule für Musik Dresden aufgeführt, anschließend Gespräch mit dem Philosophen Prof. Dr. Wolfgang Welsch, Jacqueline Merz und Prof. Manos Tsangaris in Moderation von Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel.

Marcel Beyer, Schriftsteller, geboren 1965 in Tailfingen/Württemberg, 1987-1991 Studium der Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen; 1992 Magister artium mit einer Arbeit über Friederike Mayröcker; ab 1989 Herausgabe der Reihe "Vergessene Autoren der Moderne" (gemeinsam mit Karl Riha); 1990-1993 Lektor an der Literaturzeitschrift "Konzepte"; 1992-1998 Veröffentlichungen in der Musikzeitschrift "Spex"; 1996 und 1998 Writer in residence am University College London und an der University of Warwick in Coventry; lebte bis 1996 in Köln, seitdem in Dresden.

Jacqueline Merz, Malerin und Fotografin, 1962 geboren in Niederbipp (CH); 1990 Abschluss an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, 1995 Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf; 1998 Skopje, Mazedonien, 2002 Künstlerhaus Edenkoben; 2005 Atelier der Stadt Salzburg; 2006 Baumwollspinnerei Leipzig; 2009 Field Institut Hombroich; 2010 Abschlussausstellung Villa Massimo Rom; lebt und arbeitet seit 1991 in Dresden.

Prof. Dr. Wolfgang Welsch, Philosoph, geboren 1946 in Steinenhausen; Studium der Philosophie, Kunstgeschichte, Archäologie und Psychologiean an den Universitäten München und Würzburg; 1974 Habilitation und Lehre an den Universitäten Bamberg, Magdeburg, Jena, an der Freien Universität Berlin, an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der Stanford University und an der Emory University Atlanta, Georgia; emeritiert seit 2012; lebt in Berlin.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Dresden



LANGE NACHT DER GALERIEN UND MUSEEN IM BAROCKVIERTEL DRESDEN
Freitag, 9. Oktober 2015, 19.00-23.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Eingang Königstraße

Ausstellung
Jacqueline Merz: AURAFALLEN (Objekte)

Audio
Barblina Meierhans: Im Widerfall - grenzenlos, ich sitze fest - Einführung in die Ausstellung "Aurafallen" von Jacqueline Merz (2015)
Stimme, Schnitt: Barblina Meierhans, Studio der Hochschule für Musik Dresden

Video
Nastasja Keller: Aurafalle (2015)
HD 16:09, 3:17‘; Nastasja Keller, Idee, Effekte, Schnitt, Regie; VeMac, Schauspiel; Stefanie Bühler, Bass; Johanna Motter, Stimme

Durch den Abend führt Prof. Wilfried Krätzschmar, Komponist, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste.

Zu sehen ist eine Videodokumentation von Barbara Lubich und Michael Sommermeyer
Best of „Aurafallen – Schwindel der Wirklichkeit" (2015) -
Die Videos (jeweils 6 Minuten) zeigen Mitschnitte folgender Kompositionen und Performances:
Marcel Beyer und Manos Tsangaris: Metabolic Office Battle (MOB)
Podiumsgespräch Musik und Anästhetik mit Jacqueline Merz, Manos Tsangaris und Wolfgang Welsch in der Moderation von Jörn-Peter Hiekel
Pi-hsien Chen: Konzert
Tobias Eduard Schick: Inkonsequenza II (2010), Inkonsequenza III (2013), Inkonsequenza IV (2010-2014), Inkonsequenza V ¾ (2014)
Kaj Duncan David: No News Good News (2014)
Barblina Meierhans: Zwei (2014)
Katharina Vogt: Diagnose und Therapie von Schwindel und Wirklichkeit Teil 1-3 (2014)
Alberto Arroyo / Nastasja Keller: Zeitpyramide (2014)
Nicolas Kuhn: Stellenwert (2014)




BORN IN THE GDR / RUSSEN GELESEN
Mittwoch, 7. Oktober 2015, 19.30 Uhr
Haus des Buches Leipzig, Gerichtsweg 28



Lesung und Gespräch:
Kai-Uwe Kohlschmidt, Autor, Komponist und Musiker
Ingo Schulze, Autor
Moderation:
Andreas Tretner, Übersetzer und ehem. Lektor bei Reclam Leipzig

In der DDR hatten wir zu viele Russen gelesen, um noch Illusionen zu haben, sagt Kai-Uwe Kohlschmidt (geboren 1968 in Leipzig) rückblickend über sich und seine Kollegen der alternativ-experimentellen Rockband Sandow, mit der sie in den 1980er Jahren jugendliche Subkultur prägten. Ingo Schulze (geboren 1962 in Dresden), dessen Weg in den Westen über den Osten, sprich das Sankt Petersburg der frühen Neunziger Jahre führte, ihm dort "33 Augenblicke des Glücks" bescherte, hat sich kurz davor eingehender mit der russischen Literatur befasst, inspiriert durch die Moskauer Konzeptualisten.

