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Chronik der Tätigkeit 2018



Věra Koubová: Phantome von Prag
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3
Ausstellung verlängert bis 29. Januar 2018

"Das fotografische Medium fragt geradezu danach, mit Licht, Spiegelungen und Schatten, die unsere Welt mit phantomhaften Erscheinungen bevölkern, zu experimentieren. Zuletzt wandeln auch wir Menschen unter solchen Lichtkulissen als Gespenster durch die Stadt, wohingegen die Dinge, Bäume, Landschaften oft lebendige Menschengestalt annehmen. Ähnlich wie in der Poesie dient hier das Bild nicht einfach der Mitteilung und doch bewegen wir uns in wirklichen Geschichten. Es will uns anderswohin tragen, in die Welt von Wunder und Zauber, wo sich uns, überraschenderweise, andere, und doch einleuchtende Sinnformen auftun."Věra Koubová


Mittwoch, 10. Januar 2018
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Diskussionsreihe Jetzt! Zur Zeit
Brauchen wir Künstler
?

2018_01_10 Jetzt! Zur Zeit.pdf pdf - Datei

Diskussion:
Holk Freytag, Regisseur, ehem. Intendant, Bad Hersfeld/Dresden
Maix Mayer, Fotograf, Filmemacher, Leipzig
Thomas Rosenlöcher, Schriftsteller, Dresden
Prof. Manos Tsangaris, Komponist, Dresden/Köln
Moderation: Thomas Bille, Kulturredakteur MDR Kultur

Künstler aus vier Sparten der Akademie diskutieren über ihre Rolle in der heutigen Zeit und die Erwartungen, die an sie herangetragen werden.
Vorgestellt
Zu Beginn der Veranstaltung am 10. Januar 2018 um 19 Uhr startet die Akademie mit der Reihe "Vorgestellt" ein neues Format. In dieser Reihe stellt die Akademie regelmäßig eine junge Künstlerin oder einen junger Künstler aus den verschiedensten Disziplinen vor. Diese präsentieren sich in einem kurzen künstlerischen Prolog mit einem Musikstück, einem Kurzvortrag, einem Bild, einem Tanz. Die Einführung übernimmt ein Mitglied der Akademie.
Vorgestellt von Holk Freytag spricht das Studiomitglied des Staatsschauspiels Dresden Emil Borgeest einen Monolog aus Goethes Tasso, der gleichzeitig auf besondere Art in das Thema des Abends einführt.


Mittwoch, 24. Januar 2018
Hochschule für Bildende Künste Dresden
Güntzstraße 34, Großer Hörsaal, 2. OG
Spuren - Reihe Baukunst

Vortrag: Prof. Jan De Vylder, Gent/B
Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden
Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der TU Dresden und der HfBK Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden


Mittwoch, 31. Januar 2018
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, Andreas-Schubert-Bau Hörsaal 120
Spuren - Reihe Baukunst

Vortrag Prof. Stephen Bates, London/GB
Einführung und Moderation: Prof. Ivan Reimann, TU Dresden
Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der TU Dresden und der HfBK Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden


Donnerstag, 22. März 2018
Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen, 02625 Bautzen
Burgtheater, Ortenburg 7, großer Saal
"In uns eine Saite.../We nas jako truna..."
Literarisch-musikalischer Abend/Literarno-hudźbne spominanje


Plakat Kito Lorenc.pdf pdf - Datei

Dem deutsch-sorbischen Schriftsteller Kito Lorenc (1938-2017) ist im Burgtheater des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen ein literarisch-musikalischer Abend gewidmet, an dem sich auch die Dichterkollegen und Mitglieder der Sächsischen Akademie der Künste Ró¸a Doma¨cyna, Thomas Rosenlöcher und Peter Geist beteiligen. Weiterhin mitwirken werden Jurij Łu¨ćanski, die Gruppe "Hercy", Künstler des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters und Chor und Solisten des Sorbischen National-Ensembles. Im Foyer erinnern eine Ausstellung, eine Hörstation und ein Büchertisch an den Dichter.

Karten: Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen
Der Eintritt ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten.
Telefon: 03591/584-225
E-Mail: vorbestellung@theater-bautzen.de

