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Chronik der Tätigkeit



RAHUL MEHROTRA
VORTRAGSREIHE BEGEGNUNGEN

Mittwoch, 11. Januar 2017
Technische Universität Dresden
Zellescher Weg 19, ASB Hörsaal 120

Einführung und Moderation:
Thomas Will, TU Dresden

Vortragsreihe Begegnungen 2016.pdf pdf - Datei
"Begegnungen" ist eine Vortragsreihe über Blickwechsel, Reibungen und kreative Impulse. Eingeladen sind Architekten und Künstler, deren Schaffen und Biografie durch signifikante internationale und interkulturelle Erfahrungen bereichert ist und die über ihre Arbeit im Kontext dieser Begegnungen berichten. Die Reihe, die in Kooperation mit der TU Dresden und der HfBK Dresden durchgeführt wird, wird mit drei Veranstaltungen im Januar 2017 fortgesetzt.

Der indische Architekt und Stadtplaner Rahul Mehrotra, 1959 geboren, war Direktor des Urban Design Research Institute in Mumbai und unterrichtete u.a. am MIT in Cambridge/USA, bevor er die Leitung der Abteilung für Städtebau und Planung an der Graduate School of Design in Harvard übernahm. In Mumbai betreibt Mehrotra das Büro RMA Architects mit einem vielseitigen Aufgabenspektrum und ist planungspolitisch im Denkmal- und Umweltschutz engagiert. Auf der Biennale in Venedig zeigte er 2016 sein Projekt "Ephemeral Urbanism".

In Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der Technischen Universität Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden.


AKADEMIESALON MARION ACKERMANN
Montag, 16. Januar 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Podiumsgespräch:
Marion Ackermann
Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Wolfgang Holler
Direktor Museen Klassik Stiftung Weimar

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören mit ihren 14 Museen, darunter die Gemäldegalerie Alter Meister und das Grüne Gewölbe, zu den bedeutendsten und ältesten Museumsverbünden der Welt. Trotz ihrer international bedeutenden Schätze verzeichnen sie einen Besucherrückgang. Nun wurde eine neue Generaldirektorin berufen, Marion Ackermann, bisher Direktorin der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf. Sie folgte am 1. November 2016 auf Hartwig Fischer. Mit welchen Vorstellungen tritt sie ihr Amt an, wo liegen für sie die vordringlichsten Aufgaben? Wie kann ein Museum eine größere internationale Ausstrahlung erhalten und zugleich als ein Ort der Besinnung und der Erkenntnis für ein breites Publikum interessant werden?

Marion Ackermann, 1965 in Göttingen geboren, leitete die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf seit 2009. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts; unter anderem kuratierte sie Ausstellungen zu Paula Modersohn-Becker, Rosemarie Trockel, Beuys, Kandinsky und Uecker.


[LOUISA HUTTON
VORTRAGSREIHE BEGEGNUNGEN
Mittwoch, 18. Januar 2017 - entfällt -



AKADEMIESALON KURT DRAWERT
Freitag, 20. Januar 2017
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Lesung und Gespräch:
Kurt Drawert
Lessing-Preisträger des Freistaates Sachsen 2017
Moderation:
Peter Geist
Literaturwissenschaftler Berlin

Der Dichter, Dramatiker, Erzähler und Essayist Kurt Drawert erhält am 21. Januar 2017 den mit 13.000 Euro dotierten Lessing-Preis des Freistaates Sachsen 2017. "In seinen Texten und Büchern hinterfragt der Autor Kurt Drawert hartnäckig vermeintliche Gewissheiten, sortiert misstrauisch Wahrheit und Lüge und bedenkt den „gesellschaftlichen Schnittmusterbogen (aus der Pressemitteilung des SMWK). Kurt Drawert, 1956 in Hennigsdorf geboren, lebt seit 1996 als freier Autor in Darmstadt, wo er seit 2004 das Zentrum für junge Literatur leitet. 2014 wählte ihn die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zum Mitglied.


ANNABELLE SELLDORF
VORTRAGSREIHE BEGEGNUNGEN
Mittwoch, 25. Januar 2017

Technische Universität Dresden
Zellescher Weg 19, ASB Hörsaal 120

Einführung und Moderation:
Ivan Reimann, TU Dresden
Die aus Düsseldorf stammende Architektin und Designerin Annabelle Selldorf studierte Architektur am Pratt Institute in New York und an der Syracuse University Florenz. 1988 gründete sie ihr Büro Selldorf Architects in New York. 2014 erhielt sie den Preis der American Academy of Arts and Letters und 2016 die Ehrenmedaille des American Institute of Architects.

In Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der Technischen Universität Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden.


JETZT! ZUR ZEIT
DIE VERROHUNG DER GESELLSCHAFT

Montag, 30. Januar 2017
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Podiumsgespräch:
Ludwig Güttler, Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste
Robert Koall, Chefdramaturg des Düsseldorfer Schauspielhauses
Moderation:
Alexandra Gerlach, Journalistin und Publizistin

Aktuelle gesellschaftliche und kulturpolitische Entwicklungen werden ab Januar 2017 in der Diskussionsreihe "Jetzt! Zur Zeit" kommentiert, erhellt und streitbar aufgegriffen. Auf dem Podium werden sowohl Künstler aus den Reihen der Akademie, als auch Wissenschaftler aus Soziologie, Geschichte, Ökonomie und Philosophie und Politiker zu Wort kommen. Den Auftakt der Reihe machen Robert Koall, Mitglied der Akademie, und der Virtuose Ludwig Güttler, der eine Verrohung und drohende Spaltung der Gesellschaft konstatiert. "In der Kunst liegen die Möglichkeiten, der Verflachung und Verrohung entgegenzuwirken und dem gesellschaftlichen Niedergang entgegenzutreten" (Ludwig Güttler). Hat Kunst diese Wirkungsmächtigkeit? Die Frage nach Wegen, auf denen diese Forderungen umsetzbar werden, steht im Mittelpunkt der Diskussion dieses Abends.


