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SÄCHSISCHE AKADEMIE DER KÜNSTE
Palaisplatz 3 / Ecke Königsstraße, 01097 Dresden

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Wenn nicht anders angegeben, sind die Veranstaltungen öffentlich; der Eintritt ist frei.

Bilder und weiterführende Informationen finden Sie auch auf Facebook.

Aufnahmen von Veranstaltungen und deren Gästen können auf Facebook und anderen Medien veröffentlicht werden. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dieser Veröffentlichung einverstanden.


MAI

AKADEMIESALON
LUTHER IM SPIEGEL

Montag, 8. Mai 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz

Luther im Spiegel Vorwort.pdf pdf - Datei
Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Buchvorstellung und Gespräch:
Friedrich Dieckmann
Schriftsteller, Berlin
Christian Lehnert
Dichter und Theologe, Leipzig

Der Spiegel, in dem Martin Luther in Friedrich Dieckmanns neuem Buch erscheint, ist ein zehnfacher: Werke und Briefe von zehn deutschen Schriftstellern und Philosophen: Lessing, Goethe, Schiller, Hegel, Schopenhauer, Heine, Marx, Engels, Nietzsche und Thomas Mann. Ein jeder dieser Spiegel wirft ein facettenreiches Bild des Reformators zurück, gemischt aus Bewunderung und Kritik, die sich im lebendigen Bezug auf die eigene Zeit artikulieren. So auch bei Karl Marx, der Luther den „ältesten deutschen Nationalökonomen“ nannte. War Luther gar der untergründige Ahnherr des real existierenden Staatssozialismus? Der Autor liest aus seinem Marx-Engel-Kapitel; im Gespräch mit Christian Lehnert kommen weitere Perspektiven in Sicht. Friedrich Dieckmann

"Qui nolunt me vivo nucleum, testam reverebuntur me mortuo, id est nomen." Die den Kern zu meinen Lebzeiten nicht wollen, werden die Schale verehren, wenn ich tot bin, das heißt den Namen. Diesen Satz sagte Luther wenige Wochen vor seinem Tod am Tisch im Schwarzen Kloster in Wittenberg.
Friedrich Dieckmann sammelt in seinem Buch „Luther im Spiegel“ Schalensplitter einer Monumentalisierung. Wirkungsgeschichten, protestantisch-konfessionelle, deutsch-nationale oder liberale, haben den Autor Luther fast komplett überlagert. Friedrich Dieckmann sammelt Funde von Lutherbezügen. Der Reformator erscheint als Theologe einer aufgeklärten Vernunftsreligion bei Lessing, als „Neuschöpfer der Nation aus dem Geist der Sprache“ bei Goethe, als „Geistesbefreier“ bei Heine. Friedrich Dieckmann liest aus seinem Buch und im Gespräch vertiefen wir, was es zu sagen gibt zu den langen Schatten Luthers als widersprüchliche Identifikationsfigur im fünfhundertsten Jahr der Reformation. Christian Lehnert

Friedrich Dieckmann: Luther im Spiegel. Von Lessing bis Thomas Mann. Quintus Verlag Berlin 2016. ISBN: 978-3-94525-676-3.


BAUHAUS IN SACHSEN
EXPERIMENTELLE GESTALTUNG GESTERN UND HEUTE

Montag, 15. Mai 2017, 11.30–21.30 Uhr
Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Straße 9–11, Leipzig

Programmflyer Bauhaus Kolloquium 15.5.2017.pdf pdf - Datei
Kolloquium mit:
Anne-Julchen Bernhardt, BeL Sozietät für Architektur Köln
Tulga Beyerle, Direktorin des Kunstgewerbemuseums, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Justus A. Binroth, Restaurator Leipzig
Regina Bittner, Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin, Stiftung Bauhaus Dessau
Friedrich von Borries, Architekt, Hochschule für Bildende Künste Hamburg
Lutz Dammbeck, Filmemacher Hamburg
Werner Möller, Stiftung Bauhaus Dessau
Stefan Rettich, Architekt, KARO* Architekten Leipzig
Walter Scheiffele, Designgrafiker und Kulturhistoriker Berlin
Kai-Uwe Hemken, Kunsthistoriker, Kunsthochschule Kassel
Leitung und Moderation:
Annette Menting, Architekturhistorikerin Leipzig
Walter Prigge, Stadt- und Kultursoziologe Leipzig

