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Chronik der Tätigkeit 2018



Věra Koubová: Phantome von Prag
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3
Ausstellung verlängert bis 29. Januar 2018

"Das fotografische Medium fragt geradezu danach, mit Licht, Spiegelungen und Schatten, die unsere Welt mit phantomhaften Erscheinungen bevölkern, zu experimentieren. Zuletzt wandeln auch wir Menschen unter solchen Lichtkulissen als Gespenster durch die Stadt, wohingegen die Dinge, Bäume, Landschaften oft lebendige Menschengestalt annehmen. Ähnlich wie in der Poesie dient hier das Bild nicht einfach der Mitteilung und doch bewegen wir uns in wirklichen Geschichten. Es will uns anderswohin tragen, in die Welt von Wunder und Zauber, wo sich uns, überraschenderweise, andere, und doch einleuchtende Sinnformen auftun."
Věra Koubová



Mittwoch, 10. Januar 2018
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Diskussionsreihe Jetzt! Zur Zeit
Brauchen wir Künstler
?

2018_01_10 Jetzt! Zur Zeit.pdf pdf - Datei

Diskussion:
Holk Freytag, Regisseur, ehem. Intendant, Bad Hersfeld/Dresden
Maix Mayer, Fotograf, Filmemacher, Leipzig
Thomas Rosenlöcher, Schriftsteller, Dresden
Prof. Manos Tsangaris, Komponist, Dresden/Köln
Moderation: Thomas Bille, Kulturredakteur MDR Kultur

Künstler aus vier Sparten der Akademie diskutieren über ihre Rolle in der heutigen Zeit und die Erwartungen, die an sie herangetragen werden.
Vorgestellt
Zu Beginn der Veranstaltung am 10. Januar 2018 um 19 Uhr startet die Akademie mit der Reihe "Vorgestellt" ein neues Format. In dieser Reihe stellt die Akademie regelmäßig eine junge Künstlerin oder einen junger Künstler aus den verschiedensten Disziplinen vor. Diese präsentieren sich in einem kurzen künstlerischen Prolog mit einem Musikstück, einem Kurzvortrag, einem Bild, einem Tanz. Die Einführung übernimmt ein Mitglied der Akademie.
Vorgestellt von Holk Freytag spricht das Studiomitglied des Staatsschauspiels Dresden Emil Borgeest einen Monolog aus Goethes Tasso, der gleichzeitig auf besondere Art in das Thema des Abends einführt.



Mittwoch, 24. Januar 2018
Hochschule für Bildende Künste Dresden
Güntzstraße 34, Großer Hörsaal, 2. OG
Spuren - Reihe Baukunst

Vortrag: Prof. Jan De Vylder, Gent/B
Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden
Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der TU Dresden und der HfBK Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden



Mittwoch, 31. Januar 2018
Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, Andreas-Schubert-Bau Hörsaal 120
Spuren - Reihe Baukunst

Vortrag Prof. Stephen Bates, London/GB
Einführung und Moderation: Prof. Ivan Reimann, TU Dresden
Vortragsreihe in Zusammenarbeit mit der Architekturfakultät der TU Dresden und der HfBK Dresden. Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und dem Graphisoft Center Dresden



Donnerstag, 22. März 2018
Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen, 02625 Bautzen
Burgtheater, Ortenburg 7, großer Saal
"In uns eine Saite.../We nas jako truna..."
Literarisch-musikalischer Abend/Literarno-hudźbne spominanje


Plakat Kito Lorenc.pdf pdf - Datei

Dem deutsch-sorbischen Schriftsteller Kito Lorenc (1938-2017) ist im Burgtheater des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen ein literarisch-musikalischer Abend gewidmet, an dem sich auch die Dichterkollegen und Mitglieder der Sächsischen Akademie der Künste Ró¸a Doma¨cyna, Thomas Rosenlöcher und Peter Geist beteiligen. Weiterhin mitwirken werden Jurij Łu¨ćanski, die Gruppe "Hercy", Künstler des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters und Chor und Solisten des Sorbischen National-Ensembles. Im Foyer erinnern eine Ausstellung, eine Hörstation und ein Büchertisch an den Dichter.