JETZT! ZUR ZEIT
MIT MICHAEL BITTNER UND ANNA KALERI

Montag, 20. Februar 2017
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Im Gespräch:
Michael Bittner
Schriftsteller Berlin
Anna Kaleri
Schriftstellerin Leipzig
Moderation:
Oliver Reinhard
Kulturredakteur Sächsische Zeitung

Im Kern der neuen monatlich geplanten Diskussionsreihe "Jetzt! Zur Zeit" steht die Frage nach den Möglichkeiten, den gesellschaftlichen Erosionsprozessen entgegenzutreten. Den Auftakt im Januar machten Robert Koall, Mitglied der Akademie, und Gründungsmitglied Ludwig Güttler zur Frage der Verrohung der Gesellschaft.
Wie kann man ein Sensorium entwickeln, um zu erkennen, dass Sprache manipuliert und für populistische Zwecke missbraucht wird? Was ist dem Missbrauch entgegenzusetzen? Dazu befragt werden an diesem Montagabend Anna Kaleri, Preisträgerin des Förderpreises des Lessingpreises des Freistaates Sachsen 2017 und Michael Bittner. Der Germanist setzt sich seit 2014 dialogbereit und kritisch mit dem Auftreten von Pegida in Dresden auseinander.

Michael Bittner, geboren 1980 in Görlitz, Studium der Germanistik und Philosophie in Dresden, Promotion, Mitbegründer der Lesebühne Sax Royal, publiziert regelmäßig in der Sächsischen Zeitung und in überregionalen Medien. Im Herbst 2013 erschien eine Auswahl seiner Satiren und Kolumnen unter dem Titel "Wir trainieren für den Kapitalismus" im Verlag edition AZUR. Zuletzt veröffentlichte er den Erzählband "Das Lachen im Hals" (2016).

Anna Kaleri, geboren 1974 im Ostharz, Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, seit 2002 freie Autorin und Journalistin, unterrichtete von 2008 bis 2015 Literarisches Schreiben in der Prosawerkstatt Leipzig, rief 2016 Initiative „Literatur statt Brandsätze“ ins Leben und gründete den Verein "Lauter Leise e.V. - Kunst und Demokratie in Sachsen“, zuletzt erschien der Roman "Der Himmel ist ein Fluss" (2012/2014), "eine Nachempfindung des Lebens meiner masurischen Großmutter". Anna Kaleri erhielt für ihre Arbeit Preise und Stipendien, zuletzt den Förderpreis des Lessing-Preises des Freistaates Sachsen 2017.


AN DEN GRENZEN DES MÖGLICHEN
RECLAM LEIPZIG 1945-1991

Donnerstag, 23. Februar 2017
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße 6, 14109 Leipzig

Begrüßung:
Jürgen Reiche
Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig
Franz Martin Olbrisch
Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Lutz Rathenow
Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Buchvorstellung und Diskussion:
Wolfgang Emmerich
Literaturwissenschaftler
Stefan Richter
ehem. Reclam-Lektor und Verlagsleiter
Wolfgang Thierse
Germanist, Kulturwissenschaftler und Politiker
Ingrid Sonntag
Herausgeberin
Moderation:
Christoph Links
Verleger Berlin

Der Sammelband zur Geschichte des Leipziger Reclam-Verlages von 1945 bis 1991 zeigt die Bedeutung des Reclam Verlages bei der Herausbildung einer kritischen Öffentlichkeit der DDR. Mit Beiträgen von Wissenschaftlern, Verlagsmitarbeitern, Autoren und Übersetzern gibt der Band einen spannungsvollen und detailreichen Einblick in die deutsch-deutsche Kulturgeschichte von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zu den frühen neunziger Jahren. (Ingrid Sonntag Hg.: An den Grenzen des Möglichen. Reclam Leipzig 1945-1991. Ch. Links Verlag Berlin 2016. ISBN 978-3-86153-931-5.)

Eine Veranstaltung des Ch. Links Verlages und der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig.


JETZT! ZUR ZEIT
MIT DURS GRÜNBEIN UND CAROLIN EMCKE

Montag, 6. März 2017, 18.30 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Flyer 6.3.2017.pdf pdf - Datei
Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der KünsteIm Gespräch:
Durs Grünbein
Dichter, Berlin
Carolin Emcke
Publizistin, Berlin
Michael Bittner
Autor, Berlin

Die Diskussionsreihe "Jetzt! Zur Zeit" setzt sich mit den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen nicht nur in Sachsen auseinander. Der Fokus der Auseinandersetzung mit den formenden wie zerstörerischen Kräften, die das gesellschaftliche Zusammenleben weitertreiben, ist auf die aktuell beunruhigenden gesellschaftlichen Mechanismen und Ideologien und die Rolle des Schriftstellers gerichtet.