Kito Lorenc war der Sächsischen Akademie der Künste als Mitglied seit ihrer Gründung im Jahr 1996 eng verbunden. Die Texte von Kito Lorenc zeugen von einer intensiven Zugewandheit zur bedrohten Lausitzer Landschaft, mit ihren Menschen und Traditionen, doch jede Form von "Herkunftstümelei" war ihm fremd. Der Literaturwissenschaftler Peter Geist schreibt in seinem Nachruf auf Kito Lorenc: "Mit Ingrimm und Sarkasmus brachte er die Absurditäten realsozialistischer Provenienz auf den Punkt: listig, genau, pointiert. So etwa in dem Gedicht "Mitteilung" [...] über das Verbot der sowjetischen Zeitschrift Sputnik [...]: wie da miniterium mitteilt / it der ipunkt getrichen worden / er bringt keinen beitrag / der der fetigung dient / tatt deen verzerrende beiträge / zur gechichte / (Nach der Zeitungsmeldung vom 19.11.1988). Solcherart Konterbande verbreitete sich in Windeseile im sterbenden Staat DDR, auch wenn sie gesammelt erst 1990 im Gedichtband "Gegen den großen Popanz" erscheinen konnte."
Kito Lorenc arbeitete am Institut für sorbische Volksforschung und einige Jahre als Dramaturg am Staatlichen Ensemble für sorbische Volkskultur in Bautzen, wo später auch seine Stücke, wie "Die Wendische Schiffahrt" aufgeführt wurden. Als Herausgeber des "Sorbischen Lesebuchs" im Leipziger Reclam Verlag (1981) und mit der Anthologie "Das Meer, Die Insel, Das Schiff. Sorbische Dichtung von den Anfängen bis zur Gegenwart" (2004) machte er zudem die Literatur aus der Lausitz weit über die Lausitz hinaus bekannt.

Veranstaltung des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Künste


Montag, 9. April 2018
Aktsaal der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Brühlsche Terrasse 1, 01067 Dresden
Wer schreibt Kunstgeschichte?

Wird Kunstgeschichte von Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker geschrieben? Sind es der Markt, die privaten Sammler oder der Skandal, der manchmal gesellschaftlich relevante Diskurse anstößt, die einem Werk zum Durchbruch verhelfen? Welche Rolle spielen ästhetische Maßstäbe? Was überhaupt heißt „Kunstgeschichte“? Ist es ein Ordnungswerk der Kanonisierung, in dem allein für die Großen Platz ist, für Picasso und Joseph Beuys? Wie sähe eine nicht-hierarchische Systematik der Kunstgeschichtsschreibung aus? Wie verändert sich die europäische Kunstgeschichte aus globaler Perspektive?
Die Vortragsreihe der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste und dem Fachbereich Kunstgeschichte des Instituts für Musik- und Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dresden wird Antworten auf manche der vielen Fragen geben und vielleicht noch mehr Fragen aufwerfen.

"Kunstgeschichte als Kunstgericht? Über künstlerische Herrschaftsdiskurse"
Einführungsvortrag der Reihe "Wer schreibt Kunstgeschichte?"
Prof. Dr. Bernadette Collenberg-Plotnikov, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Die Frage, wer Kunstgeschichte 'schreibt', begleitet die Kunstgeschichtsforschung seit ihren Anfängen. Dabei sind unterschiedliche Auffassungen von dem Subjekt der Kunstgeschichte entwickelt worden: Das Spektrum reicht vom genialen künstlerischen Individuum und seinem Werk über das 'Kunstwollen' bis hin zu den Akteuren der verschiedenen Kunstinstitutionen wie Markt, Museum, Kritik oder akademischer Kunstgeschichte.
Alle diese Auffassungen haben zweifellos ein gewisses Erklärungspotential, doch sie schließen sich einerseits wechselseitig aus, andererseits führt die Monopolisierung einer dieser Positionen zu einer Diktatur der 'großen Persönlichkeiten', der Weltanschauungen oder kontingenter Machtverhältnisse. Die poststrukturalistische Auffassung vom 'Ende der großen Erzählungen' löst das Dilemma nicht, denn Kunst ist nach wie vor als eine Form menschlicher Selbstverständigung präsent. Ohne die Idee einer ihr eigenen Geschichte gerät diese zentrale Funktion der Kunst aber zwangsläufig aus dem Blick. Der Vortrag von Bernadette Collenberg-Plotnikov plädiert für eine kritische Kunstgeschichtsforschung, die die konkurrierenden Subjekte der Kunstgeschichte beschreibt und ihre Monopolansprüche hinterfragt.

Vortrags- und Diskussionsreihe in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und dem Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden


Sonnabend, 26. Mai 2018
(kostenpflichtig)
Frauenkirche, Neumarkt, 01067 Dresden
Unterkirche Forum Frauenkirche
Baustelle Demokratie. Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag?

