Veranstaltungen
 Akademie
  Der Senat
  Förderer und Koooperationspartner
  Chronik der Tätigkeit
  Gründungsgesetz
  Satzung
 Aktuelles
 Mitglieder
 Preise
 Publikationen
 Praktikum
 Kontakt, Impressum
 Datenschutz
 Česky, English, Français, Polski
CHRONIK DER TÄTIGKEIT 2016

AUSSTELLUNGEN 2016

BUILDING NEW REALITIES
Ausstellung in der Geschäftsstelle der Sächsischen Akademie der Künste am Palaisplatz 3, 01097 Dresden, 18.1.-25.5.2016.


Seit mehr als einhundert Jahren erforschen Komponisten die klangliche Vielfalt einer akustischen Welt, die sich jenseits aller Konzerterfahrung eröffnet. Die Ausstellung zeiigt mit ihren skulpturalen, installativen und performativ medialen Werken der Komponisten Johannes Kreidler, Berlin; Robin Minard, Weimar und Franz Martin Olbrisch, Berlin drei sehr unterschiedliche Positionen aktueller Klangkunst.

Werke Franz Martin Olbrisch.pdf pdf - Datei

Werke Johannes Kreidler.pdf pdf - Datei

Werke Robin Minard.pdf pdf - Datei



CARLO WEBER: SKIZZEN UND ZEICHNUNGEN
Ausstellung in der Geschäftsstelle der Sächsischen Akademie der Künste am Palaisplatz 3, 01097 Dresden, 4.6.-7.10.2016.


Olympiaanlagen München 1972. Nachnutzung im Winter. (c) Behnisch und Partner. Zeichnung Carlo Weber. Abb.: SAAI, KIT-Werkarchiv Behnisch und Partner.

Zeichnen als primäres materielles Verfahren, den gedanklichen Entwurfsprozess zur Darstellung zu bringen, war unverzichtbarer Bestandteil der Überlegungen des Architekten und Hochschullehrers Carlo Weber (1934-2014). Das Spektrum der Ausstellung, kuratiert von Catherine Rennert, Tochter Carlo Webers, reicht von Reiseskizzen aus den fünfziger Jahren, Ortsanalysen und Planideen bis zur großformatigen Darstellung von Bauprojekten, wie den Zeichnungen der Gesamtanlage der spektakulären Olympiabauten 1972 in München. Webers enge Verbindung zu Dresden zeigen auch seine Arbeiten zu den Projekten in der Stadt, dem Neubau der Mensa der Heeresoffiziersschule und der Sanierung des Lipsiusbaus, dem Ausstellungsbau an der Brühlschen Terrasse.
Carlo Weber (1934-2014) war einer der angesehensten Architekten in Deutschland. 1934 in Saarbrücken geboren, begann er 1953 das Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart und trat zusammen mit Fritz Auer 1966 in die Architektengemeinschaft Behnisch & Partner ein. 1980 gründeten Carlo Weber und Fritz Auer ein eigenes Büro mit Standorten in Stuttgart und München. Ab 1992 lehrte er als Professor für Gebäudelehre und Entwerfen an der Technischen Universität Dresden.
Carlo Weber wurde 1996 in die neu gegründete Sächsische Akademie der Künste als Mitglied der Klasse Baukunst gewählt. Mit seiner Amtszeit als Sekretär der Klasse 1999 bis 2011 verbinden sich, unter anderem, Städtebautagungen in verschiedenen Nachbarländern und die enge Zusammenarbeit mit den anderen Akademien der Künste in Berlin, Hamburg und München.

Mit Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., des Architekturmuseums der Technischen Universität München und des Büros Auer Weber und der Familie Weber.


WOHIN MIT DER SCHÖNHEIT?
20 Jahre Sächsische Akademie der Künste
Sonderausstellung Städtische Galerie Dresden, Wilsdruffer Straße 2, 01167 Dresden, 18.6.2016‒18.9.2016.



WOHIN MIT DER SCHÖNHEIT? lautet der Titel der Ausstellung der Bildenden Künstler der Sächsischen Akademie der Künste, die vom 18.6.‒18.9.2016 in der Städtischen Galerie Dresden gezeigt wird. "Ja, muss sie denn weg?" fragt der Kunsthistoriker Wolfgang Holler. "Eigentlich ist der Titel typisch dresdnerisch, etwas ratlos, nicht euphorisch, entmutigt, elbtalversauert. Dabei entsteht beim Wiederholen etwas Drittes - der schlichte Ausdruck "Wohin mit der Schönheit" öffnet Türen..." schreibt der Maler Ralf Kerbach (Ausstellungszeitung, S.12-13).

Das Motto der Sonderausstellung in der Städtischen Galerie Dresden anlässlich des 20jährigen Bestehens der Sächsischen Akademie der Künste steht für die Frage nach der Zukunft der Kunst und der Gesellschaft: Was will und kann Kunst heute in unserem Gemeinwesen leisten, bewirken, einlösen und einfordern? Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste und Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden/Direktor der Städtischen Galerie Dresden wollen mit der Ausstellung Türen für die Auseinandersetzung mit dieser Frage öffnen und in künstlerischer Form vielfältige Einblicke und Anregungen zur Diskussion geben.

Prof. Dr. Thomas Deecke, ehem. Direktor des Weserburgmuseums Bremen, konnte als Kurator gewonnen werden, Werke der 28 bildenden Künstlerinnen und Künstler der Sächsischen Akademie der Künste, zusammenzutragen. Zu sehen sind Arbeiten aus allen künstlerischen Medien: Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien und Filme.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


BEWEGTE LANDSCHAFT - UNDINE GISEKE
Gottfried Semper Architekturpreis 2015

Ausstellung in der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund, Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin, 6.9.-16.10.2016.

Seit 2007 wird mit dem Gottfried Semper Architekturpreis die besondere städtebauliche Einbindung, sowie klima-, ressourcen- und flächenschonendes Bauen gewürdigt. Die Werkschau anlässlich der Verleihung des Preises 2015 an die Landschaftsarchitektin Undine Giseke dokumentiert ihren Ansatz einer innovativen Landschaftsplanung im In- und Ausland.

Undine Gisekes zentrales Arbeitsgebiet ist die rkeative Bearbeitung städtischer Transformationsprozesse von Schrumpfung, Stagnation bis Hyperwachstum von Städten in allen Maßstabsebenen. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch die Verbindung praktischer landschaftsplanung und Landschaftsgestaltung mit theoretisch fundierter wissenschaftlicher Arbeit auf dem Feld der Landschaftsökologie und Lnadschaftsarchitektur aus.

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, Vattenfall Europe Mining & Generation und der Landesvertretung des Freistaates Sachsen beim Bund.