Durs Grünbein, 1962 in Dresden geboren, letzte Veröffentlichungen: "Die Jahre im Zoo" (2015), ein Erinnerungsbogen seiner Kindheit in Hellerau aus Prosa, Poemen und Photographien, und den Gedichtzyklus „Cyrano oder Die Rückkehr vom Mond“.

Carolin Emcke, 1967 in Mülheim an der Ruhr geboren, Promotion in Philosophie über den Begriff „Kollektiver Identitäten“, 1998–2006 Redakteurin beim „Spiegel“ und Auslandsredakteurin (u.a. in Afghanistan, Pakistan, Kosovo, Irak, Kolumbien, Libanon), 2007–2014 Autorin für DIE ZEIT (u.a. in Israel, Westbank, Pakistan, Ägypten, Irak, USA), seit 2005 Kuratorin und Moderatorin der monatlichen Diskussionsveranstaltung „Streitraum“ an der Schaubühne Berlin, zahlreiche Preise, zuletzt Lessing-Preis des Freistaates Sachsen 2015 und Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016. Zuletzt veröffentlichte sie den Essay "Gegen den Hass" (2016).


KONSTELLATIONEN
GESPRÄCHSKONZERT MIT LUCAS FELS

Dienstag, 7. März 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Franz Martin Olbrisch
Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Konzert:
Lucas Fels
Cellist, Freiburg
Im Gespräch:
Lucas Fels
Mark Andre
Komponist, Dresden
Yuval Shaked
Musikwissenschaftler und Komponist, Haifa

Moderation:
Jörn Peter Hiekel
Institut für Neue Musik, Hochschule für Musik Dresden

Das Gesprächskonzert mit Lucas Fels in der Sächsischen Akademie der Künste präsentiert einen der international renommiertesten Cellisten auf das Podium. Fels spricht über radikale Positionen in der Neuen Musik, über das Verstehen von Stücken und seine enge Zusammenarbeit mit Komponisten der Gegenwart. Dazu bringt er Werke u.a. von Mark Andre und Yuval Shaked zu Gehör.

Auf dem Programm für Violoncello solo:
Mark Andre: iv 2 (2007)
Toshio Hosokawa: Small Chant (2012)
Yuval Shaked: Rhymodo (1983)
Enno Poppe: Zwölf (2014)

Lucas Fels, geboren in Lörrach, gründete 1985 das ensemble recherche, dessen Mitglied und Mitorganisator er bis 2005 war. Seit 2006 ist Lucas Fels Cellist des Arditti String Quartet in London und hat seit 2013 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/M. eine Professur für Interpretatorische Praxis und Vermittlung Neuer Musik inne. Als Solist spielte er zahlreiche Uraufführungen, z. B. das Cellokonzert »Styx« und »Lethe« von Wolfgang Rihm.

In Kooperation mit der Hochschule für Musik Dresden


JETZT! ZUR ZEIT
SCHREIBEN IN DER GEGENWART

Mittwoch, 19. April 2017
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Im Gespräch:
Kerstin Hensel
Schriftstellerin, Berlin
Angela Krauß
Dichterin, Leipzig
Jörg Bernig
Schriftsteller, Radebeul
György Dalos
Schriftsteller und Publizist, Berlin
Thomas Rosenlöcher
Dichter, Beerwalde
Moderation:
Michael Hametner
ehem. Literaturredakteur MDR Kultur

Die Künste sprechen ihre eigene Sprache - doch wie können Dichter und Schriftsteller den gesellschaftlichen Erosionsprozessen entgegentreten? Die Mitglieder der Klasse Literatur und Sprachpflege Angela Krauß, Kerstin Hensel, Jörg Bernig, György Dalos und Thomas Rosenlöcher stellen sich angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen der Frage nach der Rolle und Verantwortung des Schriftstellers. Welchen Einfluss haben die gesellschaftlichen Veränderungen auf das Schreiben? Was heißt es für einen Schriftsteller, sich einzumischen? Lässt sich das literarische Werk eines Autors von seiner politischer Haltung trennen bzw. unabhängig voneinander betrachten? Wann ist ein literarischer Text politisch?


AKADEMIESALON
STEPHAN KOJA
Montag, 24. April 2017

Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Im Gespräch:
Stephan Koja, Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Moderation:
Harald Marx, ehem. Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Wolfgang Holler, Generaldirektor Museen der Klassik Stiftung Weimar, musste die geplante Moderation aus dringenden Gründen kurzfristig absagen.

Stephan Koja war bisher Leiter der Sammlungen des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne an der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien. In Dresden übernimmt er ab April die Leitung der Gemäldegalerie Alte Meister und der Skulpturensammlung (Antike bis 1800), deren Bestände ab 2018 in der Sempergalerie gezeigt werden. Mit welchen Konzepten wird Stephan Koja diesen beiden bedeutenden Sammlungen kuratorisch zu neuer Geltung verhelfen? Wir lässt sich die alte Kunst in den Kontext unserer Gegenwart stellen und erfahrbar machen?


