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SÄCHSISCHE AKADEMIE DER KÜNSTE
Palaisplatz 3 / Ecke Königsstraße, 01097 Dresden

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Wenn nicht anders angegeben, sind die Veranstaltungen öffentlich; der Eintritt ist frei. Bilder und weiterführende Informationen finden Sie auch auf Facebook.

2018

Die Debatte um die Zukunft unseres Landes, die eng verbunden ist mit der Debatte um die Zukunft Europas, wird die Sächsische Akademie der Künste in einer sich über das Jahr erstreckenden Veranstaltungsreihe beschäftigen. Später im Jahr wird sie münden in einen Workshop zur Frage "Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag?" Zu Beginn dieser Reihe stellen wir die Frage nach der Rolle des Künstlers in der Gesellschaft. Diese Frage stellt sich in jeder veränderten gesellschaftlichen Situation neu, heute umso mehr, als das (gesellschafts-)politische Engagement der Künste keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Vorbei scheint die Zeit zu sein, da sich die Politik vom Wohlwollen der Künstler getragen oder von deren Kritik beobachtet fühlen konnte. Darüber hinaus ist das Verständnis von Kultur als Maßstab dessen, was den Menschen ausmacht und was ihm wichtig ist, weitgehend verloren gegangen. Wenn aber nur noch der Markt und der Konsum das Leben bestimmen, reduziert sich Erleben – wie der Historiker Jonathan Rutherford es jüngst formulierte – auf pures Leben, „ohne Verständnis für Herkunft und ohne vergemeinschaftenden Sinn des Ganzen“. Zu Beginn des Jahres also stellte die Akademie die Frage: Brauchen wir Künstler?
(Holk Freytag, Präsident der Sächsischen Akademie der Künste)


Sonnabend, 26. Mai 2018, 14.00-22.00 Uhr (kostenpflichtig)
Frauenkirche, Neumarkt, 01067 Dresden
Unterkirche Forum Frauenkirche
Baustelle Demokratie. Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag?

2018_05_26 Programmflyer.pdf pdf - Datei
Globale Migrationsbewegungen, Wirtschaftskrisen, der Vormarsch rechter Bewegungen – die Symptome krisenhafter Veränderungen unserer Gesellschaft ließen sich um etliche Beispiele erweitern. Wie reagieren wir darauf? Wie wollen wir zusammen leben? Was ist gerecht? Worauf beruht die Stabilität einer demokratischen Gesellschaft? Was verstehen wir unter Solidarität? Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag?
Mit diesen Fragen setzen sich in kurzen Vorträgen der Schriftsteller Marcel Beyer, der Psychoanalytiker Werner Bohleber, die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann, und der Historiker Jörn Rüsen auseinander, die eingeladen wurden, um über die Tragfähigkeit gesellschaftlicher Übereinkünfte, über Angst und über Utopie als Triebkräfte des Politischen zu sprechen. Am Abend stehen in zwei Diskussionsrunden Ansätze der Politik im Mittelpunkt, um auf die wachsende Zersplitterung unserer Gesellschaft zu reagieren. Dazu eingeladen wurden die Schriftsteller Ingo Schulze und Christian Lehnert, die Mitglieder des Bundestages Katja Kipping (MdB DIE LINKE) und Daniela Kolbe (MdB SPD), die Mitglieder des Sächsischen Landtages Octavian Ursu (MdL CDU), Wolfram Günther (MdL Bündnis 90/Die Grünen) und Jörg Urban (MdL AfD). Fragen und Anregungen sind im Anschluss an die Vorträge und Diskussionen willkommen.

Karten:
8 Euro auf allen Plätzen (14.00 Uhr-22.00 Uhr)
19 Euro Erfrischungen im QF Hotel an der Frauenkirche (17.30-18.45 Uhr)
Kartenbestellung:
Stiftung Frauenkirche Dresden
Besucherdienst und Ticketservice
Georg-Treu-Platz 3, 1. OG
01067 Dresden
Tel.(0351) 656 06 701
E-Mail: ticket@frauenkirche-dresden.de

Symposium der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit der Stiftung Frauenkirche Dresden


Montag, 11. Juni 2018, 19 Uhr
Sächsische Akademie der Künste
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Marx als Autor
Podiumsdiskussion mit dem Lyriker Peter Gosse und dem Philosophen und Verleger Wolfgang Fritz Haug in Moderation von Friedrich Dieckmann