VERANSTALTUNGEN 2016



Programm Januar bis Maerz 2016.pdf pdf - Datei

VORTRAGSREIHE BAU|KUNST
CHRISTOPH MARKSCHIES
Mittwoch, 13. Januar 2016, 19.00 Uhr
Hochschule für Bildende Künste, Güntzstraße 34
Großer Hörsaal im 2. OG


Christoph Markschies, Foto: Norbert Neetz/epd-Bild

Vortrag: Christoph Markschies, Theologe, Berlin
Einführung und Moderation:
Ivan Reimann, TU Dresden

Architektur beruht nicht allein auf den Gesetzen der Konstruktion, der Tektonik oder des Materials. Sie entsteht im Entwurfsprozess immer auch aus den Ideen, die wir der Wahrnehmung und Erfahrung der äußeren Welt – also Vor-Bildern aller Art – verdanken. Können Architekturwerke autonom sein? Oder sind sie das Ab-Bild der inneren Bilder bzw. der funktionalen Abhängigkeiten, die wir als Entwerfer zu bewältigen haben?
Der evangelische Theologe Christoph Johannes Markschies, 1962 in Berlin geboren, führt die Auseinandersetzung mit diesem Thema aus seinem Blickwinkel fort. Er studierte Evangelische Theologie, klassische Philologie und Philosophie in Marburg, München, Tübingen und Jerusalem. Im Jahr 2001 erhielt er den Leibniz-Preis. Von 2006 bis 2010 war er Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2004 betreut er dort den Lehrstuhl für Ältere Kirchengeschichte. Außerdem lehrt er an der Hebräischen Universität Jerusalem, predigt regelmäßig in Berlin und ist Kolumnist für das Monatsmagazin „chrismon plus“. Markschies ist seit 2012 Vizepräsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Nächster Termin: Gion A. Caminada (20.01.2016, 19.00 Uhr, TU Dresden)

Leitung der Reihe: Olaf Lauströer, Hochschule für Bildende Künste Dresden; Ivan Reimann und Thomas Will, Technische Universität Dresden, Fakultät für Architektur

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Dresden und mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und der Architektenkammer Sachsen.


AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
FRANZ MARTIN OLBRISCH: BUILDING NEW REALITIES
Montag, 18. Januar 2016, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden


"4c0st1ctr1g3r" mit Markus Zink, Foto: Kaj Duncan David

Begrüßung: Wilfried Krätzschmar, Präsident Sächsische Akademie der Künste
Gespräch mit den Komponisten Johannes Kreidler, Berlin; Robin Minard, Weimar; Franz Martin Olbrisch, Berlin
Moderation:
Jörn Peter Hiekel, Dresden
Musik: Markus Zink (Schlagzeug) "4c0st1ctr1g3r" (2015) von Kaj Duncan David


VORTRAGSREIHE BAU|KUNST
GION A. CAMINADA
Mittwoch, 20. Januar 2016, 19.00 Uhr
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19
Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120


Tegia da vaut/Waldhütte, Domat/Ems 2013

Vortrag: Gion A. Caminada, Architekt Zürich
Einführung und Moderation:
Tom Schoper, TU Dresden

Der Architekt Gion A. Caminada, geboren 1957 in Vrin (Graubünden), machte eine Lehre zum Bauschreiner, besuchte die Kunstgewerbeschule und die ETH in Zürich, wo er das Architekturstudium abschloss. Caminada arbeitet als Architekt in seinem Heimatort Vrin, für dessen behutsame Erneuerung er weithin Anerkennung fand. Mit der Art und Weise, wie er neue Bauten den Ansprüchen und dem Charakter ländlicher Gemeinden zuordnet, gelang ihm eine überzeugende Neubestimmung des ortbezogenen Bauens. Für ihn hat Architektur den Anspruch, „Realitäten des Alltags“ aufzugreifen und somit „ganzheitliche Lebensräume im anthropologischen Sinne zu schaffen“. Prof. Caminada lehrt seit 1998 an der ETH Zürich.

Leitung der Reihe: Olaf Lauströer, Hochschule für Bildende Künste Dresden; Ivan Reimann und Thomas Will, Technische Universität Dresden, Fakultät für Architektur

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Dresden und mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und der Architektenkammer Sachsen.


AKADEMIESALON ARILA SIEGERT
Montag, 1. Februar 2016, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Gespräch: Arila Siegert, Tänzerin, Choreografin und Regisseurin Berlin
Moderation: Bernd Feuchtner, freier Publizist Berlin

Vorgestellt wird Arila Siegerts Künstlerbiografie, die als Palucca-Schülerin begann, Erste Solotänzerin an der Staatsoper Dresden wurde und die Dresdner Ausdruckstanztradition mit eigenen Soloprogrammen fortsetzte. Arila Siegert hat in Dresden 1985 ein modernes Tanztheater am Staatsschauspiel gegründet und dort ihre großen Soloabende aufgeführt, von denen Ruth Berghaus sagte: „Sie geben einem einen Blick auf die Zeit.“ Sie choreografierte an der Komischen Oper Berlin, in Leipzig und Dresden, leitete das Tanztheater am Landestheater Dessau und wurde als Expertin für die Bauhausbühne berufen. Für Alexander Kluge ist sie eine „Zauberin der Bewegungsregie der Oper“.
Das Buch dokumentiert die Lebens- und Arbeitsstationen von Arila Siegert anhand neuer Texte der Wissenschaftler und Künstlerkollegen, veröffentlicht Briefe ihrer Lehrerinnen Palucca und Nina Ulanova und enthält Auszüge aus Tagebüchern und Gesprächen. Videobeispiele und ein Gespräch begleiten die Buchvorstellung.

Bernd Feuchtner arbeitet als freier Kritiker u.a. für die Frankfurter Allgemeine, die Süddeutsche Zeitung; Redakteur für Musik und Tanz am Berliner Tagesspiegel; 1996 Redakteur beim Magazin Opernwelt; 2005 Operndirektor in Heidelberg, Gründung und Leitung des Barockfestivals "Winter in Schwetzingen" (bis 2011); 2009/10 Operndirektor und Chefdramaturg am Salzburger Landestheater; 2011-2014 Chefdramaturg am Badischen Staatstheater Karlsruhe und Leiter der Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe; Lehraufträge an den Universitäten Frankfurt, FU Berlin, Heidelberg , Salzburg und Karlsruhe.

Arila Siegert: Tänzerin Choreografin Regisseurin. Herausgegeben von Regine Herrmann im Auftrag der Akademie der Künste, Berlin. Mit einem Fotoessay von Jim Rakete. ISBN 978-3-88331-167-8


AKADEMIESALON DURS GRÜNBEIN
Montag, 22. Februar 2016, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden

.JPG - Datei
Durs Grünbein, Foto: Klaus Michael

Lesung und Gespräch: Durs Grünbein, Schriftsteller Berlin/Rom
Moderation: Peter Richter, Publizist Berlin/New York

"Glück ist, wenn gräsergleich dich Erinnerung/Streift an den Schläfen. Wenn diese erste Welt/Der Blicke und der Benennungen wiederkehrt". Mit dem Erinnerungsband „Die Jahre im Zoo“ (2015) hat Durs Grünbein das Porträt seiner Kindheit, ein Buch über die DDR, über Literatur und seinen ganz speziellen Blickwinkel auf Dresden vorgelegt. Die Schicksale der Vorfahren, das ihm überlieferte Trauma der Zerstörung oder die heimatlichen Brachen in der Gartenstadt Hellerau setzen sich in den autobiografischen Skizzen, Essays, Gedichten und Fotografien kaleidoskopartig zu einem Raum des Erinnerns zusammen. Durs Grünbein, geboren 1962 in Dresden, ist Träger zahlreicher Preise (u.a. Büchner-Preis 1995) und Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

Peter Richter, 1973 in Dresden geboren, besuchte das Abendstudium an der Hochschule für Bildende Künste und legte 1992 sein Abitur an der Kreuzschule ab. Er studierte Kunstgeschichte in Hamburg und Madrid, war Moderator beim Deutschlandradio, Redakteur für Kunst und Architektur bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) in Berlin und ist zur Zeit Kulturkorrespondent der Süddeutschen Zeitung (SZ) in New York.