AKADEMIESALON
LUTHER IM SPIEGEL

Montag, 8. Mai 2017
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz

Luther im Spiegel Vorwort.pdf pdf - Datei
Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Buchvorstellung und Gespräch:
Friedrich Dieckmann
Schriftsteller, Berlin
Christian Lehnert
Dichter und Theologe, Leipzig

Der Spiegel, in dem Martin Luther in Friedrich Dieckmanns neuem Buch erscheint, ist ein zehnfacher: Werke und Briefe von zehn deutschen Schriftstellern und Philosophen: Lessing, Goethe, Schiller, Hegel, Schopenhauer, Heine, Marx, Engels, Nietzsche und Thomas Mann. Ein jeder dieser Spiegel wirft ein facettenreiches Bild des Reformators zurück, gemischt aus Bewunderung und Kritik, die sich im lebendigen Bezug auf die eigene Zeit artikulieren. So auch bei Karl Marx, der Luther den „ältesten deutschen Nationalökonomen“ nannte. War Luther gar der untergründige Ahnherr des real existierenden Staatssozialismus? Der Autor liest aus seinem Marx-Engels-Kapitel; im Gespräch mit Christian Lehnert kommen weitere Perspektiven in Sicht. Friedrich Dieckmann

"Qui nolunt me vivo nucleum, testam reverebuntur me mortuo, id est nomen." Die den Kern zu meinen Lebzeiten nicht wollen, werden die Schale verehren, wenn ich tot bin, das heißt den Namen. Diesen Satz sagte Luther wenige Wochen vor seinem Tod am Tisch im Schwarzen Kloster in Wittenberg.
Friedrich Dieckmann sammelt in seinem Buch „Luther im Spiegel“ Schalensplitter einer Monumentalisierung. Wirkungsgeschichten, protestantisch-konfessionelle, deutsch-nationale oder liberale, haben den Autor Luther fast komplett überlagert. Friedrich Dieckmann sammelt Funde von Lutherbezügen. Der Reformator erscheint als Theologe einer aufgeklärten Vernunftsreligion bei Lessing, als „Neuschöpfer der Nation aus dem Geist der Sprache“ bei Goethe, als „Geistesbefreier“ bei Heine. Friedrich Dieckmann liest aus seinem Buch und im Gespräch vertiefen wir, was es zu sagen gibt zu den langen Schatten Luthers als widersprüchliche Identifikationsfigur im fünfhundertsten Jahr der Reformation. Christian Lehnert

Friedrich Dieckmann: Luther im Spiegel. Von Lessing bis Thomas Mann. Quintus Verlag Berlin 2016. ISBN: 978-3-94525-676-3.


BAUHAUS IN SACHSEN
EXPERIMENTELLE GESTALTUNG GESTERN UND HEUTE

Montag, 15. Mai 2017, 11.30–21.30 Uhr
Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Straße 9–11, Leipzig

Programmflyer Bauhaus Kolloquium 15.5.2017.pdf pdf - Datei


11.30 UHR, BEGRÜSSUNG UND EINFÜHRUNG
Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
Ulf Großmann, Präsident der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

12.00–14.00 UHR, BAUHAUS IN DER FABRIK
Justus A. Binroth, Restaurator Leipzig
Walter Scheiffele, Designgrafiker und Kulturhistoriker Berlin
Werner Möller, Stiftung Bauhaus Dessau

15.00–17.00 UHR, BAUHAUS IM MUSEUM
Kai-Uwe Hemken, Kunsthistoriker, Kunsthochschule Kassel
Tulga Beyerle, Direktorin des Kunstgewerbemuseums, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Regina Bittner, Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin, Stiftung Bauhaus Dessau

18.00–20.00 UHR, BAUHAUS IN DER STADT
Friedrich von Borries, Architekt, Hochschule für Bildende Künste Hamburg
Stefan Rettich, Architekt, KARO* Architekten Leipzig
Anne-Julchen Bernhardt, BeL Sozietät für Architektur Köln

20.30–21.30 UHR, BAUHAUS IN AKTION
Lutz Dammbeck, Filmemacher Hamburg

Leitung und Moderation:
Annette Menting, Architekturhistorikerin Leipzig
Walter Prigge, Stadt- und Kultursoziologe Leipzig

Das eintägige, öffentliche Kolloquium diskutiert experimentelle Gestaltungen gestern und heute und interveniert in den Vorbereitungsprozess der Projekte, mit denen sich Sachsen am 100. Geburtstag des Bauhauses 2019 beteiligt. Reflektiert werden drei Themen: Bauhaus in der Fabrik – Spezifisch für Bauhaus in Sachsen war die Anwendung von Künsten in der seriellen Fertigung von Leuchten, Glas oder Möbeln. Wie verändert sich die Gestaltung durch die Serie? Bauhaus im Museum – Heute stehen diese Produkte in sächsischen Museen. Der zweite Teil reflektiert diese Musealisierung experimenteller Künste: Wie reagiert die Gegenwart auf das Erbe Bauhaus? Welchen Einfluss hat die Geschichtsschreibung von Moderne und Bauhaus auf die musealen Sammlungen? Bauhaus in der Stadt – Wo ist nun „Bauhaus“ heute? Im dritten Teil geht es um die Gestaltung der Gegenwart. Welche Experimentierräume finden sich heute in Architektur und Städtebau? Hat die experimentelle Tradition „Bauhaus“ eine Bedeutung für die urbanen Gestaltungsprozesse der Gegenwart? Zum Abschluss der Tagung wird eine Mediencollage von Lutz Dammbeck gezeigt, die er Mitte der achtziger Jahre als intermediales Experiment im Bauhaus Dessau installiert hatte.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Kolloquium „Bauhaus in Sachsen“ ist ein Gemeinschaftsvorhaben der Sächsischen Akademie der Künste und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.