Gespräch zwischen dem Sänger, Gitarristen, Autor und Regisseur Kai-Uwe Kohlschmidt und dem Schriftsteller Ingo Schulze über Bücher und so exzentrisch-befreiende wie politisch provokante Aneignungsweisen von Literatur gestern und heute, ergänzt durch beider Kurzlesungen, moderiert Andreas Tretner (Jg. 1959, geboren in Gera, in Berlin lebend). Der frühere Lektor bei Reclam Leipzig ist heute Übersetzer russischer, bulgarischer und tschechischer Literatur. Kuratiert von Ingrid Sonntag.

In Zusammenarbeit mit dem Haus des Buches Leipzig



ZUKUNFTSSTADT – GRÜN, OFFEN, LEBENDIG
Donnerstag, 22. Oktober 2015, 9.00-20.00 Uhr (auf pers. Anmeldung)
Kulturrathaus Dresden, Königsstraße 15

Programm Tagung Zukunftsstadt.pdf pdf - Datei

Leitung: Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Müller, Direktor des IÖR und Leiter der AG Stadtentwicklung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Die gemeinsame Tagung der Sächsischen Akademie der
Wissenschaften, des Leibniz-Instituts für ökologische
Raumentwicklung (IÖR) und der Sächsischen Akademie der Künste im Rahmen des Wissenschaftsjahres Zukunftsstadt, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, setzt sich mit Blick auf die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Stadtentwicklungsfragen unter den Aspekten Urbanität und Natur, Segregation und Integration, Teilhabe und Engagement auseinander.

Anmeldung und Informationen unter zukunftsstadt@saw-leipzig.de
Ansprechpartner: Stefanie Kießling, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Tel.: 0341-7115349, E-Mail: kiessling@saw-leipzig.de
Für Tagungsunterlagen und Verpflegung wird ein Unkostenbeitrag von 20 ¤ (Studierende 5 ¤) erhoben.
Der Besuch der Podiumsdiskussion ist kostenfrei.

Programm
09:00 Grußworte und Eröffnung
09:30 Stadtzukunft: Vision und Realität
Moderation:
Prof. Dr. Karl Mannsfeld, Dresden
Vorträge:
Prof. Dr. Michael Opielka, Jena/Berlin
Prof. Dipl.Ing. Jörn Walter, Hamburg

11:00 Pause

11:30 Grüne Stadt: Urbanität und Natur
Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Wende, Dresden
Inputstatements:
Prof. Dr. Catrin Schmidt, Dresden
Prof. Clemens Deilmann, Dresden
Prof. Dipl.Ing. Angela Mensing-de Jong, Dresden
Dr. Ing. habil Matthias Lerm, Jena

13:00 Pause

14:00 Stadt für alle: Segregation und Integration
Moderation:
Prof. Dr. Vera Denzer, Leipzig
Inputstatements:
Prof. Dr. Sigrun Kabisch, Leipzig
Prof. Stefan Rettich, Bremen/Leipzig
Prof. Dipl.Ing. Arch. Johannes Ringel, Leipzig
Veronika Gottmann, Leipzig

15:30 Pause

16:00 Lebendige Stadt: Teilhabe und Engagement
Moderation:
Prof. Dr. Sebastian Lentz, Leipzig
Vortrag:
Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Berlin
Inputstatements:
Prof. Dipl.Ing. Melanie Humann, Dresden
Prof. Dr. Achim Hahn, Dresden
Tom Umbreit, Dresden