Karten: Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen
Der Eintritt ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten.
Telefon: 03591/584-225
E-Mail: vorbestellung@theater-bautzen.de

Kito Lorenc war der Sächsischen Akademie der Künste als Mitglied seit ihrer Gründung im Jahr 1996 eng verbunden. Die Texte von Kito Lorenc zeugen von einer intensiven Zugewandheit zur bedrohten Lausitzer Landschaft, mit ihren Menschen und Traditionen, doch jede Form von "Herkunftstümelei" war ihm fremd. Der Literaturwissenschaftler Peter Geist schreibt in seinem Nachruf auf Kito Lorenc: "Mit Ingrimm und Sarkasmus brachte er die Absurditäten realsozialistischer Provenienz auf den Punkt: listig, genau, pointiert. So etwa in dem Gedicht "Mitteilung" [...] über das Verbot der sowjetischen Zeitschrift Sputnik [...]: wie da miniterium mitteilt / it der ipunkt getrichen worden / er bringt keinen beitrag / der der fetigung dient / tatt deen verzerrende beiträge / zur gechichte / (Nach der Zeitungsmeldung vom 19.11.1988). Solcherart Konterbande verbreitete sich in Windeseile im sterbenden Staat DDR, auch wenn sie gesammelt erst 1990 im Gedichtband "Gegen den großen Popanz" erscheinen konnte."
Kito Lorenc arbeitete am Institut für sorbische Volksforschung und einige Jahre als Dramaturg am Staatlichen Ensemble für sorbische Volkskultur in Bautzen, wo später auch seine Stücke, wie "Die Wendische Schiffahrt" aufgeführt wurden. Als Herausgeber des "Sorbischen Lesebuchs" im Leipziger Reclam Verlag (1981) und mit der Anthologie "Das Meer, Die Insel, Das Schiff. Sorbische Dichtung von den Anfängen bis zur Gegenwart" (2004) machte er zudem die Literatur aus der Lausitz weit über die Lausitz hinaus bekannt.

Veranstaltung des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Künste



Montag, 9. April 2018
Aktsaal der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Brühlsche Terrasse 1, 01067 Dresden
Wer schreibt Kunstgeschichte?

Wird Kunstgeschichte von Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker geschrieben? Sind es der Markt, die privaten Sammler oder der Skandal, der manchmal gesellschaftlich relevante Diskurse anstößt, die einem Werk zum Durchbruch verhelfen? Welche Rolle spielen ästhetische Maßstäbe? Was überhaupt heißt „Kunstgeschichte“? Ist es ein Ordnungswerk der Kanonisierung, in dem allein für die Großen Platz ist, für Picasso und Joseph Beuys? Wie sähe eine nicht-hierarchische Systematik der Kunstgeschichtsschreibung aus? Wie verändert sich die europäische Kunstgeschichte aus globaler Perspektive?
Die Vortragsreihe der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste und dem Fachbereich Kunstgeschichte des Instituts für Musik- und Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dresden wird Antworten auf manche der vielen Fragen geben und vielleicht noch mehr Fragen aufwerfen.

"Kunstgeschichte als Kunstgericht? Über künstlerische Herrschaftsdiskurse"
Einführungsvortrag der Reihe "Wer schreibt Kunstgeschichte?"
Prof. Dr. Bernadette Collenberg-Plotnikov, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Die Frage, wer Kunstgeschichte 'schreibt', begleitet die Kunstgeschichtsforschung seit ihren Anfängen. Dabei sind unterschiedliche Auffassungen von dem Subjekt der Kunstgeschichte entwickelt worden: Das Spektrum reicht vom genialen künstlerischen Individuum und seinem Werk über das 'Kunstwollen' bis hin zu den Akteuren der verschiedenen Kunstinstitutionen wie Markt, Museum, Kritik oder akademischer Kunstgeschichte.
Alle diese Auffassungen haben zweifellos ein gewisses Erklärungspotential, doch sie schließen sich einerseits wechselseitig aus, andererseits führt die Monopolisierung einer dieser Positionen zu einer Diktatur der 'großen Persönlichkeiten', der Weltanschauungen oder kontingenter Machtverhältnisse. Die poststrukturalistische Auffassung vom 'Ende der großen Erzählungen' löst das Dilemma nicht, denn Kunst ist nach wie vor als eine Form menschlicher Selbstverständigung präsent. Ohne die Idee einer ihr eigenen Geschichte gerät diese zentrale Funktion der Kunst aber zwangsläufig aus dem Blick. Der Vortrag von Bernadette Collenberg-Plotnikov plädiert für eine kritische Kunstgeschichtsforschung, die die konkurrierenden Subjekte der Kunstgeschichte beschreibt und ihre Monopolansprüche hinterfragt.