AKADEMIESALON STEPHANIE BUCK
Montag, 29. Februar 2016, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, Dresden


Stephanie Buck, Foto: David Pinzer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Begrüßung: Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Gespräch: Stephanie Buck, Direktorin des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Moderation: Wolfgang Holler, Generaldirektor der Museen Klassik Stiftung Weimar,
Jutta Penndorf, Kunstwissenschaftlerin Altenburg

Mehr als eine halbe Million Werke hütet das Kupferstich-Kabinett Dresden und gehört durch die Qualität seiner Bestände weltweit zu den herausragenden Sammlungen für Zeichnungen, gedruckte Kunst und Fotografie. Im November letzten Jahres übernahm Stephanie Buck die Leitung der ältesten graphischen Sammlung in Deutschland. Die promovierte, international ausgewiesene Kunsthistorikerin wurde 1964 in Rheinland-Pfalz geboren und arbeitete zuletzt als Kuratorin an der Londoner Courtauld Gallery.
Wie geht man heute mit einer so traditionsreichen Sammlung um? Sind Zeichnung und Graphik überhaupt noch zeitgemäße künstlerische Medien? Kann man die Sammlung in Zeiten fehlender Ankaufsetats noch ausbauen und welches Konzept sollte man verfolgen? Wie kann man über einen engen Kennerkreis hinaus Interesse wecken? Wie gewinne ich ein jüngeres Publikum oder ist das Kupferstich-Kabinett Dresden dafür nicht der richtige Ort? Diesen und anderen Fragen gehen Jutta Penndorf und Prof. Dr. Wolfgang Holler im Gespräch mit der neuen Direktorin nach.


UNDINE GISEKE: BEWEGTE LANDSCHAFT
Montag, 14. März 2016, 15.00 Uhr
Lichthof des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen, Carolaplatz 1


Undine Giseke, Foto: Klaus Michael

Begrüßung: Georg Unland, Sächsischer Staatsminister der Finanzen
Hartmuth Zeiß, Vorstand Vattenfall Europe Mining & Generation
Wilfried Krätzschmar, Präsident Sächsische Akademie der Künste
Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor Landesstiftung Natur und Umwelt
Einführung: Olaf Lauströer, Vorsitzender der Findungskommission
Undine Giseke (bmgr Berlin) - Gottfried Semper Architekturpreis 2015

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und Vattenfall Europe Mining Generation


BUCHVORSTELLUNG "AUTONOMIE UND LENKUNG"
Donnerstag, 17. März 2016, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Karl-Tauchnitz-Str.1, Leipzig

Begrüßung: Hans Ulrich Schmid, Stellvertretender Sekretar der Philologisch-historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Gespräch:
Peter Gülke, Musikwissenschaftler und Dirigent Weimar
Rainer Eckert, Historiker und bis 2015 Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig
Frank Zöllner, Kunsthistoriker Leipzig
Frank Schneider, Musikwissenschaftler Berlin
Moderation: Hans Ulrich Schmid

Die Frage nach dem Einfluss politischer Systeme auf die Entwicklung der Kunst stand im Zentrum des interdisziplinären Symposiums "Autonomie und Lenkung. Die Künste im doppelten Deutschland", das von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig durchgeführt wurde. Die Beiträge, die den Blick bewusst auf die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Künste in beiden Hälften Deutschlands in den Blick nehmen, liegen nun einer Dokumentation (Herausgeber Detlef Altenburg und Peter Gülke) vor, die aus Anlass der Buchmesse Leipzig vorgestellt wird.

Aus Anlass der Buchmesse Leipzig, in Zusammenarbeit mit „Leipzig liest“ und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig


BUCHVORSTELLUNG "POESIE IN BEWEGUNG: POETISCHES ÜBERSETZEN"
Freitag, 18. März 2016, 19.00 Uhr
Central-Antiquariat W33, Georg-Schwarz-Str. 12, Leipzig-Lindenau



Begrüßung: Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Buchvorstellung und Gespräch mit Roza Domascyna, Bautzen; Věra Koubová, Prag; Richard Pietraß, Berlin und Pavel Novotný, Liberec
Moderation: Peter Geist, Literaturwissenschaftler Berlin

Literarisches Übersetzen als nie vollständig lösbare Aufgabe? Treue in welchem Sinn? Im Vergleich wozu? Der mit dem Nachdichten verbundene Begriff für poetisches Übertragen weist eine eigene Verbindung zwischen Treue und Freiheit auf. Die Publikation versammelt aktuelle Positionen zum poetischen und literarischen Übersetzen aus Deutschland, Frankreich, Tschechien, Polen und der Ukraine. Im Band vertreten sind u.a. Beiträge von Ró¸a Doma¨cyna, Elke Erb, Peter Gosse, Kerstin Hensel, Alain Lance, Jurko Prochasko, Marek Zybura, Vera Koubová, Kristina Kallert und Pavel Novotný (Herausgeber).

Aus Anlass der Buchmesse Leipzig, in Zusammenarbeit mit „Leipzig liest“


AKADEMIESALON PETER RÖSEL
Montag, 23.5.2016, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Im Gespräch mit dem Pianisten Peter Rösel: Wilfried Krätzschmar

Kein Konzert, aber ein Gespräch des Pianisten Peter Rösel mit Wilfried Krätzschmar steht im Mittelpunkt des Akademiesalons am 23. Mai 2016. Im Zentrum stehen dabei vergangene und gegenwärtige Konzertprojekte in Asien, u.a. der Aufführungszyklus aller Sonaten von Beethoven in Tokio. Gegenwärtig wird mit der japanischen Firma King Records die Aufnahme der Klavierkonzerte Mozarts mit den Kapellsolisten in der Dresdner Lukaskirche realisiert. Mit dem gleichen Ensemble wurden vor wenigen Tagen in der Schweiz die Klavierkonzerte Beethovens aufgeführt und ebenfalls für CD mitgeschnitten.
Für die Saison 2015/16 liegen Einladungen u.a. in die USA, nach China, Taiwan und mehrfach nach Japan vor, unter anderem zum NHK-Sinfonieorchester nach Tokio.

Worin liegt die Faszination für den Interpreten, den vielen Gesamtaufnahmen der 32 Klaviersonaten von Beethoven, die u.a. von Alfred Brendel, Bernard Roberts, Emil Gilels und Takahiro Sonoda eingespielt wurden, eine weitere hinzuzufügen? Was motiviert den Pianisten zu eigenen Mehrfacheinspielungen solchen Umfangs? Worin ändern sich für den Pianisten die eigenen Interpretationsansätze im Lauf der Jahrzehnte? Warum wurde der Aufführungszyklus der 32 Sonaten von Beethoven in Tokio aufgenommen? Was verbindet das japanische Konzertpublikum mit Beethoven und der europäischen Musik des 19. Jahrhunderts?
Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Abends, der durch Tonbeispiele aus den Aufnahmen bereichert wird.


CARLO WEBER: SKIZZEN UND ZEICHNUNGEN
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Freitag, 3.6.2016, 19.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Zeichnen als primäres materielles Verfahren, den gedanklichen Entwurfsprozess zur Darstellung zu bringen, war unverzichtbarer Bestandteil der Überlegungen des Architekten und Hochschullehrers Carlo Weber (1934-2014). Das Spektrum der Ausstellung reicht von Reiseskizzen aus den fünfziger Jahren, Ortsanalysen und Planideen bis zur großformatigen Darstellung von Bauprojekten, wie den Zeichnungen der Gesamtanlage der spektakulären Olympiabauten 1972 in München. Webers enge Verbindung zu Dresden zeigen auch seine Arbeiten zu den Projekten in der Stadt, dem Neubau der Mensa der Heeresoffiziersschule und der Sanierung des Lipsiusbaus, dem Ausstellungsbau an der Brühlschen Terrasse.