AKADEMIESALON
B.K. TRAGELEHN

Donnerstag, 18. Mai 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung und Moderation:
Holk Freytag, ehem. Intendant des Staatsschauspiels Dresden
Buchvorstellung und Gespräch:
B.K. Tragelehn, Regisseur
Harald Müller, Verlag Theater der Zeit, Berlin

Nach der Devise „Widersprechen ist immer richtig“ haben B.K. Tragelehn und Heiner Müller das Theater als Korrekturmodell und Gegenentwurf markiert. B.K. Tragelehn hat in über 30 Jahren dreizehn Inszenierungen von Theatertexten Heiner Müllers in beiden Teilen Deutschlands realisiert. Buchvorstellung und Gespräch mit Inszenierungsausschnitten über die Stationen dieser Zusammenarbeit, die den Versuch unternahm, Brechts Credo von der Veränderbarkeit der Welt für das Theater und die Gesellschaft produktiv zu machen.

Carsten Ahrens, Gerhard Ahrens und Akademie der Künste, Berlin (Hg.): B.K. Tragelehn- 13 x Heiner Müller. Verlag Theater der Zeit Berlin 2016. ISBN 978-3-95749-067-4.


JETZT! ZUR ZEIT
KUNST ALS PROVOKATION
Montag, 29. Mai 2017, 19 Uhr

Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Im Gespräch:
Yasser Almaamoun, Presseseprecher des Zentrums für politische Schönheit Berlin
Christiane Mennicke-Schwarz, Leiterin des Kunsthauses Dresden
Matthias Flügge, Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden und Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste
Moderation: Verena Krieger, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften, Kunsthistorisches Seminar Universität Jena

"Politische Aktion, ja. Aber nicht die Kunst dafür missbrauchen. Dann rechtfertigt man irgendwann schlechte Kunst damit, dass sie ja politisch korrekt ist. Oder umgekehrt beurteilt man Kunst nach der politischen Funktion" (Jakob Ullmann, Komponist). Demgegenüber steht die Installation des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni, der vor der Dresdner Frauenkirche Busse aufgestellt und damit eine Protestaktion ausgelöst hatte. Für großes Aufsehen sorgen auch die Aktionen des Zentrums für Politische Schönheit. Diese Projekte wollen mit Blick auf die globalen Krisen an Krieg, Vertreibung und Flüchtlingselend erinnern und für den Frieden werben. Wann lässt sich - aus ethischer wie aus ästhetischer Sicht - von einer relevanten künstlerischen Praxis sprechen? Streitgespräch über Kunst als aggressives Mittel der Provokation - zwischen hoffnungsvoller Projektion, Gesellschaftskritik und Medienhype.


JUNI

JETZT! ZUR ZEIT
WAS KANN DAS THEATER?
Donnerstag, 15. Juni 2017, 19 Uhr

Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung und Moderation:
Holk Freytag, ehem. Intendant des Staatsschauspiels Dresden
Im Gespräch:
Joachim Klement, ab der Spielzeit 2017/2018 Intendant des Staatsschauspiels Dresden

Theater sollen die Wirklichkeit vergegenwärtigen, als kreative „Sozialarbeiter“ die Integration marginalisierter Gruppen befördern, Bildungsaufgaben übernehmen, Möglichkeiten der Partizipation eröffnen und vieles mehr. Wie verträgt sich ein solcher Anspruch mit dem Eigenwert der Kunst? „Kunst ist ein Mittel, um sich mit der Realität auseinanderzusetzen“, sagt Joachim Klement, der mit Beginn der Spielzeit 2017/2018 Intendant des Staatsschauspiels Dresden werden wird. Was kann und soll, aus Sicht des neuen Intendanten, das Theater leisten?


LANGE NACHT DER UTOPIE
Sonnabend, 1. Juli 2017, 19 Uhr

Haus des Buches Leipzig, Gerichtsweg 28, Leipzig

Programmflyer Lange Nacht der Utopie aktualisiert.pdf pdf - Datei

Die diesjährige Mitgliederversammlung, in deren Zentrum die Wahl des neuen Präsidenten stand, fand am 1. Juli 2017 in Leipzig statt. Für eine Amtszeit von drei Jahren wurde der Regisseur und Intendant Holk Freytag gewählt. Am Abend schloss sich im Haus des Buches Leipzig eine öffentliche Veranstaltung an, die sich in den Kontext des Jahresthemas der Akademie „Brüche. Gegenbilder. Utopien“ stellte. In einem offenen Format mit Schauspiel, Performances, Lesungen, Musik, Filmen und Gesprächen wurde den utopischen Entwürfen künstlerisch Raum gegeben.

Christian Lehnert-Lange Nacht der Utopie.pdf pdf - Datei


Begrüssung
Holk Freytag, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Uwe Gaul, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

TEXTCOLLAGE "DIE TRÄUMENDE GESELLSCHAFT"
Mit Lars Jung und Marie-Thérèse Futterknecht

Utopie-Textcollage Holk Freytag.pdf pdf - Datei

EINFÜHRUNG
Christian Lehnert

MUSIK
Bernd Franke: „half-way house – Solo xfach“ (für Joseph Beuys)(1988 - in progress)
Version für Bassklarinette, Posaune, Schlagzeug und Zuspielband
Mit Volker Hemken, Bassklarinette; Hendrik Reichardt, Posaune; Gerd Schenker, Schlagzeug

LESUNG
Angela Krauß und Christoph Hein
Vorstellung der Autoren: Christian Lehnert

GESPRÄCH ÜBER DIE AMBIVALENZ DES UTOPISCHEN
Mit Bernd Franke, Komponist, Leipzig; Christoph Hein, Schriftsteller, Berlin, Angela Krauß, Schriftstellerin, Leipzig und Friedrich Dieckmann, Schriftsteller, Berlin; Moderation: Christian Lehnert