Vortrags- und Diskussionsreihe in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und dem Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden


Sonnabend, 26. Mai 2018
(kostenpflichtig)
Frauenkirche, Neumarkt, 01067 Dresden
Unterkirche Forum Frauenkirche
Baustelle Demokratie. Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag?
Globale Migrationsbewegungen, Wirtschaftskrisen, der Vormarsch rechter Bewegungen – die Symptome krisenhafter Veränderungen unserer Gesellschaft ließen sich um etliche Beispiele erweitern. Wie reagieren wir darauf? Wie wollen wir zusammen leben? Was ist gerecht? Worauf beruht die Stabilität einer demokratischen Gesellschaft? Was verstehen wir unter Solidarität? Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag?
Mit diesen Fragen setzen sich in kurzen Vorträgen der Schriftsteller Marcel Beyer, der Psychoanalytiker Werner Bohleber, die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann, und der Historiker Jörn Rüsen auseinander, die eingeladen wurden, um über die Tragfähigkeit gesellschaftlicher Übereinkünfte, über Angst und über Utopie als Triebkräfte des Politischen zu sprechen. Am Abend stehen in zwei Diskussionsrunden Ansätze der Politik im Mittelpunkt, um auf die wachsende Zersplitterung unserer Gesellschaft zu reagieren. Dazu eingeladen wurden die Schriftsteller Ingo Schulze und Christian Lehnert, die Mitglieder des Bundestages Katja Kipping (MdB DIE LINKE) und Daniela Kolbe (MdB SPD), die Mitglieder des Sächsischen Landtages Octavian Ursu (MdL CDU), Wolfram Günther (MdL Bündnis 90/Die Grünen) und Maximilian Krah (AfD). Fragen und Anregungen sind im Anschluss an die Vorträge und Diskussionen willkommen.

Karten 8 Euro
Stiftung Frauenkirche Dresden
Besucherdienst und Ticketservice
Georg-Treu-Platz 3, 1. Etage
01067 Dresden
Tel.(0351) 656 06 701
E-Mail: ticket@frauenkirche-dresden.de
Tageskasse in der Frauenkirche am 26.5.: 13.00-17.30 Uhr

Symposium der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit der Stiftung Frauenkirche Dresden


Montag, 11. Juni 2018
Sächsische Akademie der Künste
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Marx als Autor

2018_06_11 Marx.pdf pdf - Datei

Gespräch: Wolfgang Fritz Haug, Philosoph und Verleger Berlin; Peter Gosse, Lyriker Leipzig
Moderation: Friedrich Dieckmann, Publizist Berlin

Vor einem Vierteljahrhundert galt Marx in Europa vielen wie Hegel dem späteren 19. Jahrhundert: als „toter Hund“, widerlegt durch den Versuch, aus seinen Schriften Maßgaben für die Neuorganisation der Gesellschaft unter Direktion einer kommunistischen Partei abzuleiten. Marx, der Politiker, hatte Marx, den Analytiker, beiseite gesetzt; nur Marx, der Schriftsteller, schien noch der Betrachtung wert zu sein. Heute, in der Krise des Weltkapitalismus, ist der Analytiker der kapitalistischen Ökonomie wieder in aller Munde, und im fernen Osten zeigt sich ein epochales Paradoxon: das größte und bald auch wirtschaftsstärkste Land der Erde, die Volksrepublik China, hat auf Beschluß der Kommunistischen Partei nicht nur den Kapitalismus wiedereingeführt, sondern verehrt Marx auch in der jungen Generation „wie einen Heiligen“. Welche Bedeutung hat sein Werk für die Heutigen? Wie verhielt es sich zu den Künsten, welche sprachlichen Qualitäten zeichneten es aus?
(Friedrich Dieckmann)