Pause

18:00 ZUKUNFTSSTADT - GRÜN, OFFEN, LEBENDIG?
Öffentliche Podiumsdiskussion

Grün, offen und lebendig: Das ist die Vision der Stadt von morgen. Doch was heißt das konkret? Die öffentliche Podiumsdiskussion bildet den Abschluss der Fachtagung. Im Zentrum steht die Frage, wie wir in Zukunft (zusammen)leben wollen. Wie lassen sich sich wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Umweltschutz, kulturelle Vielfalt und soziale Gerechtigkeit in der Stadt miteinander vereinbaren? Dabei spannt sich der Bogen von der aktuellen Flüchtlingsproblematik bis hin zu langfristigen und strategischen Themen wie dem Klimawandel. Im Fokus der Debatte stehen insbesondere mittlere Städte mit weniger als einer Million Einwohnern in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Moderation:
Andreas Höll, MDR
Es diskutieren:
Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Berlin
Prof. Dr. Karl Mannsfeld, Dresden
Prof. Dr. Michael Opielka, Jena/Berlin

Die Veranstaltung reiht sich ein in die Aktivitäten im Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung.



ROMUALD LOEGLER: SYNOPSIS
Vernissage im Rahmen der Positionen-Reihe

Mittwoch, 28. Oktober 2015, 19.00 Uhr
HTWK Leipzig, Treppenfoyer, Karl-Liebknecht-Straße 132




Begrüßung: Prof. Dr. Annette Menting, Architekturhistorikerin Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig
Einführungen
Prof. Herbert Bühler, Bühler und Bühler Architekten, München
Werkvortrag: Dr Inz. Arch. Romuald Loegler, Architekt Kraków

Romuald Loegler gilt als einer der kreativsten polnischen Architekten der letzten Jahrzehnte. Zugleich ist er als Vermittler zwischen Ost- und Westeuropa bekannt und war als Architekt, Dozent, Kurator und Herausgeber in Polen sowie in Finnland, Frankreich, Österreich und Deutschland tätig. Unter dem Titel "Synopsis" präsentiert der 75-jährige Loegler aus Kraków sein Lebenswerk in Publikation und Ausstellung, von ersten Studien aus den siebziger Jahren bis zu jüngeren Entwürfen wie der Seine-Brücke in Paris. Ein früher Bau ist die Hedwig-Kirche in seiner Heimatstadt, die auf einen Entwurf von 1979 zurückgeht und 1991 fertiggestellt werden konnte. Nach der politischen Wende bot sich ihm die Möglichkeit, mehrere Bauten zu realisieren darunter die neue Philharmonie in Łódź und die Oper in Kraków. In "Architectural Visions for Europe"(2013) wird dem Architekten Romuald Loegler ein "feinsinniger Hang zum Visionären" attestiert.

Die Ausstellung "Synopsis" ist vom 28.10.-20.11.2015 im Treppenfoyer der HTWK Leipzig zu sehen. In Kooperation mit der HTWK Leipzig, dem Polnischen Institut Berlin, Filiale Leipzig, der Stadt Leipzig, Referat für Europäische und Internationale Zusammenarbeit

In Kooperation mit der HTWK Leipzig, dem Polnischen Institut Berlin, Filiale Leipzig und der Stadt Leipzig, Referat für Europäische und Internationale Zusammenarbeit




VORTRAGSREIHE BAU|KUNST
Ab-Bilden
Ab 28. Oktober 2015

Abbilden Vortragsreihe Baukunst 2015.pdf pdf - Datei

Leitung: Prof. Olaf Lauströer, Hochschule für Bildende Künste Dresden; Prof. Ivan Reimann und Prof. Thomas Will, Technische Universität Dresden, Fakultät für Architektur

Architektur beruht nicht allein auf den Gesetzen der Konstruktion, der Tektonik oder des Materials. Sie entsteht im Entwurfsprozess immer auch aus den Ideen, die wir der Wahrnehmung und Erfahrung der äußeren Welt – also Vor-Bildern aller Art – verdanken. Können Architekturwerke autonom sein? Oder sind sie das Ab-Bild der inneren Bilder bzw. der funktionalen Abhängigkeiten, die wir als Entwerfer zu bewältigen haben?