Das eintägige, öffentliche Kolloquium diskutiert experimentelle Gestaltungen gestern und heute und interveniert in den Vorbereitungsprozess der Projekte, mit denen sich Sachsen am 100. Geburtstag des Bauhauses 2019 beteiligt. Reflektiert werden drei Themen: Bauhaus in der Fabrik – Spezifisch für Bauhaus in Sachsen war die Anwendung von Künsten in der seriellen Fertigung von Leuchten, Glas oder Möbeln. Wie verändert sich die Gestaltung durch die Serie? Bauhaus im Museum – Heute stehen diese Produkte in sächsischen Museen. Der zweite Teil reflektiert diese Musealisierung experimenteller Künste: Wie reagiert die Gegenwart auf das Erbe Bauhaus? Welchen Einfluss hat die Geschichtsschreibung von Moderne und Bauhaus auf die musealen Sammlungen? Bauhaus in der Stadt – Wo ist nun „Bauhaus“ heute? Im dritten Teil geht es um die Gestaltung der Gegenwart. Welche Experimentierräume finden sich heute in Architektur und Städtebau? Hat die experimentelle Tradition „Bauhaus“ eine Bedeutung für die urbanen Gestaltungsprozesse der Gegenwart? Zum Abschluss der Tagung wird eine Mediencollage von Lutz Dammbeck gezeigt, die er Mitte der achtziger Jahre als intermediales Experiment im Bauhaus Dessau installiert hatte.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Kolloquium „Bauhaus in Sachsen“ ist ein Gemeinschaftsvorhaben der Sächsischen Akademie der Künste und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.


AKADEMIESALON
B.K. TRAGELEHN

Donnerstag, 18. Mai 2017, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung und Moderation:
Holk Freytag, ehem. Intendant des Staatsschauspiels Dresden
Buchvorstellung und Gespräch:
B.K. Tragelehn, Regisseur
Harald Müller, Verlag Theater der Zeit, Berlin

Nach der Devise „Widersprechen ist immer richtig“ haben B.K. Tragelehn und Heiner Müller das Theater als Korrekturmodell und Gegenentwurf markiert. B.K. Tragelehn hat in über 30 Jahren dreizehn Inszenierungen von Theatertexten Heiner Müllers in beiden Teilen Deutschlands realisiert. Buchvorstellung und Gespräch mit Inszenierungsausschnitten über die Stationen dieser Zusammenarbeit, die den Versuch unternahm, Brechts Credo von der Veränderbarkeit der Welt für das Theater und die Gesellschaft produktiv zu machen.

Carsten Ahrens, Gerhard Ahrens und Akademie der Künste, Berlin (Hg.): B.K. Tragelehn- 13 x Heiner Müller. Verlag Theater der Zeit Berlin 2016. ISBN 978-3-95749-067-4.


JETZT! ZUR ZEIT
KUNST ALS PROVOKATION
Montag, 29. Mai 2017, 19 Uhr

Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung:
Wilfried Krätzschmar, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Im Gespräch:
Vertreter des Zentrums für politische Schönheit Berlin
Christiane Mennicke-Schwarz, Kunsthaus Dresden
Matthias Flügge, Hochschule für Bildende Künste Dresden
Mitglieder der Sächsischen Akademie der Künste
Moderation: N.N.

"Politische Aktion, ja. Aber nicht die Kunst dafür missbrauchen. Dann rechtfertigt man irgendwann schlechte Kunst damit, dass sie ja politisch korrekt ist. Oder umgekehrt beurteilt man Kunst nach der politischen Funktion" (Jakob Ullmann, Komponist). Demgegenüber steht die Installation des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni, der vor der Dresdner Frauenkirche Busse aufgestellt und damit eine Protestaktion ausgelöst hatte. Für großes Aufsehen sorgen auch die Aktionen des Zentrums für Politische Schönheit. Diese Projekte wollen mit Blick auf die globalen Krisen an Krieg, Vertreibung und Flüchtlingselend erinnern und für den Frieden werben. Wann lässt sich - aus ethischer wie aus ästhetischer Sicht - von einer relevanten künstlerischen Praxis sprechen? Streitgespräch über Kunst als aggressives Mittel der Provokation - zwischen hoffnungsvoller Projektion, Gesellschaftskritik und Medienhype.