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Einführung:
Catherine Rennert, Kuratorin
Im Anschluss Gespräch:
Fritz Auer, Auer Weber Stuttgart
Thomas Sieverts, Architekt, Stadtplaner München
Thomas Will, Technische Universität Dresden

Moderation:
Olaf Lauströer, Sekretär der Klasse Baukunst, Sächsische Akademie der Künste

Führung im Lipsiusbau
Am 3.6.2016, 17–18 Uhr, findet eine Führung im Lipsiusbau durch den Architekten Felix Wiemken (Auer Weber Stuttgart, Projektleiter der Sanierung des Lipsiusbaus 2005) statt. Treffpunkt: Foyer Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse Dresden

Ausstellung Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, 4.6.-7.10.2016, Mo-Fr, 9-15 Uhr und nach tel. Vereinbarung


CARLO WEBER: ARCHITEKT, KÜNSTLER UND HOCHSCHULLEHRER
Sonnabend, 4.6.2016, 10.00 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Carlo Weber (1934-2014) war einer der angesehensten Architekten in Deutschland. 1934 in Saarbrücken geboren, begann er 1953 das Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart und trat zusammen mit Fritz Auer 1966 in die Architektengemeinschaft Behnisch & Partner ein. 1980 gründeten Carlo Weber und Fritz Auer ein eigenes Büro mit Standorten in Stuttgart und München. Ab 1992 lehrte er als Professor für Gebäudelehre und Entwerfen an der Technischen Universität Dresden.
Carlo Weber wurde 1996 in die neu gegründete Sächsische Akademie der Künste als Mitglied der Klasse Baukunst gewählt. Mit seiner Amtszeit als Sekretär der Klasse 1999 bis 2011 verbinden sich, unter anderem, Städtebautagungen in verschiedenen Nachbarländern und die enge Zusammenarbeit mit den anderen Akademien der Künste in Berlin, Hamburg und München.

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Beiträge:
Falk Jaeger
„Carlo Weber und Fritz Auer –das Werk“
Canan Rohde-Can, Oliver Stolzenberg
„Carlo Weber als Hochschullehrer“
Thomas Sieverts
„Carlo Weber und die Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste“

Moderation:
Olaf Lauströer, Sekretär der Klasse Baukunst, Sächsische Akademie der Künste

Mit Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., des Architekturmuseums der Technischen Universität München und des Büros Auer Weber. Besonderer Dank für ihre Unterstützung gilt der Familie Weber, insbesondere der Kuratorin Catherine Rennert.


20 JAHRE SÄCHSISCHE AKADEMIE DER KÜNSTE
FESTAKT
Freitag, 17.6.2016, 18.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden, Festsaal

Einladung zum Festakt.pdf pdf - Datei

Begrüßung:
Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Landeshauptstadt Dresden

Grußwort:
Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

Gedanken zum Jubiläum:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Festvortrag "Schönheit als Versprechen der Glückseligkeit":
Ágnes Heller, Philosophin, Budapest

Musik:
"Konstellationen" aus: Wilfried Krätzschmar: Sternentöne – Fünf Raum-Klang-Etüden für fünf Blechbläser (2011) mit emBRASSment, Leipziger Blechbläserquintett


WOHIN MIT DER SCHÖNHEIT
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Freitag, 17.6.2016, 20.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden,
Treppenhaus

Einladung zur Ausstellungseröffnung.pdf pdf - Datei

Begrüßung:
Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Landeshauptstadt Dresden
Jutta Penndorf, Sekretär der Klasse Bildende Kunst der Sächsischen Akademie der Künste
Einführung in die Ausstellung und Rundgang:
Thomas Deecke, Kurator Berlin

Musik: "Coronae" und "Galaxien" aus Wilfried Krätzschmar: Sternentöne – Fünf Raum-Klang-Etüden für fünf Blechbläser (2011) mit emBRASSment, Leipziger Blechbläserquintett

Im Anschluss Begegnung der Künste

Öffentliche Führungen in der Sonderausstellung "Wohin mit der Schönheit" in der Städtischen Galerie Dresden finden am 26.6., 10.7., 24.7., 14.8., 28.8., 11.9.2016, jeweils um 11 Uhr statt.
Führungen des Kurators Thomas Deecke finden statt am 27.7.2016 um 13.30 Uhr im Programm der Seniorenakademie, am 27.7.2016 um 19.00 Uhr und am 17.9.2016 um 18.15 Uhr, um 19.15 Uhr und um 22.15 Uhr.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


SCHÖN KURZ
KURZFILMPROGRAMM ZUM THEMA SCHÖNHEIT UND KUNST

Montag, 20.6.2016, 20.00 Uhr
Programmkino Ost, Schandauer Straße 73, 01277 Dresden

Gezeigt werden: „Arts & Crafts Spectacular #2“ (Sébastien Wolf, Ian Ritterskamp), „Der Da Vinci Timecode“ (Gil Alkabetz), „Berlin Recyclers“ (Nikki Schuster), „Poesie des Zufalls“ (Daniel Lang), „Secret Machine“ (Reynold Reynolds), "Wunderkammern" (Hanna Nordholdt, Fritz Steingrobe), "Geduld der Erinnerung" (Vuk Jevremovic), "Dripped" (Léo Verrier)

Anschließend Diskussion mit der Filmemacherin Nikki Schuster, Berlin.
Moderation:Lars Tunçay, freier Journalist, Leipzig.
Der Eintritt ist frei

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


INTERVENTIONEN I - WOHIN MIT DER SCHÖNHEIT
COLLAGE FÜR PERCUSSION UND STIMMEN

Dienstag, 21.6.2016, 19.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Städtische Galerie Dresden

Texte zum Thema Schönheit von Mitgliedern der Akademie und aus Kunsttheorie und Philosophie werden ergänzt mit zeitgenössischen Werken für Percussion.

Sprecher: Friedrich Wilhelm Junge,Stefan Frey, Holk Freytag und Wilfried Krätzschmar.
Am Schlagzeug: Tim Weidig, Joseph Protze, Benedikt Sauber

Aufgeführt werden Werke der Komponisten Helmut Oehring, Wilfried Krätzschmar, Nicolaus Huber, Michio Kitazumi, Thierry de Mey und Bernd Franke.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


WOHIN MIT DER SCHÖNHEIT
PODIUMSDISKUSSION

Mittwoch, 22.6.2016, 19.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Städtische Galerie Dresden

Vorstellungen über Schönheit wechseln in der Geschichte – vor allem auch in den Künsten, und in jeder Kunst auf eigene Weise. Arnold Schönbergs Aphorismus, dass Kunst nicht mehr schmücken, sondern wahr sein solle, markiert eine Relativierung, die für die Moderne seit dem frühen 20.Jahrhundert bedeutsam wurde. Während stabile Urteile sich noch immer im Bereich der Popkulturen manipulieren lassen, scheint das Schöne als Wertkriterium avancierter Produktion längt in die Krise geraten zu sein. Wo bleibt heute das Schöne, wenn die gesellschafts-kritischen Funktionen dominieren? Hat es noch eine Bedeutung für den individuellen Schaffensprozess? Was wird zukünftig als schöne Kunst gelten können, wo doch die Masse der Kunstverbraucher sie fast ausschließlich in den Museen der Tradition findet? (Frank Schneider)

Es diskutieren der Komponist Mark Andre, der ehemalige Intendant des Staatsschauspiels Dresden Holk Freytag, die Direktorin des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Tulga Beyerle, der Musikwissenschaftler Frank Schneider und der Philosoph Harry Lehmann.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


POETISCHE KONTRAPUNKTE
DOPPELLESUNGEN
Donnerstag, 23.6.2016, 19.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Städtische Galerie Dresden