Termine: Veronika Kellndorfer (28.10.2015, 19.00 Uhr, HFBK Dresden), José Gutierrez Marquez (11.11.2015, 19.00 Uhr, TU Dresden), François Charbonnet (25.11.2015, 19.00 Uhr, TU Dresden), Werner Neuwirth (09.12.2015, 19.00 Uhr, TU Dresden), Christoph Markschies (13.01.2016, 19.00 Uhr, HfBK Dresden) und Gion A. Caminada (20.01.2016, 19.00 Uhr, TU Dresden)

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Dresden




VORTRAGSREIHE BAU|KUNST
VERONIKA KELLNDORFER
Mittwoch, 28. Oktober 2015, 19.00 Uhr
Hochschule für Bildende Künste, Güntzstraße 34
Großer Hörsaal im 2. OG

Vortrag: Veronika Kellndorfer, bildende Künstlerin, Berlin
Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden

Veronika Kellndorfer, bildende Künstlerin, 1962 in München geboren, studierte Malerei in Wien und Berlin. Zentrales Thema in Kellndorfers Werk ist die Beschäftigung mit Architektur. Fotografien, zumeist ausschnitthafte Abbildungen öffentlich bekannter Bauten, werden von Kellndorfer in Form großformatiger Siebdrucke auf Glas, als mediale Schnittstelle unterschiedlicher Realitäts- und Bezugsebenen in neue architektonische Zusammenhänge transferiert. Für ihre Arbeit hat sie zahlreiche Stipendien u.a. der Villa Aurora, Pacific Palisades (2003), der Villa Massimo, Rom (2005) sowie der Villa Kamogawa, Kyoto (2012) erhalten.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Dresden und mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und der Architektenkammer Sachsen.



AKADEMIESALON JÖRG BERNIG UND VERA KOUBOVÁ
Montag, 2. November 2015, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden




Lesung und Gespräch: Jörg Bernig und Vera Koubová

Die tschechische Übersetzerin und Fotografin Vera Koubová übersetzte Gedichte und Essays von Jörg Bernig, für den Böhmen und die Mitte Europas einen grundlegenden poetischen Raum bilden. Im Gespräch wird Vera Koubová der, wie sie sagt,"seltsamen Mischung von Dichterischem und spannender Geschichte" nachgehen, die in Bernigs Texten anzutreffen ist. Zudem liest Jörg Bernig aus seinem 2014 erschienenen Roman "Anders".

Jörg Bernig, geboren 1964 in Wurzen, studierte nach einer Bergmannslehre und Militärdienst an der Universität Leipzig (Deutsch und Englisch). Danach lebte er einige Zeit in Schottland und Wales. Nach seiner literaturwissenschaftlichen Promotion an der Freien Universität Berlin folgten mehrfach Drittmittelprojekte an der TU Dresden. Jörg Bernig veröffentlichte Gedichtbände, Romane und Essays. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Sächsischen Akademie der Künste. Er lebt in Radebeul bei Dresden.

Věra Koubová, geboren 1953 in Klobouky bei Brünn, studierte Übersetzungswissenschaft an der Karls-Universität Prag (Englisch, Deutsch). Dissertation über Das Sprachspiel in der angelsächsischen Literatur als Übersetzungsproblem. Von 1986–89 studierte sie an der Prager Fotoschule. Sie ist tätig als Fotografin und veröffentlichte mit Steffen Höhne den Bildband Sterbliche : Unsterbliche. Věra Koubová übersetzt sowohl Lyrik als auch Prosa und übertrug Texte von Novalis, Friedrich Nietzsche, Franz Kafka, Franz Wurm oder Peter Handke. Věra Koubová erhielt Preise des Tschechischen Literaturfonds, der Tschechischen Übersetzergemeinde und der Robert Bosch Stiftung. Sie lebt in Prag.

Veranstaltung im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage Dresden



UNDINE GISEKE - GOTTFRIED SEMPER ARCHITEKTURPREIS 2015
Donnerstag, 5. November 2015, 18 Uhr (geschl. Veranstaltung auf pers. Einladung)
Sächsisches Staatsweingut Schloß Wackerbarth/Radebeul



Das Kuratorium des Gottfried Semper Architekturpreises aus Vertretern der Sächsischen Akademie der Künste (Prof. Wilfried Krätzschmar, Prof. Olaf Lauströer, Prof. Andreas Wolf), der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (Bernd Dietmar Kammerschen) und des Energieunternehmens Vattenfall (Dr. Hartmuth Zeiß) hat die Landschaftsarchitektin Undine Giseke zum Preisträger des Gottfried Semper Architekturpreises 2015 bestimmt.