Die für den 13. Juni 2018 vorgesehene Ausstellungseröffnung in der Sächsischen Akademie der Künste Aufbruch und Protest. 1968 in Prag, Berlin, Leipzig und Dresden findet am 10. September 2018 statt.



Montag, 18. Juni 2018
Aktsaal der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Brühlsche Terrasse 1, 01067 Dresden
"Rembrandt forever!"
Vortrag der Reihe "Wer schreibt Kunstgeschichte?"
Jürgen Müller, TU Dresden

Der Niederländer Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669) wird seit dem 19. Jahrhundert als Ausnahmekünstler erachtet. Dabei sind es nicht nur seine Bilder, sondern auch sein Charakter, der Künstler, Kunstschriftsteller und Philosophen zu faszinieren scheint. Doch schaut man auf die frühen Biographien eines Joachim von Sandrart oder Filippo Baldinucci, so sticht die Geringschätzung seiner Werke durch diese klassizistischen Autoren ins Auge. Dem Leidener Künstler wird Unkenntnis, wenn nicht gar Ignoranz gegenüber der italienischen Kunst eines Raffael und den Werken der Antike vorgeworfen. Doch wie verhält sich diese Abwertung zu seiner späteren Popularität? Wie können solche negativen Urteile im Laufe der Rezeptionsgeschichte umgedeutet werden? Der Vortrag von Jürgen Müller wird in exemplarischer Form einige Werke, vor allem aber die Wirkungsgeschichte Rembrandts vorstellen und dabei bis in die filmische Tradition der Biopics des 20. Jahrhunderts ausgreifen.

Weitere Vortragstermine sind im Wintersemester 2018/19 geplant.

Vortrags- und Diskussionsreihe in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und dem Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden



Aufbruch in den Künsten um 1968
Konzert, Symposium und Lesung im Rahmen der Mitgliederversammlung 2018 der Sächsischen Akademie der Künste in Prag

Donnerstag, 28. Juni 2018, 19.30 Uhr
Musikakademie Prag Lichtenstein Palais, Konzertsaal 'Bohuslav Martinů'/ Hudební fakulta AMU, Lichtenstejnský palác, sál 'Bohuslava Martinů'
Malostranské náměstí 13/258, 118 00 Prag 1
Musica Viva Pragensis
Konzert zum Jahr 1968


Wiederaufführung des tschechischen Programms zu den Donaueschinger Musiktagen Oktober 1968

2018_06_28 Konzert zum Jahr 1968.pdf pdf - Datei

Im Oktober 1968, wenige Wochen nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in Prag, trat das Ensemble Musica Viva Pragensis auf den Donaueschinger Musiktagen mit Uraufführungen der tschechischen Komponisten Ladislav Kupkovič, Zbyněk Vostřak,Vladimír ¦rámek, Rudolf Komorous und Marek Kopelent auf. Dieser Beitrag wurde angesichts der gewaltsamen Beendigung des Prager Frühlings und der angespannten politischen Situation mit großer Aufmerksamkeit wahrgenommen. Zum 50. Jahrestag des Prager Frühlings wird dieses Konzert in Anwesenheit von Marek Kopelent mit dem gleichen Repertoire wieder aufgeführt.

Programm
Ladislav Kupkovič - Vor-Mit-Nach für Streicher,
Holzbläser und ein Tasteninstrument
Vladimír ¦rámek - Kaleidoskop für Streichtrio
Zbyněk Vostřak - Pendel der Zeit op. 40
Rudolf Komorous - Düstere Anmut für Kammerensemble
Marek Kopelent - Stilleben für Kammerensemble
Igor Strawinsky - Ragtime für 11 Instrumente

Dirigent Miroslav Pudlák
Ensemble MoEns, Prag
Leitung: Marek Kopelent

Eine Veranstaltung des Goethe-Instituts Tschechien


Freitag, 29. Juni 2018
Goethe-Institut Tschechien, Masarykovo nábr. 32, 110 00 Prag
Aufbruch in den Künsten um 1968
Symposium


Tschechische Beiträge werden simultan übesetzt.

2018_06_29 Programm Symposium 1968.pdf pdf - Datei
Begrüßung
Dr. Berthold Franke, Direktor des Goethe-Instituts
Holk Freytag, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Dr. Christoph Israng, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Prag

10.30-12.00 Uhr
Impulse - Auslöser der Aufbrüche um 1968
Diskussion mit Milan Horaček (Prag), Volker Braun (Berlin), Hanu¨ Karlach (Prag) und Alain Lance (Paris)
Moderation: Kilian Kirchgeßner, Journalist Prag

14.00-15.30 Uhr
Revolte in der Kunst?
Vortrag und Diskussion mit Bazon Brock (Berlin, Wuppertal)
Einführung und Moderation: Dr. Berthold Franke

16.00-18.00 Uhr
Aufbrüche in der Kunst - Was bleibt von 1968?
Diskussion mit Ondřej Černý (Prag), Pavlina Morganová (Prag), Katharina Schmitt (Berlin) und Manos Tsangaris (Dresden/München)
Moderation: Dr. Christiane Mennicke-Schwarz (Kunsthaus Dresden)
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Tschechien


Freitag, 29. Juni 2018
Goethe-Institut Tschechien, Masarykovo nábr. 32, 110 00 Prag
1968 - Rückblicke, Texte, Statements

Lesung mit Rückblicken und Erinnerungen, Gedichten und Statements aus dem Jahr und über das Jahr 1968 von Mitgliedern der Sächsischen Akademie der Künste und von Mitwirkenden des Symposiums.
Mit Volker Braun (Berlin), György Dalos (Berlin/Budapest), Alain Lance (Paris) und Wolfgang Kil (Berlin).
Moderation: Ondřej Černý (Prag) und Holk Freytag (Dresden



Mittwoch, 5. September 2018, 19 Uhr
Eintritt 5 Euro, erm. 3 Euro
Filmtheater Schauburg Dresden, Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
O Slavnosti A Hostech / Vom Fest und den Gästen
ČSSR 1966, 68 Min., OmU, Regie: Jan Němec

Begrüßung:
Holk Freytag, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
PhDr. TomᨠSacher, Direktor des Tschechischen Zentrums Berlin
Im Anschluß an den Film Gespräch:
PhDr. TomᨠSacher, Direktor des Tschechischen Zentrums Berlin
Katharina Schmitt, Regisseurin und Dramatikerin Berlin

Die Sächsische Akademie der Künste zeigt im Rahmen ihres Jahresthemas "Aufbruch und Revolte 1968" zusammen mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und dem Filmtheater Schauburg herausragende Filmklassiker der 1960er Jahre, in denen die Liberalisierung in Politik und Kultur des Prager Frühlings sichtbar wird.
Die Filme, die teilweise zur tschechoslowakischen Neuen Welle gezählt werden, zeichnen sich durch ihre Experimentierfreude, surreale Verspieltheit und vor allem durch ihren tiefschwarzen Humor aus. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings galten diese Filme im Osten als systemfeindlich und durften nicht gezeigt werden. Zu jedem Film der vierteiligen Mittwochsreihe gibt es eine Einführung und ein Gespräch mit Filmwissenschaftlern und Historikern im Anschluss an die Aufführung.

Die Handlung: Eine fröhliche Gesellschaft kommt in einer sonnenüberfluteten Waldidylle zu einem Picknick zusammen, wird aber dann von Unbekannten aufgefordert, ihnen zu folgen. Als sich einer der Gäste verweigert, wird er bedroht. Das filmische Gleichnis über Anpassung und Zerstörung derjenigen, die eigene Ansichten vertreten, wurde zu einem der wichtigsten Filme im Vorfeld des Prager Frühlings. Vor der Kamera standen bekannte Prager Intellektuellen, die so ihre Kritik an den bestehenden politischen Verhältnissen äußerten.