Karl Marx ist einer der meistgelesenen und zugleich umstrittensten Autoren der Weltgeschichte. Zum 200. Geburtstag des Trierer Philosophen, Ökonomen und Gesellschaftstheoretikers widmen sich der Philosoph und Verleger Fritz Haug, der Lyriker Peter Gosse und der Publizist Friedrich Dieckmann der Analyse der Hauptwerke von Karl Marx. Woran knüpfte Marx rhetorisch und stilistisch an? Was waren seine Vorbilder? Woher kommt die besondere Kraft und Bildlichkeit der Sprache? Welchen Blick hatte sein Verleger? Wie verkaufte sich Marx? Wie lesen wir ihn heute? Was fasziniert heute an seinem Werk?


Mittwoch, 13. Juni 2018, 20 Uhr
Sächsische Akademie der Künste
Palaisplatz 3, 01097 Dresden
Aufbruch und Protest. 1968 in Prag, Ostberlin, Leipzig und Dresden
Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion mit dem Historiker Stefan Wolle, dem Politiker Werner Schulz und dem Maler und Filmregisseur Strawalde in Moderation des MDR-Redakteurs Thomas Bille.

Das Jahr 1968 steht im Westen für Revolte, den Bruch mit einer autoritätsfixierten Elterngeneration und für die Erneuerung der Institutionen. Im Osten steht das Jahr 1968 für die Hoffnung auf eine Reform der Gesellschaft, auf mehr individuelle Freiheit, vor allem aber steht es für einen "Sozialismus mit menschlichen Antlitz" nach Vorbild des Prager Frühlings. Welche Aufbrüche gab es 1968 in Ostdeutschland? Gab es Achtundsechziger in der DDR? Wofür stehen sie und wofür traten sie ein? Diesen Fragen widmet sich eine Ausstellung in der Sächsischen Akademie der Künste. Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf wichtige Ereignisse des Jahres 1968 in Ostdeutschland, erinnert an Proteste gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings vor nunmehr 50 Jahren und zeigt Ansätze von Autoren und Künstlern und für mehr Freiheit und Selbstbestimmung. Aus Anlass der Ausstellungseröffnung sind Künstler und Politiker in die Akademie eingeladen, die 1968 wichtige Impulse für ihr politisches Selbstverständnis erfahren haben und die 1989 zu den Akteuren der friedlichen Revolution gehörten.


Mittwoch, 18. Juni 2018, 18.30 Uhr
Aktsaal der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Brühlsche Terrasse 1, 01067 Dresden
"Rembrandt forever!"
Vortrag der Reihe "Wer schreibt Kunstgeschichte?"
Jürgen Müller, TU Dresden

Der Niederländer Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669) wird seit dem 19. Jahrhundert als Ausnahmekünstler erachtet. Dabei sind es nicht nur seine Bilder, sondern auch sein Charakter, der Künstler, Kunstschriftsteller und Philosophen zu faszinieren scheint. Doch schaut man auf die frühen Biographien eines Joachim von Sandrart oder Filippo Baldinucci, so sticht die Geringschätzung seiner Werke durch diese klassizistischen Autoren ins Auge. Dem Leidener Künstler wird Unkenntnis, wenn nicht gar Ignoranz gegenüber der italienischen Kunst eines Raffael und den Werken der Antike vorgeworfen. Doch wie verhält sich diese Abwertung zu seiner späteren Popularität? Wie können solche negativen Urteile im Laufe der Rezeptionsgeschichte umgedeutet werden? Der Vortrag von Jürgen Müller wird in exemplarischer Form einige Werke, vor allem aber die Wirkungsgeschichte Rembrandts vorstellen und dabei bis in die filmische Tradition der Biopics des 20. Jahrhunderts ausgreifen.

Weitere Vortragstermine sind im Wintersemester 2018/19 geplant.

Vortrags- und Diskussionsreihe in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und dem Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden




Die Sächsische Akademie der Künste ist berechtigt, Bild- Film- und Tonaufnahmen von Mitwirkenden und Teilnehmern während der Veranstaltung anzufertigen
und für Zwecke der Veranstaltungsberichterstattung und allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit auf facebook und anderen Medien zu veröffentlichen. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären sich Mitwirkende und Teilnehmer der Veranstaltung mit dieser Veröffentlichung einverstanden. Die Veröffentlichung eigener Film- und Tonaufnahmen ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet.

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Tel.: 0351-810763-00, Fax: 0351-810763-09
E-Mail: info@sadk.de
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