Der Findungskommission des Gottfried Semper Architekturpreises 2015 gehörten an Prof. Olaf Lauströer (Vorsitzender), Prof. Dipl.-Ing. Angela Mensing-de Jong, Prof. Andreas Wolf (für die Sächsische Akademie der Künste) und Prof. Dr. Clemens Deilmann (für die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt).

Undine Giseke, geboren 1956 in Minden/Westfalen, studierte zunächst Germanistik und Soziologie in Düsseldorf und Berlin, anschließend Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur an der TU Berlin. Sie ist Mitbegründerin des Büros bgmr Landschaftsarchitekten (Becker Giseke Mohren Richard, Berlin und Leipzig). 2003 wurde sie zur Universitätsprofessorin an der TU Berlin, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, berufen und leitet dort das Fachgebiet Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung. Als Studiendekanin für den Studiengang Urban Design setzt sie für neue Wege in der interdisziplinären Lehre ein. Undine Giseke wirkt in zahlreichen Gremien mit, u.a. als Vorsitzende des Kuratoriums der IBA Heidelberg, im Beirat für den Peter- Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin sowie im wissenschaftlichen Beirat des Laurier Centre for Sustainable Food Systems in Waterloo, Kanada. Sie ist zudem Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau- und Landesplanung (DASL).
Undine Gisekes zentrales Arbeitsgebiet ist die kreative Bearbeitung städtischer Transformationsprozesse von Schrumpfung, Stagnation bis Hyperwachstum von Städten in allen Maßstabsebenen. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch die Verbindung praktischer Landschaftsplanung und Landschaftsgestaltung mit theoretisch fundierter wissenschaftlicher Arbeit auf dem Feld der Landschaftsökologie und Landschaftsarchitektur aus.

Grußworte:
Prof. Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
Dr. Hartmuth Zeiß, Vorstandsvorsitzender Vattenfall Europe Mining AG, Vattenfall Europe Generation AG
Laudatio auf die Preisträgerin:
Prof. em Thomas Sieverts, München
Dank der Preisträgerin
Musik: Jürgen Karthe, Bandoneon

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und Vattenfall Europe Mining Generation




AKADEMIESALON JAROMÍR TYPLT
Mittwoch, 11. November 2015, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden




Performance-Lesung, Film und Gespräch: Jaromír Typlt und Jörg Bernig

Arabeske.pdf pdf - Datei

Jaromír Typlt, Schriftsteller, Essayist, Performer, Kurator und Herausgeber, geboren in 1973 in Nová Paka/Böhmen, experimentiert in den Bereichen von Text, Klang, Performance und Bildender Kunst, oft in Zusammenarbeit mit Musikern wie Michael Rataj oder dem Künstler Jan Mericka. Seit 1999 entwickelt er die Form der sogenannten "mutierten Autorlesung", in der er Stimmenaufnahmen, Sprachrhythmen, aber auch gefundene Gegenstände und Bühnenhandlungen im Raum verwendet.

Veranstaltung im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage Dresden




VORTRAGSREIHE BAU|KUNST
JOSÉ MARIO GUTIÉRREZ MARQUEZ
Mittwoch, 11. November 2015, 19.00 Uhr
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19
Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120



Vortrag: Prof. Dipl. Ing. José Mario Gutiérrez Marquez, BFM Architekten Berlin
Einführung und Moderation: Prof. Thomas Will, TU Dresden


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Architektur beruht nicht allein auf den Gesetzen der Konstruktion, der Tektonik oder des Materials. Sie entsteht im Entwurfsprozess immer auch aus den Ideen, die wir der Wahrnehmung und Erfahrung der äußeren Welt – also Vor-Bildern aller Art – verdanken. Können Architekturwerke autonom sein? Oder sind sie das Ab-Bild der inneren Bilder bzw. der funktionalen Abhängigkeiten, die wir als Entwerfer zu bewältigen haben?