Tschechische Originalversion mit deutschen Untertiteln

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und dem Filmtheater Schauburg Dresden



Montag, 10. September 2018
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Aufbruch und Protest.
1968 in Prag, Berlin, Leipzig und Dresden


Begrüßung:
Holk Freytag, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste; Vertreter des Goethe-Instituts Tschechien
Gespräch:
Stefan Wolle, Historiker Berlin
Strawalde, Maler und Filmregisseur
Katja Lange-Müller, Autorin Berlin
Werner Schulz, EU-Politiker Grüne, musste wegen eines familiären Krankheitsfalles leider kurzfristig absagen
Moderation:
Thomas Bille, MDR Kultur

Das Jahr 1968 steht im Osten vor allem für das Ende der Hoffnung auf einen "Sozialismus mit menschlichen Antlitz". Die Ausstellung offenbart die vielfältigen Proteste gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings und zeigt schlaglichtartig Initiativen von Autoren und Künstlern für mehr Freiheit und Selbstbestimmung. Zum Gespräch sind Künstler und Politiker eingeladen, die 1968 wichtige Impulse für ihr politisches Selbstverständnis erfahren haben und die 1989 zu den Akteuren der friedlichen Revolution gehörten. Im Anschluss wird der Dokumentarfilm "Barfuß und ohne Hut" (1964) von Strawalde gezeigt.

In Kooperation mit dem Goethe-Institut Tschechien



Mittwoch, 12. September 2018
Filmtheater Schauburg Dresden, Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
Spalovač Mrtvol / Der Leichenverbrenner
ČSSR 1968, 96 Min., OmU, Regie: Juraj Herz

Begrüßung:
Holk Freytag, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Einführung:
Jan Fusek, Drehbuchautor und Dramaturg Berlin
Im Anschluß an den Film Gespräch:
Jan Fusek, Drehbuchautor und Dramaturg Berlin
Petr Brod, Journalist Prag, u.a. Radio Free Europe und Süddeutsche Zeitung

Die Handlung: Prag, Ende der 1930er Jahre: Karel Kopfrkingl führt ein perfektes Leben: Er kümmert sich um seine Familie genauso rührend wie um die Toten, die er täglich einäschert. Als ihm ein alter Freund von einer Partei erzählt, die gerade in Deutschland große Erfolge feiert, beginnt er zu rechnen, wie man Einäscherungen effektiver und im großen Stile planen könnte. Die bitterböse Parabel über Mitläufertum und Opportunismus basiert auf einem Roman von Ladislav Fuks und ist filmisch ein subversives Meisterwerk.

Tschechische Originalversion mit deutschen Untertiteln

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und dem Filmtheater Schauburg Dresden



Dienstag, 18. September 2018
Sächsische Akademie der Künste
Film-Geschichte-Leben

Begrüßung:
Holk Freytag, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Im Gespräch:
Holk Freytag
Joachim Günther, Vorstand Filmverband Sachsen
Friederike Koch-Heinrichs, Vizepräsidentin des Sächsischen Kultursenats

Gezeigt werden Ausschnitte aus Porträtfilmen von Ernst Hirsch über die Gründungsmitglieder der Sächsischen Akademie der Künste Friedrich Dieckmann, Wieland Förster, Gerda Lepke, Heinrich Magirius und Werner Schmidt. Im Zentrum des Gesprächs stehen Fragen nach der Vermittlung gelebter Geschichte durch den Film, nach der Bedeutung filmischer Zeugnisse für die Identität einer Region und der Bewahrung des filmischen Erbes in Zeiten technischen Wandels.