JUNI

JETZT! ZUR ZEIT
WAS KANN DAS THEATER?
Donnerstag, 15. Juni 2017, 19 Uhr

Sächsische Akademie der Künste, Palaisplatz 3

Begrüßung und Moderation:
Holk Freytag, ehem. Intendant des Staatsschauspiels Dresden
Im Gespräch:
Joachim Klement, ab der Spielzeit 2017/2018 Intendant des Staatsschauspiels Dresden

Theater sollen die Wirklichkeit vergegenwärtigen, als kreative „Sozialarbeiter“ die Integration marginalisierter Gruppen befördern, Bildungsaufgaben übernehmen, Möglichkeiten der Partizipation eröffnen und vieles mehr. Wie verträgt sich ein solcher Anspruch mit dem Eigenwert der Kunst? „Kunst ist ein Mittel, um sich mit der Realität auseinanderzusetzen“, sagt Joachim Klement, der mit Beginn der Spielzeit 2017/2018 Intendant des Staatsschauspiels Dresden werden wird. Was kann und soll, aus Sicht des neuen Intendanten, das Theater leisten?


JULI

LANGE NACHT DER UTOPIE
Sonnabend, 1. Juli 2017, 19 Uhr

Haus des Buches Leipzig, Gerichtsweg 28, Leipzig

Begrüßung:
Präsident der Sächsischen Akademie der Künste
Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin
für Wissenschaft und Kunst
Konzept und Moderation:
Holk Freytag, Wilfried Krätzschmar, Christian Lehnert, Franz Martin Olbrisch

Christian Lehnert-Lange Nacht der Utopie.pdf pdf - Datei
Die diesjährige Mitgliederversammlung, in deren Zentrum die Wahl des neuen Präsidenten und Vizepräsidenten steht, findet am 1. Juli 2017 in Leipzig statt. Am Abend schließt sich im Haus des Buches Leipzig eine öffentliche Veranstaltung an, die sich in den Kontext des Jahresthemas der Akademie „Brüche. Gegenbilder. Utopien“ stellt. In einem offenen Format mit Schauspiel, Performances, Lesungen, Musik, Filmen und Diskussionen wird den utopischen Entwürfen künstlerisch Raum gegeben.


VORSCHAU HERBST 2017

Ausstellung Hans Theo Richter
Das Herbstprogramm startet am 8. September 2017 in der Sächsischen Akademie der Künste mit der Eröffnung einer Ausstellung mit Werken von Hans Theo Richter (1902-1969), „des“, so Bernhard Maaz, „großartigen Zeichners und Graphikers, der in Dresden lebte, lehrte und wirkte. Mag Hans Theo Richter heute nur noch Kennern bekannt sein, so war er doch einer der großen Meister seines Metiers.“
Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung und dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wird in den Räumen der Akademie am Palaisplatz 3 gezeigt.

Hans Theo Richter-Preis 2017
Am 15. September 2017 wird der von der Witwe Hans Theo Richters gestiftete Preis der Sächsischen Akademie der Künste erneut vergeben. Der Hans Theo Richter-Preis für Zeichnung und Graphik ist mit 20 000 Euro dotiert. Bisherige Preisträger waren Max Uhlig (1998), Jiøí Koláø (1999), Paula Ribariu und Werner Wittig (2000),Peter Graf (2001), Thomas Ranft (2003), Lutz Fleischer (2005), Wolfram A. Scheffler (2007), Dieter Goltzsche (2010), Hanns Schimanski (2012) und Claus Weidensdorfer (2014).
In Zusammenarbeit mit der Hildegard und Hans Theo Richter-Stiftung und dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Übersetzer- und Poesie-Werkstatt Liberec
Unter dem Arbeitstitel „Über die wahren Gründe der Unübersetzbarkeit“ ist im Herbst 2017 eine Übersetzer- und Poesie-Werkstatt mit Autoren und Übersetzern aus Deutschland, Polen und Tschechien in Liberec/Tschechien geplant.

Ausstellung Vìra Koubová
Am 27. Oktober 2017 wird in der Sächsischen Akademie der Künste im Rahmen der Deutsch-Tschechischen Kulturtage Dresden eine Ausstellung mit Arbeiten der Prager Fotografin und Übersetzerin Vìra Koubová eröffnet.



SÄCHSISCHE AKADEMIE DER KÜNSTE
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Tel.: 0351-810763-00, Fax: 0351-810763-09
E-Mail: info@sadk.de
Facebook: www.facebook.com/SaechsischeAkademiederKuenste