VORTRAG UND GESPRÄCH "GEBAUTE UTOPIE"
Mit Werner Durth und Stefan Rettich

SCHAUSPIEL
SAMUEL BECKETT: "DAS LETZTE BAND" / "GLÜCKLICHE TAGE"
Mit Lars Jung und Marie-Thérèse Futterknecht

GESPRÄCH "THEATER ALS ORT DER UTOPIE"
Mit Holk Freytag, B.K. Tragelehn und Kay Voges

RAUMERKUNDUNG. EINE TANZPERFORMANCE
Künstlerische Leitung: Irina Pauls
Mit Charlie Fouchier, Lilian Mosquera, Eva Thielke, Alma Toaspern und Darko Radosavljev

KURZFILME
Lutz Dammbeck, Wolfgang H. Scholz, Cornelia Schleime


Donnerstag, 21. September - Sonnabend, 23. September 2017
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3
ORTE REFORMATORISCHER KUNSTDISKURSE
Internationales Kolloquium (auf Anmeldung)

Städte, Höfe, sakrale Institutionen oder Universitäten waren die Schauplätze von Reformation und Gegenreformation. Diese Orte intensiven kulturellen Austauschs hatten zugleich auch für die Produktion und Rezeption von Werken bildender Kunst größte Bedeutung: So gingen die theologischen Diskussionen dort mit den damals aktuellen künstlerischen Diskursen einher und beeinflussten sich gegenseitig. Das internationale Kolloquium analysiert mittels repräsentativer Beispiele, wie die Prozesse des konfessionellen Wandels auf künstlerischem Gebiet ablaufen konnten.

Um Anmeldung wird gebeten an: sekretariat@saw-leipzig.de

Faltblatt_Orte reformatorischer-Kunst.pdf pdf - Datei

Die Tagung wird federführend ausgerichtet von der Kommission für die Kunstgeschichte Mitteldeutschlands der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft sowie mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins der SAW durchgeführt.

In Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Künste


Freitag, 20. Oktober - Sonntag, 22. Oktober 2017
Hotel Augusta Weimar/Bauhaus Atelier Weimar
"STADTLAND - IM ZENTRUM DER PERIPHERIE?"
Tagung (nicht öffentlich)

Treffen der Bauklassen und Bausektionen der Akademien der Künste Berlin, Dresden, Hamburg und München

In Zusammenarbeit mit der IBA Thüringen


Vortragsreihe

Vortragsreihe Spuren 2017 2018.pdf pdf - Datei

Leitung: Olaf Lauströer, Thomas Will (TU Dresden) und Ivan Reimann (TU Dresden)

Suchen wir nach Orientierung, so können wir sie dort finden, wo die Gegenwart die Vergangenheit berührt. Begegnungen dieser Art geschehen in ideellen oder materiellen Spuren, oder anders gesagt: sie zeigen sich an überlieferten Ereignissen und Artefakten, die in der Gegenwart weiterhin wirksam sind. Folgen wir den gegenläufigen Vektoren einer gefundenen Spur, dann fassen wir gleichermaßen ihre Herkunft und die Potentiale ihrer Fortsetzung in den Blick. Es gilt zu erkennen, welche Spuren in die Irre führen und welche es sich weiter zu verfolgen lohnt.
Eingeladen sind Amando Ruinelli, Soglio/CH; Christian Inderbitzin, Zürich/CH; Martin Honert, Dresden/Düsseldorf; Véronique Faucheur und Marc Pouzol Berlin; Jan De Vylder, Gent/B und Stephen Bates, London/GB.

Freitag, 27. Oktober 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3
Věra Koubová "Licht und Luft verdichtet- Phantome von Prag"
Ausstellungseröffnung mit Lesung und Gespräch

Einführung zum fotografischen Werk:
Dr. Teresa Ende, Kunstwissenschaftlerin Dresden
Věra Koubová, Fotografin und Übersetzerin Prag
Anschließend deutsch-tschechische Lesung mit Věra Koubová und Richard Pietraß,Dichter, Berlin

"Das fotografische Medium fragt geradezu danach, mit Licht, Spiegelungen und Schatten, die unsere Welt mit phantomhaften Erscheinungen bevölkern, zu experimentieren. Zuletzt wandeln auch wir Menschen unter solchen Lichtkulissen als Gespenster durch die Stadt, wohingegen die Dinge, Bäume, Landschaften oft lebendige Menschengestalt annehmen. Ähnlich wie in der Poesie dient hier das Bild nicht einfach der Mitteilung und doch bewegen wir uns in wirklichen Geschichten. Es will uns anderswohin tragen, in die Welt von Wunder und Zauber, wo sich uns, überraschenderweise, andere, und doch einleuchtende Sinnformen auftun." (Věra Koubová)

Veranstaltung aus Anlass der Deutsch-Tschechischen Kulturtage in Dresden


Dienstag, 14. November 2017, 19 Uhr
Motorenhalle Riesa efau, Wachsbleichstraße 4, 01067 Dresden
Gesellschaft selber machen
Buchvorstellung und Diskussion

Diskussion mit Franziska Schubert, Siri Frech, Carsten Wittke und Kerstin Faber
Moderation: Wolfgang Kil, Architekturkritiker Berlin

Welche neuen Formen der Gemeinschaft und des Arbeitens haben einzelne Akteure in ländlichen Regionen entwickelt? Wie erfolgreich sind diese Initiativen? Der ländliche Raum - ist das Fläche minus Infrastruktur mit zunehmender Notwendigkeit, die Lücken in Eigenverantwortung zu schließen? Initiativen, die den Gemeinsinn stärken, sozial gedacht sind und Mut für positive gesellschaftliche Veränderungen machen, zeigt die Dokumentation "Neuland gewinnen" , die an diesem Abend vorgestellt wird.