Es lesen Wilhelm Bartsch und Thomas Rackwitz, Peter Gosse und André Schinkel, Kerstin Hensel und Kristin Schulz, Richard Pietraß und Carl-Christian Elze, Thomas Rosenlöcher und Ralf Meyer.
Moderation: Peter Geist, Literaturwissenschaftler Berlin

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


"OVERGAMES"
FILM UND GESPRÄCH

Freitag, 24.6.2016, 17.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Städtische Galerie Dresden

Der Dokumentarfilm (Deutschland 2015, 157min) von Lutz Dammbeck erzählt drei Geschichten in einer: die kleine über die Frage, inwieweit Spiele von Gameshows ursprünglich für Psychiatriepatienten entwickelt wurden, eine größere über die Re-Education der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg, und schließlich die Ideengeschichte einer permanenten Revolution. Mit Bezug auf die Geschichtsphilosophie des 18. Jahrhunderts in Frankreich und England erinnert er an die Utopien, Wünsche und Intentionen der Moderne.
Dammbeck zeigt sich selbst bei der Recherche, führt den Zuschauer entlang der Argumente, unternimmt kleine Abschweifungen, findet neue Zusammenhänge, deutet weiterführende Pfade an - in einem langen, essayistischen Kommentar fügen sich die Elemente zusammen. Und im Film verbinden sie sich mit den Bildern, die Dammbeck findet, eine Art Collage aus Archivmaterialien, in denen psychiatrische Behandlungen und "Der Preis ist heiß", Naziaufmärsche, Stammestänze aus Bali und Robespierres pseudoreligiöse Festspiele der Revolutionszeit eine Verbindung eingehen.
Letzter Teil des Zyklus von Dokumentarfilmen über die Zusammenhänge von Kunst, Wissenschaft und Macht nach "Zeit der Götter", "Dürers Erben", "Das Meisterspiel" und "Das Netz".

Ab 20.30 Uhr diskutieren Lutz Dammbeck, die Architekturhistorikerin Annette Menting, und der Musikwissenschaftler Frank Schneider.
Moderation: Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


INTERVENTIONEN II
"DIE SCHÖNHEIT...GEHT NICHT MEHR" - EIN STATIONENTHEATER DER KÜNSTE

Sonnabend, 25.6.2016, 19.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Treppenhaus / Café / Städtische Galerie Dresden / Festsaal / Freitreppe

Sämtliche denkbaren ästhetischen Kategorien scheinen heute mindestens fragwürdig, wenn nicht ausgehebelt zu sein. Schöne Musik? Die Schönheit all dessen, das uns beschallt oder es medial auf uns abgesehen zu haben scheint? Wenn mit Schönheit vielleicht der "Glanz der Wahrheit" gemeint sein sollte, dann bestünde eine Aufgabe künstlerischen Tuns womöglich darin, Aussparungen in den allgegenwärtigen und allverfügbaren Benutzer-Oberflächen zu schaffen. Und kritisches Denken, Analyse mit eigenen Schlussfolgerungen sind obligat. In den weiträumigen Fluchten des Stadtmuseums sollen anhand solcher Fragestellungen komponierte Performances, Interventionen und Zuspitzungen als ein "Parcours der flüchtigen Erfahrung" inszeniert werden. Das Publikum ist geladen unterschiedliche "Szenen" aufzusuchen und selbst zur Schnittstelle ästhetischer Erfahrung zu werden. Die kompositorische Auseinandersetzung mit Fragen und (an-) ästhetischer Dynamiken in unseren Lebenswelten führt zu interdisziplinären, alle Sprachfolien einbeziehenden Anordnungen und Konstellationen. "Der von der Schönheit weiß", war in der Antike Synonym für den Gott der Unterwelt. Denn schon damals war Schönheit nur im Zusammenhang mit Vergänglichkeit denkbar. (Manos Tsangaris)

Mitwirkende sind Alberto Arroyo, Barblina Meierhans, Po-Wei Tseng, Nico Sauer, Nastasja Keller, Shen Hou, Katharina Vogt, Anton Kuznetsov, Yukari Misawa
Konzeption: Manos Tsangaris
Leitung: François Sarhan, Hochschule für Musik Dresden

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung und in Kooperation mit der Kompositionsklasse der Hochschule für Musik Dresden


MUSIK, POESIE, PERFORMANCE - A QUATTRO MIT KLARINETTE
Mittwoch 29.6.2016, 19.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Städtische Galerie Dresden

Auf verschiedenen künstlerischen Wegen wird das Thema "Wohin mit der Schönheit?" hinterfragt und das Publikum eingeladen, den Raum zu erkunden.

Mitwirkende
Angela Krauß, Schriftstellerin Leipzig
Annette Schlünz, Komponistin, Straßburg/Kehl
Matthias Badczong, Klarinette
Franz-Martin-Olbrisch, Elektronik

Aufgeführt werden Werke der Akademiemitglieder Helmut Oehring, Franz Martin Olbrisch, Paul-Heinz Dittrich, Annette Schlünz und Christfried Schmidt.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


DIE SCHÖNHEIT DES AUGENBLICKS.
DEM FILMEMACHER ERNST HIRSCH ZUM 80. GEBURTSTAG
FILM UND GESPRÄCH

Mittwoch 13.7.2016, 19.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Festsaal

Über die Möglichkeiten zeitgenössischer Filmarbeit als historisches Dokument wie kulturkritische Instanz sprechen Wegbegleiter und Freunde mit dem Filmemacher Ernst Hirsch. Eine Auswahl von Filmausschnitten zeigt die Spannbreite seines Werks.

Begrüßung:
Erika Eschebach, Direktorin des Stadtmuseums Dresden
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Joachim Günther, Vorsitzender des Filmverbandes Sachsen

Im Gespräch:
Wolfgang Holler, Kunsthistoriker und Direktor der Museen Klassik Stiftung Weimar
Joachim Günther, Vorsitzender des Filmverbandes Sachsen
Ernst Hirsch

Moderation:
Oliver Reinhard, Sächsische Zeitung

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung. In Zusammenarbeit mit dem Dresdner Geschichtsverein, dem Stadtmuseum Dresden und dem Filmverband Sachsen


WOHIN MIT DER SCHÖNHEIT
FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG

Mittwoch 27.7.2016, 13.30 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Städtische Galerie Dresden
Führung des Kurators Thomas Deecke im Programm der Seniorenakademie

Mit Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


WOHIN MIT DER SCHÖNHEIT
FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG

Mittwoch 27.7.2016, 19.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Städtische Galerie Dresden

Führung des Kurators Thomas Deecke.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


SCHÖNHEIT DES PAARLAUFS
KÜNSTLERGESPRÄCH

Mittwoch 24.8.2016, 19.00 Uhr
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Städtische Galerie Dresden

Begrüßung: Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Gespräch: Gerda Lepke, Malerin/Grafikerin Dresden/Gera; Richard Pietraß, Schriftsteller, Berlin

Die Malerin Gerda Lepke und der Dichter Richard Pietraß sprechen über ihr druckfrisches Lyrik-Grafik-Buch »Wünschelrute« - ein Künstlerbuch, das in einer kleinen Auflage von 30 Exemplaren im Siebdruckverfahren hergestellt wurde, und dreizehn Gedichte von Richard Pietraß zusammen mit einer dichten Folge von farbigen Siebdrucken zeigt. "Ich habe schon öfter zu Gedichten Bücher gemacht und arbeite dabei vollkommen frei, in Anlehnung an den Text. Ein Hinein-Illustrieren interessiert mich nicht, sondern das, was die Texte in mir ansprechen." (Gerda Lepke). Bild und Text führen in diesem Künstlerbuch ein Zwiegespräch von eigener Poesie.