Mittwoch, 19. September 2018
Filmtheater Schauburg Dresden, Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
Případ pro začínajícího Kata / Ein Fall für einen Henkerslehrling
ČSSR, 1969, 106 Min, OmeU, Regie: Pavel Juráček

Begrüßung:
Holk Freytag, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Einführung:
Dr. Christina Frankenberg, stellv. Direktorin des Tschechischen Zentrums Berlin
Im Anschluß an den Film Gespräch:
Dr. Christina Frankenberg, stellv. Direktorin des Tschechischen Zentrums Berlin
Pavel Hajek, Herausgeber der Tagebücher von Pavel Juráček

Die Handlung: Der an den Roman »Gullivers Reisen« angelehnte Film führt den Helden in das Land Balnibarbi. Die Menschen dort befolgen absurde Regeln, etwa ein wöchentlich wiederkehrendes Redeverbot, das »von denen dort oben« erlassen worden ist. Als Gulliver entdeckt, dass der König die Hauptstadt schon vor langer Zeit verlassen hat, schenken die Bewohner ihm keinen Glauben. Der Regisseur Pavel Juráček erhielt nach diesem ersten Film Arbeitsverbot und musste emigrieren.

Tschechische Originalversion mit englischen Untertiteln

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und dem Filmtheater Schauburg Dresden



Montag, 24. September 2018
Festspielhaus Hellerau, Karl-Liebknecht-Str. 56
Potenziale der Freien Darstellenden Künste

Begrüßung:
Wolfgang Schaller, Sekretär der Klasse Darstellende Kunst und Film der Sächsischen Akademie der Künste
Carena Schlewitt, Intendantin des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau
Statements und Diskussionsrunden mit:
Pierre-Yves Bazin, Janina Benduski, Katja Erfurt, Annekatrin Klepsch, Helge-Björn Meyer, Irina Pauls, Haiko Pfost, Nora Schott, Romy Weyrauch

Die Sächsische Akademie der Künste und HELLERAU stellen die Initiative „ZWEI für Dresden“ vor, ein Programm zur Stärkung der Freien Darstellenden Künste. Die offene Diskussion behandelt den Stellenwert der Künste im Haushalt der Landeshauptstadt Dresden und befragt die Freie Szene aus Dresden und aus anderen deutschen Städten zu ihren Erfahrungen, Strategien und exemplarischen kulturpolitischen Ergebnissen.

In Kooperation mit dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau



Mittwoch, 26. September 2018
Filmtheater Schauburg Dresden, Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden
Ucho / Das Ohr
ČSSR 1970, 94 Min., OmU, Regie: Karel Kachyňa

Begrüßung und Einführung:
Ondřej Černy, Generaldirektor der Tschechischen Zentren
Im Anschluß an den Film Gespräch:
Ondřej Černy, Generaldirektor der Tschechischen Zentren
Iva Procházková, Tochter des Drehbuchautors und Kinderbuchautorin Prag

Die Handlung: Prag 1952. Der stellvertretende Minister und seine Frau kehren von einem Regierungsempfang zurück. Sie haben den Verdacht, dass ihre Villa inzwischen durchsucht wurde und sie vom staatlichen »Ohr« abgehört werden. Der Minister, der scharfen Angriffen durch die Partei ausgesetzt war, glaubt nun, dass seine Verhaftung bevorsteht. Die aufkommende Panik lässt auch die zwischen dem Ehepaar schwelenden Gegensätze losbrechen. Der Film wurde sofort verboten und gelangte erst 1990 beim Filmfestival Cannes an das internationale Publikum.

Tschechische Originalversion mit deutschen Untertiteln

In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und dem Filmtheater Schauburg