"Neuland gewinnen. Die Zukunft in Ostdeutschland gestalten", ein Projekt der Bosch-Stiftung und des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.G., herausgegeben von Siri Frech, Babette Scurell und Andreas Willisch, Ch. Links Verlag 2017.


Mittwoch, 22. November 2017, 19 Uhr
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19 Andreas-Schubert-Bau Hörsaal 120 (die Vorlesung findet trotz des Feiertags statt)
Spuren - Reihe BauKunst
Vortrag Christian Inderbitzin, Zürich/CH

Vortragsreihe Spuren 2017 2018.pdf pdf - Datei
Einführung und Moderation: Ivan Reimann (TU Dresden)

Suchen wir nach Orientierung, so können wir sie dort finden, wo die Gegenwart die Vergangenheit berührt. Begegnungen dieser Art geschehen in ideellen oder materiellen Spuren, oder anders gesagt: sie zeigen sich an überlieferten Ereignissen und Artefakten, die in der Gegenwart weiterhin wirksam sind. Folgen wir den gegenläufigen Vektoren einer gefundenen Spur, dann fassen wir gleichermaßen ihre Herkunft und die Potentiale ihrer Fortsetzung in den Blick. Es gilt zu erkennen, welche Spuren in die Irre führen und welche es sich weiter zu verfolgen lohnt.

Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der TU Dresden und der HfBK Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden


Donnerstag, 23. November 2017, 19 Uhr
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett Dresden
Verleihung des Hans Theo Richter-Preises
Preisverleihung (nicht öffentlich)

Der von Hildegard Richter, der Witwe Hans Theo Richters, gestiftete Preis der Sächsischen Akademie der Künste wird in diesem Herbst an die international renommierte Künstlerin Marlene Dumas vergeben. Der Hans Theo Richter-Preis für Zeichnung und Graphik ist mit 20000 Euro dotiert. Bisherige Preisträger waren Max Uhlig (1998), Jiří Kolář (1999), Paula Ribariu und Werner Wittig (2000),Peter Graf (2001), Thomas Ranft (2003), Lutz Fleischer (2005), Wolfram A. Scheffler (2007), Dieter Goltzsche (2010), Hanns Schimanski (2012) und Claus Weidensdorfer (2014).

In Zusammenarbeit mit der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung und dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden


November

Montag, 27. November 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3
Akademiesalon Róza Domascyna und Andra Schwarz
Buchvorstellung und Lesung

Lesung: Róza Domascyna und Andra Schwarz
Moderation: Jayne-Ann Igel und Jan Kuhlbrodt Herausgeber der Reihe Neue Lyrik

In einer Doppelpremiere werden Ró¸a Doma¨cyna (*1951) und Andra Schwarz (*1982) mit ihren aktuellen Bänden in der Reihe Neue Lyrik vorgestellt. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Poetenladen riefen die Reihe 2011 ins Leben. Ró¸a Doma¨cyna gehört zu den wichtigsten Stimmen der deutsch-sorbischen Dichtung und gilt als große Wortschöpferin und poetische Mahnerin. Die Leonce-und-Lena-Preisträgerin Andra Schwarz präsentiert mit ihrem Band "Am morgen sind wir aus glas" ihr Debüt.(Andreas Heidtmann)

In Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen


Mittwoch, 29. November 2017, 19 Uhr
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, Andreas-Schubert-Bau Hörsaal 120
Spuren - Reihe BauKunst
Vortrag Martin Honert, Dresden/Düsseldorf

Einführung und Moderation:
Olaf Lauströer, HfBK Dresden

Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der TU Dresden und der HfBK Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden


Mittwoch, 29. November - Donnerstag, 30. November 2017
Wissenschaftliche Bibliothek Liberec
Krajská vědecká knihovna v Liberci, Rumjancevova 136/1
Poesie in Bewegung. Zur Medialität und Übersetzbarkeit von Lyrik
Übersetzer- und Poesie-Werkstatt unter Beteiligung von Autoren und Übersetzern aus Deutschland, Polen und Tschechien

Flyer 2017 poezie v pohybu.pdf pdf - Datei

Leitung: Pavel Novotný, Peter Geist, in Zusammenarbeit mit Ró¸a Doma¨cyna

Nach der erfolgreichen Liberecer Tagung 2015 wird im Herbst 2017 ein weiteres Kapitel der Zusammenarbeit der Sächsischen Akademie der Künste mit tschechischen Autoren und Übersetzern aufgeschlagen. Unter dem Titel "Poesie in Bewegung - Zur Medialität und Übersetzbarkeit von Lyrik" ist eine zweitägige Autoren-, Schreib- und Übersetzerwerkstatt in Liberec geplant. Deutsche und tschechische Übersetzer, Nachdichter und Autoren setzen sich mit den Herausforderungen auseinander, die durch die sozialen Medien bzw. neuen medialen Auftrittsformen von Poesie an ihre Arbeit gestellt werden.