Wünschelrute

Mit angelweiten Augen und Ohren
Die spielende Zunge ein Welpe im Mund
Quere ich Sternstaub und Sonnenfluren
Am Nasenring meiner Wünsche wund.
Die Wünschelrute meiner Sinne
Zuckt nach jedem Schwalbenschwanz.
Im Netz der wegelagernden Spinne
Erfahre ich der Liebe Glanz.

(Richard Pietraß)

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


SEPTEMBER

Programm September bis Dezember 2016.pdf pdf - Datei

BEWEGTE LANDSCHAFT
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG UNDINE GISEKE
Gottfried Semper Architekturpreis 2015

Dienstag, 6.9.2016, 19.00 Uhr
Landesvertretung des Freistaates Sachsen beim Bund in Berlin, Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin

Begrüßung: Erhard Weimann, Staatssekretär des Freistaates Sachsen beim Bund
Grußworte: Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste; Bernd Dietmar Kammerschen, Stiftungsdirektor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt; Hartmut Zeiß, Vorstandsvorsitzender Vattenfall Europe Mining & Generation
Einführung: Olaf Lauströer, Vorsitzender der Findungskommission
Vortrag: "Stadt und Land - neue Verknüpfungskulturen",
Undine Giseke, bgmr Berlin/TU Berlin:
Musik: Nabil Arbaain, Damaskus/Berlin (Laute)

Seit 2007 wird mit dem Gottfried Semper Architekturpreis die besondere städtebauliche Einbindung, sowie klima-, ressourcen- und flächenschonendes Bauen gewürdigt. Die Werkschau anlässlich der Verleihung des Preises 2015 an die Landschaftsarchitektin Undine Giseke dokumentiert ihren Ansatz einer innovativen Landschaftsplanung im In- und Ausland.

Undine Gisekes zentrales Arbeitsgebiet ist die rkeative Bearbeitung städtischer Transformationsprozesse von Schrumpfung, Stagnation bis Hyperwachstum von Städten in allen Maßstabsebenen. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch die Verbindung praktischer landschaftsplanung und Landschaftsgestaltung mit theoretisch fundierter wissenschaftlicher Arbeit auf dem Feld der Landschaftsökologie und Lnadschaftsarchitektur aus.

Ausstellung 6.9.-16.10.2016, Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund, Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin.

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, Vattenfall Europe Mining & Generation und der Landesvertretung des Freistaates Sachsen beim Bund.


"ORANGEN UND ENGEL"
LESUNG INGO SCHULZE
Mittwoch 7. September 2016, 19 Uhr

Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Städtische Galerie Dresden

Begrüßung: Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Lesung: Ingo Schulze, Schriftsteller Berlin

"Die Orangen waren Orangen, und zugleich waren sie die Äpfel der Hesperiden und die Paradiesfrucht", heißt es über die Fresken von Hans von Marées in der Titelerzählung seiner italienischen Reiseskizzen "Orangen und Engel" (2010), aus denen Ingo Schulze neben Auszügen aus dem Erzählungsband "33 Augenblicke des Glücks" (1995) anderen, zum Teil unveröffentlichten Texten, lesen wird. Die Erzählungen zeigen, dass die Fragen nach Kunst und Natur, Schönheit und Wahrheit bis heute die ästhetischen Traditionslinien bilden, denen der reisende Künstler nicht nur in Italien folgt.
Die Lesung in der Städtischen Galerie Dresden ist in den Kontext der Ausstellung "Wohin mit der Schönheit" der bildenden Künstler der Akademie eingebettet und antwortet auf ihre Weise auf das titelgebende Motto der Ausstellung.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


WOHIN MIT DER SCHÖNHEIT - ODER DIE FASZINATION DES HÄSSLICHEN
FINISSAGE

Sonnabend, 17. September 2016, 19 Uhr (Museumssommernacht)
Landhaus, Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden
Städtische Galerie Dresden, Sonderausstellung; Festsaal

Führungen, Lesungen, musikalische Interventionen und Filme bilden den Schlusspunkt des spartenübergreifenden Programms, das seit der Eröffnung der Ausstellung "Wohin mit der Schönheit" im Landhaus zu erleben war. Zur Finissage und Museumssommernacht wird nach dem Hässlichen gefragt, an dem sich, wie am Wort Schönheit, ästhetische wie moralische Polemiken entzünden, in deren Kern es um die Frage nach der Aufgabe der Kunst, ihrer Autonomie und ihrer Verantwortung geht.

Führungen durch die Sonderausstellung "Wohin mit der Schönheit":
Um 18.15 Uhr, 20.15 Uhr und 22.15 Uhr führt der Kurator Thomas Deecke (ehem. Direktor des Weserburg Museums Bremen) durch die Ausstellung "Wohin mit der Schönheit?"

19 Uhr, Texte und Musik in der Sonderausstellung:
Zur Finissage präsentiert Wilfried Krätzschmar kontroverse Reaktionen der Mitglieder auf das Motto "Wohin mit der Schönheit?", das anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Akademie die Frage nach der Position der Kunst in der Gesellschaft neu stellt. Dazu interveniert der Komponist Nicolaus Richter de Vroe mit Improvisationen auf verschiedenen, z.T. elektronisch ergänzten Saiteninstrumenten in der Ausstellung.

Begrüßung: Franz Martin Olbrisch, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Texte: Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Musikalische Interventionen: Nicolaus Richter de Vroe, Komponist, München

21 Uhr, Filme und Vortrag im Festsaal:
Im Festsaal des Landhauses werden ab 21 Uhr Kurzfilme von Nikki Schuster, Maix Mayer, Beate Olbrisch und Franz Martin Olbrisch gezeigt. In einem kurzen Vortrag setzt sich Franz Martin Olbrisch, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste, mit dem Gegenpart zur Schönheit ‒ ist es das Geschmacklose, das Langweilige, der Kitsch? ‒ auseinander.

Einführung:
Franz Martin Olbrisch
Film "city drives"
Beate Olbrisch und Franz Martin Olbrisch, Los Angeles 2004, 7 Min.
Film "Wechselausstellung H264"
aus: Maix Mayer, "Raumgleiter", Leipzig 2005, 7 Min.
Vortrag "Schlechter Geschmack in der Kunst"
Franz Martin Olbrisch, 10 Min.
Film "Buenos Aires Recyclers"
Nikki Schuster, Buenos Aires 2011, 6 Min.
Filme "Depot H264" und "Lesesaal H264"
aus: Maix Mayer, "Raumgleiter", Leipzig 2005, 16 Min.

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und mit Unterstützung der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung.


"AUFBRUCH UND AUFTRAG"
PODIUMSGESPRÄCH ZUR GRÜNDUNG DER AKADEMIE
Montag, 24. Oktober 2016, 19 Uhr

Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung: Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Podiumsgespräch mit Friedrich Dieckmann , Gründungsmitglied, Benedikt Dyrlich, ehem. MdL SPD, Karl-Heinz Gerstenberg, ehem. MdL Bündnis 90/Die Grünen, und Ludwig Güttler, Gründungsmitglied
Moderation: Peter Ufer, freier Journalist

In der Reihe der Veranstaltungen zum 20-jährigen Bestehen der Sächsischen Akademie der Künste wird sich diese Podiumsdiskussion mit den Intentionen zur Gründung der Akademie, mit den Absichten und Erwartungen im Hinblick auf die kulturelle Entwicklung im Freistaat, auch mit den möglichen Schlüssen zu Eingelöstem und Uneingelöstem, beschäftigen. Eingeladen sind Gründungsmitglieder und Politiker, die die Gründung der Akademie begleiteten.


WEITER SO?
PERSPEKTIVEN DER AKADEMIE
Montag, 7. November 2016, 19 Uhr

Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung: Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Podiumsgespräch mit Aline Fiedler, MdL CDU, Claudia Maicher, MdL Bündnis 90/Die Grünen, Franz Sodann, MdL Die Linke, Holk Freytag, Mitglied der Akademie, ehem. Intendant des Staatsschauspiels Dresden und Thomas Früh, Leiter der Abt. Kunst im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Moderation: Peter Ufer, freier Journalist Dresden

Welche Rolle, welche Verantwortung werden Kunst und Kultur in der Gesellschaft künftig übernehmen? Welche Aufgaben werden sich daraus für die Tätigkeit der Sächsischen Akademie der Künste ergeben? Wie wird sich das Wirken der Akademie im Verbund mit anderen Institutionen angesichts gemeinsamer Verantwortung für das Gemeinwesen gestalten? Diese perspektivischen Fragen stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion, die den Zyklus der Veranstaltungen zum 20-jährigen Bestehen der Sächsischen Akademie der Künste beschließt

Die Diskussion setzt das Podiumsgespräch "Aufbruch und Auftrag" vom 24. Oktober 2016 fort, in dem Friedrich Dieckmann, Gründungsmitglied und langjähriger Vizepräsident, Benedikt Dyrlich, ehem. MdL SPD, Karl-Heinz Gerstenberg, ehem. MdL Bündnis 90/Die Grünen, und das Gründungsmitglied Ludwig Güttler über die Vorgeschichte (1992 - 1994) und die Gründung der Akademie (1996) debattierten.


AKADEMIESALON
"ALOIS NEBEL" MIT JAROSLAV RUDI¦ UND RALF KUKULA

Donnerstag, 10. November 2016, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung: Franz Martin Olbrisch, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Film "Alois Nebel", Regie: TomᨠLuňák, Rotoskopie, 2011, 80 min
Anschließend Gespräch mit Jaroslav Rudi¨ und Ralf Kukula
Moderation: Sebastian Wolter, Voland & Quist

"Alois Nebel", die Verfilmung der gleichnamigen Graphic Novel von Jaroslav Rudi¨ und "Jaromír 99" (Jaromír ¦vejdík) erzählt die Geschichte des Fahrdienstleiters Alois Nebel, der Ende der 80er Jahre am Bahnhof in Bílý Potok arbeitet, einem abgelegenen Ort an der tschechoslowakisch-polnischen Grenze, dem früheren Sudetenland. Er ist ein Einzelgänger, der das Sammeln alter Fahrpläne der Gesellschaft von Menschen vorzieht. Doch manchmal legt sich der Nebel über die Bahnstation, und dann sieht er Züge mit Geistern und Schatten aus der dunklen Vergangenheit Mitteleuropas: dem Zweiten Weltkrieg, der Vertreibung der Deutschen, der sowjetischen Besatzung.
Wesentliche Teile des Films wurden im Studio von Balance Film in Dresden realisiert. Die tschechisch-deutsch-slowakische Koproduktion „Alois Nebel“ gewann zahlreiche Preise, u.a. den Europäischen Filmpreis in der Kategorie Animated Feature Film 2012, den Grand Prix 2012 des Holland Animation Film Festival.

Veranstaltung im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage Dresden


AKADEMIESALON "MITTEN IN DRESDEN"
ZUR TEKTONIK EINER STADTLANDSCHAFT

Montag, 14. November 2016, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung: Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Podiumsgespräch mit Felicitas Loewe, Intendantin des Theaters Junge Generation,
und Wolfgang Schaller, Intendant der Staatsoperette Dresden
Moderation: Michael Bartsch, freier Journalist Dresden

Bekommt Dresden eine neue Mitte? Staatsoperette und Theater Junge Generation beziehen im Dezember 2016 ihre Standorte im ehemaligen Heizkraftwerk Mitte. Neben angemessenen Standards für Akteure und Publikum bedeutet dies vor allem auch einen neuen Akzent in der Dresdner Kulturlandschaft - mit Impulsen für das kulturelle Leben und die Infrastruktur der ganzen Stadt. Mit diesem Gewinn verbindet sich der Auftrag, die integrierenden Kräfte dieses neuen Ortes bestmöglich zu entfalten.


BEGEGNUNGEN
VORTRAGSREIHE BAU|KUNST / SPANNWEITEN

Ab Mittwoch, 23. November 2016, 19 Uhr
Technische Universität Dresden/ Hochschule für Bildende Künste Dresden

Vortragsreihe Begegnungen 2016.pdf pdf - Datei

Leitung: Thomas Will, Ivan Reimann (TU Dresden), Olaf Lauströer (HfBK)
Vortragsreihe mit Tony Cragg (23.11.), Anna Viader Soler (7.12.), Rahul Mehrotra (11.1.2017), Louisa Hutton (18.1.2017), Annabelle Selldorf (25.1.2017).

Architektur war nie an kulturelle oder nationale Grenzen gebunden. In ihren klassischen Werken, die wir mit den Typologien und Baustilen aller Epochen verbinden, begegnen sich lokale und universelle Einflüsse. Dennoch identifizieren wir Bau- und Kunstwerke häufig mit regionalen, nationalen oder auch kontinentalen Kulturen. Der Transfer zwischen diesen Sphären geschieht und geschah immer durch den kollektiven Austausch über Grenzen hinweg, aber auch durch einzelne Künstler, die ihre Erfahrungen in andere Kulturräume mitnahmen – Gaetano Chiaveri nach St. Petersburg, Warschau und Dresden, Berthel Thorwaldsen nach Rom, Theophil Hansen nach Athen, Wassily Kandinsky nach München und Dessau, Bruno Taut nach Japan, Ludwig Mies van der Rohe und Walter Gropius in die USA, Zaha Hadid nach England – es gäbe noch viele weitere Beispiele. Die dabei entstehenden Blickwechsel, Reibungen und kreativen Impulse sind keine Frage der Globalisierung, die tendenziell Nivellierung bedeutet, sondern Resultate des individuellen Transfers persönlicher Erfahrungen und künstlerischer Haltungen. Mitunter zeigt sich auch, dass die Unterschiede zwischen verschiedenen Kulturkreisen marginaler sind, als vermutet.
Eingeladen sind Akteure, deren Schaffen und Biografie durch signifikante internationale und interkulturelle Erfahrungen bereichert ist und die über ihre Arbeit im Kontext dieser Begegnungen berichten.

Termine:

Mittwoch, 23.11.2016, 19 Uhr
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34, Großer Hörsaal:
Tony Cragg, GB/Wuppertal

Mittwoch, 7.12.2016, 19 Uhr
TU Dresden, Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120:
Anna Viader Soler, Berlin/Dresden

Mittwoch, 11.1.2017, 19 Uhr
TU Dresden, Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120:
Rahul Mehrotra, Mumbai/Cambridge

Mittwoch, 18.1.2017, 19 Uhr
TU Dresden, Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120:
Louisa Hutton, Berlin

Mittwoch, 25.1.2017, 19 Uhr
TU Dresden, Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120:
Annabelle Selldorf, New York

In Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der Technischen Universität Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden.