Der Architekt José Gutiérrez Marquez, geboren in Rosario, Argentinien, studierte an der Universidad Nacional de Rosario und am Istituto Universitario di Architettura Venezia. Nach Mitarbeit in Büros in Argentinien, Italien und Berlin gründete er 1995 die Gemeinschaft Bruno Fioretti Marquez Architekten in Berlin. Das Büro BFM realisierte u.a. die Justizvollzugsanstalt Neuruppin-Wulkow und die Mittelpunktbibliothek Köpenick, für die es 2009 den Architekturpreis Berlin erhielt. Internationale Aufmerksamkeit fand die 2014 abgeschlossene „Städtebauliche Reparatur“ des Meisterhausensembles in Dessau mit der „unscharfen“ Wiedererrichtung des Direktorenhauses von Walter Gropius. Prof. Marquez lehrt an der Bauhaus-Universität Weimar.

nächste Termine: François Charbonnet (25.11.2015, 19.00 Uhr, TU Dresden), Werner Neuwirth (09.12.2015, 19.00 Uhr, TU Dresden), Christoph Markschies (13.01.2016, 19.00 Uhr, HfBK Dresden) und Gion A. Caminada (20.01.2016, 19.00 Uhr, TU Dresden)

Leitung der Reihe: Prof. Olaf Lauströer, Hochschule für Bildende Künste Dresden; Prof. Ivan Reimann und Prof. Thomas Will, Technische Universität Dresden, Fakultät für Architektur

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Dresden und mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und der Architektenkammer Sachsen.




VORTRAGSREIHE BAU|KUNST
FRANÇOIS CHARBONNET
Mittwoch, 25. November 2015, 19.00 Uhr
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19
Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120




Vortrag: François Charbonnet, Büro Made in Sárl, Genf
Einführung und Moderation:
Dr. Tom Schoper, TU Dresden

Der Architekt François Charbonnet, 1972 in Genf geboren, studierte Architektur an der ETH Zürich und verbrachte einige Zeit seines Studiums in New York. 2003 gründete er das Architekturbüro Made in Sàrl von zusammen mit Patrick Heiz in Genf. Für ihr international anerkanntes Projekt, die Villa Chardonne am Genfer See, erhielten sie 2009 den Stahlbaupreis und den Velux Award. Charbonnet lehrte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPF) und ist derzeit Gastprofessor an der Università della Svizzera Italiana in Mendrisio. Nach dem Motto „Leben statt Kunst“ widersetzt er sich mit seinen Projekten der seiner Meinung nach normierten Architektur.

nächste Termine: Werner Neuwirth (09.12.2015, 19.00 Uhr, TU Dresden), Christoph Markschies (13.01.2016, 19.00 Uhr, HfBK Dresden) und Gion A. Caminada (20.01.2016, 19.00 Uhr, TU Dresden)

Leitung der Reihe: Prof. Olaf Lauströer, Hochschule für Bildende Künste Dresden; Prof. Ivan Reimann und Prof. Thomas Will, Technische Universität Dresden, Fakultät für Architektur

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Dresden und mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und der Architektenkammer Sachsen.




SCHRITTE EINES WANDERERS.../ GÓNGORA GELESEN
Mittwoch, 2. Dezember 2015, 19.30 Uhr
Haus des Buches Leipzig, Gerichtsweg 28




Lesung und Gespräch: Uwe Kolbe und Christian Lehnert
Der Abend wird moderiert von Heinrich von Berenberg, dem Verleger und Übersetzer aus dem Spanischen

Die Idee der "Überschreitung" im französischen Surrealismus weist auch auf den Spanier Luis de Góngora y Argote und auf seine schönen Landschaftsbilder in einer Lyrik gewollter Dunkelheit. Über die Wirkung, die der Dichter des Goldenen Zeitalters, dessen "Soledades" (Waldeinsamkeit) 1973 und 1982 zweisprachig bei Reclam Leipzig in neuer Übertragung von Erich Arendt erschienen (Hg. Karlheinz Barck), bis heute auf sie ausübt, sprechen die Dichter Uwe Kolbe und Christian Lehnert.

In Zusammenarbeit mit dem Haus des Buches Leipzig




HELMUT OEHRING (BERLIN) UND VLADIMIR RANNEV (MOSKAU)
Donnerstag, 3. Dezember 2015, 19.00 Uhr
Festsaal im Stadtmuseum, Wilsdruffer Straße 2, Dresden



Vladimir Rannev, Foto: Art platform “Vorota” ncca.ru; Helmut Oehring, Foto: Astrid Ackermann

Einführung und Moderation: Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel, Hochschule für Musik Dresden
Gespräch: Helmut Oehring und Vladimir Rannev
Ensemble El Perro Andaluz

In zum Teil experimenteller Besetzung kommen Werke der anwesenden Komponisten Vladimir Rannev (Jg. 1970, St. Petersburg) und Helmut Oehring (Jg. 1961, Berlin) zur Aufführung, dessen Muttersprache die Deutsche Gehörlosensprache ist. An die Aufführung schließt sich ein Gespräch mit dem Komponisten an, das die gegenwärtige Situation und Entwicklung Neuer Musik in Deutschland und Russland, als auch die verschiedenen individuellen Schöpfungsprozesse und Absichten der Komponisten zum Gegenstand hat.

Das Konzert wird gefördert vom Städtepartnerschaftsfonds der Stadt Dresden und findet in Kooperation mit KlangNetz Dresden statt.




VORTRAGSREIHE BAU|KUNST
WERNER NEUWIRTH
Mittwoch, 09. Dezember 2015, 19.00 Uhr
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19
Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120


Wohnpark Wien Nord, Foto: Stefan Müller

Vortrag: Werner Neuwirth, Architekt Wien
Einführung und Moderation:
Prof. Ivan Reimann, TU Dresden

Werner Neuwirth, geboren 1964 in Bodenmühl/Kärnten, studierte in Wien zunächst Malerei an der Akademie der bildenden Künste und im Anschluss Architektur an der Universität für angewandte Kunst. Im Jahr 2000 gründete er sein eigenes Architekturbüro in Wien, 2013 wurde ihm der Preis der Stadt Wien für Architektur zugesprochen. Zu den bekanntesten Projekten des Büros zählt der Wohnpark PaN am Wiener Nordbahnhof, den Neuwirth gemeinsam mit den Architekten Sergison Bates (London) und Ballmoos Krucker (Zürich) errichtete. Mit seinen komplexen Bezügen zwischen drei individuell geprägten Einzelbauten wurde dieses Ensemble 2014 mit dem österreichischen Bauherrenpreis ausgezeichnet.

nächste Termine: Christoph Markschies (13.01.2016, 19.00 Uhr, HfBK Dresden) und Gion A. Caminada (20.01.2016, 19.00 Uhr, TU Dresden)

Leitung der Reihe: Prof. Olaf Lauströer, Hochschule für Bildende Künste Dresden; Prof. Ivan Reimann und Prof. Thomas Will, Technische Universität Dresden, Fakultät für Architektur

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Dresden und mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und der Architektenkammer Sachsen.




AUSSTELLUNG
Jacqueline Merz AURAFALLEN
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden
Montag, 5. Oktober bis Freitag, 11. Dezember 2015, 9-15 Uhr (bitte klingeln)


Jacqueline Merz mit Aurafalle, Foto: Frank Höhler

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Barblina Meierhans Eroeffnungsrede.pdf pdf - Datei

"Mit Blick auf den "Schwindel der Wirklichkeit" lag für mich als Malerin die Herausforderung darin, den musikalischen, szenischen und sprachlichen Installationen des Festivals zur Anästhetik in der Musik in ihrer schwindelerregenden Offenheit etwas entgegenzusetzen und in derselben Bewegung hinzuzufügen. So entschied ich mich für eine Arbeit, die in sich etwas Verschlossenes, Geheimnisvolles birgt, die AURAFALLEN.
Entstanden sind die Objekte zwischen 1999 und 2001. Eine Phase, in der ich mich unter maltechnischen Gesichtspunkten intensiv mit Yves Klein und seinem Blau auseinandersetzte: Wie könnte es gelingen, reines Pigment so auf dem Bildträger zu fixieren, dass die samtene Oberfläche, die Intensität und die Strahlkraft der Farbe erhalten bleiben?
Eine Grundierung auf Reismehlbasis führte schließlich zum Erfolg. Das Pigment sitzt fest, reagiert jedoch empfindlich auf Berührung. Und so begann ich Schutzhüllen aus Leinwand zu bauen. Durch die Öffnungen an den Körpern und dank der leichten Transparenz der geölten Leinwand entsteht eine Art optischer Sog ins Objekt hinein, auf die Farbkraft hin, die nach und nach aus den stummen "Lautsprechern" in den Raum sickert.
Die 1997 nach Texten von William S. Burroughs entstandenen Zeichnungen (Kohle, Ölkreide auf Papier) bilden den schwarzweißen, linearen, erzählerischen Gegenpol zu den in den Raum greifenden, mit der abstrakten Kraft der reinen, sich ausdehnenden Farbe spielenden AURAFALLEN." Jacqueline Merz, Oktober 2015