In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Germanistik der Pädagogischen Fakultät der TU Liberec, der Wissenschaftlichen Bibliothek Liberec und mit Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds

Programm

Mittwoch, 29. November 2017, 14.00 Uhr
Wissenschaftliche Bibliothek Liberec, Großer Saal
Krajská vědecká knihovna v Liberci, Rumjancevova 136/1
Poesie und Übersetzung als kreativer Prozess

Eröffnung und Grußworte:
Miroslav Brzezina,Pädagogische Fakultät TU Liberec
Klaus Michael, Präsidialsekretär Sächsische Akademie der Künste
Blanka Konvalinkovà, Leiterin der Wissenschaftlichen Bibliothek Liberec
Thematische Einführung:
Peter Geist und Pavel Novotný
Statements zum Übersetzen:
Radek Malý, Kristina Kallert, Ró¸a Doma¨cyna

15.30 Uhr
Wissenschaftliche Bibliothek Liberec
Von Wort zu Wort - Werkstatt 1 zur Übersetzbarkeit von Poesie

Einführung und Moderation:
Ingeborg Fiala-Fürst

Vortrag:
Elke Erb "Vom Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen"
Werkstattgespräch:
Ró¸a Doma¨cyna, Elke Erb, Kristina Kallert, Marek Śnieciński, Leszek Szaruga


Mittwoch, 29. November 2017, 20.00 Uhr
Buchhandlung Fryč / Knihkupectví a antikvariát Fryč Pra¸ská 137/14, Liberec
Poesie in Bewegung - Poetische Übersetzer lesen aus ihren Werken

Lesung:
Ró¸a Doma¨cyna, Elke Erb, Radek Malý, Marek Śnieciński, Leszek Szaruga, Charlotte Warsen
Moderation:
Peter Geist und Pavel Novotný


Donnerstag, 30. November 2017, 10.00-12.00 Uhr
Buchhandlung Fryč / Knihkupectví a antikvariát Fryč Pra¸ská 137/14, Liberec
Vom Laut zum Sound - Werkstatt 2 zur Übersetzbarkeit von Poesie

Vortrag:
Friedrich W. Block: "Poesie und Transmedialität"
Einführungsvortrag zur digitalen Poesie
Werkstattgespräche und Präsentationen:
Friedrich W. Block, Manos Tsangaris, Martin Je¸ek, Martin Maurach, Jaromír Typlt
Moderation:
Pavel Novotný und Martin Maurach


Donnerstag, 30. November 2017, 14.00-16.00 Uhr
Wissenschaftliche Bibliothek Liberec, Großer Saal
Poesie als offene Struktur - Werkstatt 3 zur Übersetzbarkeit von Poesie

Einführung und Moderation:
Ingeborg Fiala-Fürst und Eva Marková
Vortrag:
Aurélie Maurin "Versschmuggel – Herausforderungen neuer Medien für poetisches Übersetzen im 21. Jahrhundert"
Werkstattgespräch:
Ondřej Buddeus, Kristina Kallert, Eva Marková, Charlotte Warsen


Donnerstag, 30. November 2017, 17.00-19.30 Uhr
Kino Varsava, Frýdlantská 285
Poesie in Bewegung - Audiovisuelle Performances

Abschlussveranstaltung der Tschechisch-deutsch-polnischen Poesie- und Übersetzerwerkstatt mit Installationen, Sound- und Textperformances

Präsentation der Ergebnisse aus den Werkstätten:
Eva Marková und Peter Geist
Installationen, Sound- und Textperformances:
Lukás Jiřička, Martin Jezek, Manos Tsangaris
Moderation:
Pavel Novotný und Peter Geist

In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Germanistik der Pädagogischen Fakultät der TU Liberec, der Wissenschaftlichen Bibliothek Liberec und mit Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds


Mittwoch, 6. Dezember 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3
Akademiesalon Aribert Reimann

Begrüßung: Holk Freytag, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Gespräch: Aribert Reimann, Komponist
Moderation: Ekkehard Klemm, Dirigent

"Ich möchte die Menschen ein bisschen aufrütteln. Auch bei älteren Stoffen ist mir ein Zeitbezug immer wichtig. Sie müssen uns noch heute etwas angehen", sagte Aribert Reimann, einer der prominentesten deutschen Opernkomponisten in einem Interview mit der dpa. Reimann, der mehr als siebzig Musikwerke geschaffen hat, darunter die Erfolgsopern "Lear", "Medea" und das 2017 uraufgeführte Musiktheaterstück "L'Invisible", wird im Gespräch mit dem Dirigenten Ekkehard Klemm über seine Motivation und die Strategien seiner Arbeit Auskunft geben.

Dezember

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19 Uhr
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34, Großer Hörsaal, 2. OG
Spuren - Reihe BauKunst
Vortrag Marc Pouzol/Véronique Faucheur/Atelier le balto, Berlin

Einführung und Moderation:
Anna Viader, TU Dresden

Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der TU Dresden und der HfBK Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden



Donnerstag, 14. Dezember 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3
Konstellationen - Matthias Lorenz (Cello)
Gesprächskonzert

Konzert: Matthias Lorenz, Cellist Dresden
Im Gespräch: Matthias Lorenz und Mark Andre, Komponist
Moderation: Jörn Peter Hiekel, Hochschule für Musik Dresden

Programm:
Jörg Herchet Komposition für Violoncello solo (1975)
Mark Andre E (2012)
Peter Ablinger In G (2016)

VM 2017_12_14 Konstellationen Matthias Lorenz.pdf pdf - Datei