Freitag, 28. September 2018, 9‒20 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3
Werkmeister im Konflikt
Der Annaberger Hüttenstreit und andere Streitfälle im Bauwesen des 15. und frühen 16. Jahrhunderts.
Öffentliches Kolloquium, veranstaltet von der Kommission "Kunstgeschichte Mitteldeutschlands" der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Der Annaberger Hüttenstreit hatte offenbar nicht nur übliche, bauspezifische Streitsachen zum Gegenstand, wie Finanzen, Lehrzeiten, Kompetenzverteilungen, Pflichtverletzungen, sondern es ging grundständig um die Frage, wie im überregionalen Bauwesen die Zuständigkeiten und Gerichtsbarkeiten in Bausachen geregelt sind. Dieser grundsätzliche Konflikt wurzelte in einer langen Vorgeschichte des 15. Jahrhunderts und endete erst mit einem kaiserlichen Urteil von 1518 und einer Befriedung im Bauwesen des mittleren 16. Jahrhunderts. Der Fall steht dabei exemplarisch für die Anfänge des autonomen Künstlertums im nordalpinen Bereich. Das Kolloquium möchte den Motivationen der jeweiligen Konfliktparteien nachgehen und der Frage, in welcher Weise die Entscheidungen, die außerhalb der Gerichtsbarkeit im Bauwesen lagen, zu Veränderungen in der Umbruchszeit im frühen 16. Jahrhundert beitrugen.

Grußwort:
Franz Martin Olbrisch, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste
Begrüßung und Einführung:
Bruno Klein, Professor für christliche Kunst der Spätantike und des Mittelalters an der TU DresdenFBruno Klein (Dresden)

Sektion 1: Der Konflikthintergrund
9.45 Uhr
Peter Morsbach (Regensburg): Die Straßburger Hütte und Regensburger Bruderschaft und bauorganisatorische Hintergründe für mögliche Streitfälle
10.30 Uhr
Stefan Bürger (Würzburg): Der Annaberger Hüttenstreit – Die Hintergründe, Streitparteien und offenen Fragen
11.15 Uhr
Pause
Sektion 2: Die Konfliktparteien
11.45 Uhr
Heiko Brandl (Halle/Saale): Was wissen wir über die Magdeburger Oberhütte?
12.30 Uhr
Anke Neugebauer (Wittenberg): Bastian Binder – Brudermeister der Magdeburger Oberhütte
13.15 Uhr
Mittagspause
14.30 Uhr
Heinrich Magirius (Dresden): Franz Maidburg und das Verhältnis seiner Bildhauerwerkstatt zum Steinmetzhandwerk
15.15 Uhr
Norbert Nußbaum (Köln): Benedikt Ried und Jakob Heilmann als streitbare Ausnahmepersönlichkeiten im Bauhandwerk?
16.00 Uhr
Thomas Bauer und Jörg Lauterbach (Dresden): Jakob Haylmanns Gewölbearchitektur als möglicher Hintergrund des Streites von 1518
16.45 Uhr
Pause
Abendvortrag
18.00 Uhr
Anne-Christine Brehm (Karlsruhe): Streitfälle – sachliche, rechtliche und andere Streithintergründe in Konflikten der Werkmeister

Anmeldung/Organisation:
Antonia Engelhardt: sekretariat@saw-leipzig.de
Inhaltliche Fragen:
Prof. Dr. Stefan Bürger:
Stefan.Buerger@uni-wuerzburg.de
www.saw-leipzig.de

Öffentliches Kolloquium, veranstaltet von der Kommission "Kunstgeschichte Mitteldeutschlands" der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig



Montag, 8. Oktober 2018
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3
"Das Positive verbessern!"
Lesung und Diskussion mit Mitgliedern der Klasse Literatur und Sprachpflege in der Reihe "Mein 1968"

Begrüßung:
Holk Freytag, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

Lesung und Diskussion:
Wilhelm Bartsch, Schriftsteller Halle
György Dalos, Schriftsteller und Historiker Budapest/Berlin
Alain Lance, Dichter, Übersetzer und Essayist Paris
Richard Pietraß, Lyriker Berlin

Moderation:
Peter Geist, Literaturwissenschaftler Berlin

Prager Frühling, Pariser Revolte, Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in der Tschechoslowakei, Studentenproteste weltweit - was waren die bedeutendsten Momente des Jahres 1968 für die eingeladenen Autoren, Übersetzer, Lyriker und Schriftsteller aus Ost und West? Welchen Einfluss hatten diese Ereignisse auf ihre literarische Arbeit und ihr politisches Selbstverständnis?








In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Tschechien