TONY CRAGG
VORTRAGSREIHE BEGEGNUNGEN

Mittwoch, 23. November 2016, 19 Uhr
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34, Großer Hörsaal

Einführung und Moderation:
Olaf Lauströer, HfBK Dresden

Der Bildhauer Tony Cragg spricht in der Vortragsreihe über interkulturelle Erfahrungen und Begegnungen, die seine Arbeit beeinflusst haben. 1949 in Liverpool geboren, absolvierte er zunächst eine Ausbildung als Labor-Assistent der Biochemie. Ab 1969 studierte er Kunst und Bildhauerei u. a. an der Wimbledon School of Art und am Royal College of Art in London. Internationale Aufmerksamkeit erfährt er u.a. mit seinen Beiträgen zur Documenta Kassel und der Biennale Venedig. 1988 erfolgte die Berufung als Professor an die Kunstakademie Düsseldorf, die er von 2009 bis 2013 als Rektor leitete. Von 2001 bis 2006 war er als Professor für Bildhauerei an der Hochschule der Künste in Berlin tätig. Tony Cragg lebt seit 1977 in Wuppertal.

In Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der Technischen Universität Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden.


BEWEGTE LANDSCHAFT
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG UNDINE GISEKE
GOTTFRIED SEMPER ARCHITEKTURPREIS 2015

Mittwoch, 23. November 2016, 17 Uhr
Hauptverwaltung Lausitz Energie Bergbau AG, Lausitz Energie Cottbus AG (LEAG)
Vom-Stein-Straße 39, 03050 Cottbus

Begrüßung:
Helmar Rendez
Vorstandsvorsitzender Lausitz Energie Bergbau AG, Lausitz Energie Cottbus AG
Einführung:
Clemens Deilmann
Mitglied der Findungskommission, LIÖR Dresden
Musik:
Nabil Arbaain
Lautenspieler, Berlin/Damaskus

Seit 2007 wird mit dem Gottfried Semper Architekturpreis die besondere städtebauliche Einbindung, sowie klima-, ressourcen- und flächenschonendes Bauen gewürdigt. Die Werkschau am Standort der Stifter des Preises dokumentiert den Ansatz einer innovativen Landschaftsplanung der Preisträgerin 2015 Undine Giseke.

"Undine Giseke gehört zu dem großräumig arbeitenden Landschaftsarchitekten, die ihre Arbeit als ‚Urban Design‘ im Dienste eines neuen Erdzeitalters, des Anthropozäns, begreift, in dem es den Gegensatz zwischen konzentrierter städtischer Kultur und unbegrenzter Natur nicht mehr gibt: Jede Intervention im Sinne eines großräumigen Eingriffs in die Stadtlandschaft muss beides sein: Ein Stück bereichernde Kultur und gleichzeitig ein Stück Natur-Intensivierung. Anstelle unbegrenzter, extensiver Expansion in die Fläche tritt eine Intensivierung von Stadt und Natur gleichermaßen." (Thomas Sieverts, Sächsische Akademie der Künste)

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und Vattenfall Europe Mining & Generation.


„WOHIN MIT DER KULTUR?“
PODIUMSGESPRÄCH ÜBER DIE ERSTEN JAHRE SÄCHSISCHER KULTURPOLITIK NACH 1991

Montag, 28. November 2016, 19 Uhr
Kulturrathaus Dresden
Königstraße 15, Clara-Schumann-Saal

Podiumsgespräch:
Wilfried Krätzschmar
1991-2003 Rektor der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden
Hans-Joachim Meyer
1990-2002 Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst
Reiner Zimmermann
1991-2003 Leiter der Abt. Kunst im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Moderation:
Hans-Peter Lühr
Publizist, Dresden

Mit der Gründung des Freistaates Sachsen 1990 stand das Ministerium für Wissenschaft und Kunst vor der Aufgabe, die Ressourcen der sächsischen kulturellen Landschaft als Gesamtheit neu zu definieren und Konzepte für eine tragfähige Entwicklung in die Zukunft zu erarbeiten. Was war in dieser Situation des großen gesellschaftlichen Aufbruchs vorzufinden? Mit welchen Zielstellungen und auf welche Weise wurden neue Strukturen geschaffen und was wurde in den 1990er Jahren an Stabilität für das kulturelle Leben in Sachsen erreicht? Welche Schlüsse lassen sich für weitere perspektivische Überlegungen ziehen? Mit Blick auf ein sich wandelndes Geschichtsbewusstsein werden die Podiumsteilnehmer aus ihren Erfahrungen als Kulturpolitiker berichten und zu heutigen Problemen Position beziehen.


ANNA VIADER SOLER
VORTRAGSREIHE BEGEGNUNGEN

Mittwoch, 7. Dezember 2016, 19 Uhr
Technische Universität Dresden
Zellescher Weg 19, Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120

Einführung und Moderation:
Thomas Will, TU Dresden

Vortragsreihe Begegnungen 2016.pdf pdf - Datei
Die Architektin und Landschaftsarchitektin Anna Viader Soler, 1973 in Barcelona geboren und in Mallorca aufgewachsen, studierte Architektur in Barcelona und Berlin. Dort gründete 2004 das Büro Städtebau Architektur Landschaft. Forschung und Lehre an Universitäten in Deutschland und Spanien begleiten ihre Arbeit. 2010 kuratierte sie zusammen mit Donata Valentien die Ausstellung »Wiederkehr der Landschaft« der Akademie der Künste Berlin. 2013 war sie Stipendiatin an der Villa Massimo Rom. Seit dem Wintersemester 2016/17 ist Anna Viader Soler Professorin für Landschaftsarchitektur an der TU Dresden. In der Reihe "Begegnungen" hält sie ihre Antrittsvorlesung.

In Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der Technischen Universität Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden.


AKADEMIESALON
ELKE ERB UND ULRIKE FEIBIG

Montag, 12. Dezember 2016, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Lesung:
Elke Erb und Ulrike Feibig
Moderation:
Jayne-Ann Igel und Jan Kuhlbrodt
Mitherausgeber der Reihe Neue Lyrik

E I N L A D U N G zur Buchpremiere Elke Erb Ulrike Feibig 12.12.2016.pdf pdf - Datei
In einer Doppelpremiere werden Elke Erb und Ulrike Feibig aus ihren aktuellen Bänden der Reihe Neue Lyrik lesen. Die erfolgreiche Lyrikreihe wurde von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2011 gegründet, die im Wechsel je ein lyrisches Debüt und Gedichte eines etablierten Lyrikers herausgibt (Poetenladen Verlag Leipzig). Die Lesung in der Sächsischen Akademie der Künste verkörpert das Prinzip der Reihe und gibt einen Einblick in die spannungsreiche Vielfalt heutiger Lyrik. Das Dichterinnenduo wird moderiert von den Autoren und Mitherausgebern der Reihe Jayne-Ann Igel und Jan Kuhlbrodt.

In ihrem neuen Band „Gedichte und Kommentare“ könne man, so schrieb die FAZ, Elke Erb bei der Arbeit zusehen. Für Ulrike Feibig, Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig, erweist sich neben der Collage das Spiel mit Lauten und Metren, mit Reimen und Refrainhaftem als substantiell für ihren Debütband „Perlicke, perlacke, mein Herz schlägt“.

Elke Erb, geboren 1938 in Scherbach (Eifel), siedelt 1949 nach Halle über. Nach ihrem Lehrerexamen war sie mehrere Jahre als Lektorin tätig. Seit 1966 arbeitet sie als freiberufliche Autorin und Übersetzerin. Elke Erb ist Mitglied der Sächsischen und der Berliner Akademie der Künste und wurde vielfach für ihr Werk ausgezeichnet, so unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis, dem Heinrich-Mann-Preis und dem Erich-Fried-Preis.

Ulrike Feibig, 1984 in Magdeburg geboren, studierte Kunstvermittlung an der Universität Leipzig und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut. Seit einigen Jahren führt sie Projekte in den Bereichen Literatur, bildende Kunst, Tanz/Performance durch. Sie veröffentlicht in Zeitschriften und Anthologien. "perlicke perlacke, mein Herz schlägt" ist ihr Debütband.