2018_05_26 Programmflyer.pdf pdf - Datei
Globale Migrationsbewegungen, Wirtschaftskrisen, der Vormarsch rechter Bewegungen – die Symptome krisenhafter Veränderungen unserer Gesellschaft ließen sich um etliche Beispiele erweitern. Wie reagieren wir darauf? Wie wollen wir zusammen leben? Was ist gerecht? Worauf beruht die Stabilität einer demokratischen Gesellschaft? Was verstehen wir unter Solidarität? Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag?
Mit diesen Fragen setzen sich in kurzen Vorträgen der Schriftsteller Marcel Beyer, der Psychoanalytiker Werner Bohleber, die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann, und der Historiker Jörn Rüsen auseinander, die eingeladen wurden, um über die Tragfähigkeit gesellschaftlicher Übereinkünfte, über Angst und über Utopie als Triebkräfte des Politischen zu sprechen. Am Abend stehen in zwei Diskussionsrunden Ansätze der Politik im Mittelpunkt, um auf die wachsende Zersplitterung unserer Gesellschaft zu reagieren. Dazu eingeladen wurden die Schriftsteller Ingo Schulze und Christian Lehnert, die Mitglieder des Bundestages Katja Kipping (MdB DIE LINKE) und Daniela Kolbe (MdB SPD), die Mitglieder des Sächsischen Landtages Octavian Ursu (MdL CDU), Wolfram Günther (MdL Bündnis 90/Die Grünen) und Maximilian Krah (AfD). Fragen und Anregungen sind im Anschluss an die Vorträge und Diskussionen willkommen.

Karten 8 Euro
Stiftung Frauenkirche Dresden
Besucherdienst und Ticketservice
Georg-Treu-Platz 3, 1. Etage
01067 Dresden
Tel.(0351) 656 06 701
E-Mail: ticket@frauenkirche-dresden.de
Tageskasse in der Frauenkirche am 26.5.: 13.00-17.30 Uhr

Symposium der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit der Stiftung Frauenkirche Dresden


Montag, 11. Juni 2018
Sächsische Akademie der Künste
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Marx als Autor

2018_06_11 Marx.pdf pdf - Datei

Gespräch: Wolfgang Fritz Haug, Philosoph und Verleger Berlin; Peter Gosse, Lyriker Leipzig
Moderation: Friedrich Dieckmann, Publizist Berlin

Vor einem Vierteljahrhundert galt Marx in Europa vielen wie Hegel dem späteren 19. Jahrhundert: als „toter Hund“, widerlegt durch den Versuch, aus seinen Schriften Maßgaben für die Neuorganisation der Gesellschaft unter Direktion einer kommunistischen Partei abzuleiten. Marx, der Politiker, hatte Marx, den Analytiker, beiseite gesetzt; nur Marx, der Schriftsteller, schien noch der Betrachtung wert zu sein. Heute, in der Krise des Weltkapitalismus, ist der Analytiker der kapitalistischen Ökonomie wieder in aller Munde, und im fernen Osten zeigt sich ein epochales Paradoxon: das größte und bald auch wirtschaftsstärkste Land der Erde, die Volksrepublik China, hat auf Beschluß der Kommunistischen Partei nicht nur den Kapitalismus wiedereingeführt, sondern verehrt Marx auch in der jungen Generation „wie einen Heiligen“. Welche Bedeutung hat sein Werk für die Heutigen? Wie verhielt es sich zu den Künsten, welche sprachlichen Qualitäten zeichneten es aus?
(Friedrich Dieckmann)


Die für den 13. Juni 2018 vorgesehene Ausstellungseröffnung in der Sächsischen Akademie der Künste Aufbruch und Protest. 1968 in Prag, Berlin, Leipzig und Dresden findet am 10. September 2018 statt.



Montag, 18. Juni 2018
Aktsaal der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Brühlsche Terrasse 1, 01067 Dresden
"Rembrandt forever!"
Vortrag der Reihe "Wer schreibt Kunstgeschichte?"
Jürgen Müller, TU Dresden

Der Niederländer Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669) wird seit dem 19. Jahrhundert als Ausnahmekünstler erachtet. Dabei sind es nicht nur seine Bilder, sondern auch sein Charakter, der Künstler, Kunstschriftsteller und Philosophen zu faszinieren scheint. Doch schaut man auf die frühen Biographien eines Joachim von Sandrart oder Filippo Baldinucci, so sticht die Geringschätzung seiner Werke durch diese klassizistischen Autoren ins Auge. Dem Leidener Künstler wird Unkenntnis, wenn nicht gar Ignoranz gegenüber der italienischen Kunst eines Raffael und den Werken der Antike vorgeworfen. Doch wie verhält sich diese Abwertung zu seiner späteren Popularität? Wie können solche negativen Urteile im Laufe der Rezeptionsgeschichte umgedeutet werden? Der Vortrag von Jürgen Müller wird in exemplarischer Form einige Werke, vor allem aber die Wirkungsgeschichte Rembrandts vorstellen und dabei bis in die filmische Tradition der Biopics des 20. Jahrhunderts ausgreifen.

Weitere Vortragstermine sind im Wintersemester 2018/19 geplant.

Vortrags- und Diskussionsreihe in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und dem Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden